Kunst im öffentlichen Raum

Denkmal für die Opfer des 10. Juni 1923

Künstler*in:
Günther Franz
Jahr:
1931
Technik und Material:
Naturstein, Eisen
Maße:
  • Höhe: ca. 9,5 m
  • Breite: ca. 5 m
  • Tiefe: ca. 5 m
Kunstwerknr.:
44137-062
Standort:
Do-Mitte, Westpark, 44137 Dortmund
Denkmal für die Opfer des 10. Juni 1923
Denkmal für die Opfer des 10. Juni 1923, Günther Franz

In der Nacht zum Sonntag, den 10. Juni 1923, hatten Unbekannte zwei Adjutanten der französischen Besatzung in der Wilhelmstraße erschossen. Schon mittags verhängten die Franzosen eine Ausgangssperre für die Zeit von 21 Uhr abends bis 5 Uhr in der Frühe. Zahlreiche Dortmunder, die einen Sonntagsausflug ins Umland gemacht hatten, erhielten von dieser Maßnahme nicht mehr rechtzeitig Kenntnis. Dazu zählten sechs Männer aus Dortmund und ein Schweizer Staatsbürger. Bei ihrer Rückkehr wurden sier ohne Vorwarnung von französischen Soldaten niedergeschossen. Die Beisetzung der Dortmunder fand am 15. Juni 1923 unter Anteilnahme von 50.000 Menschen auf dem alten Westfriedhof statt. Selbst Reichspräsident Friedrich Ebert kondolierte. Am 7. Jahrestag des Geschehens wurde das Ehrenmal mit einer Gedenkfeier der Öffentlichkeit übergeben. UG

Literatur Kunstwerk

Anonym: Ehrenmal für die Dortmunder Opfer der Franzosen vom 10. Juni 1923, in: Dortmunder Zeitung, vom 8. Juni 1927; Anonym: Errichtung eines Ehrenmals, in: Dortmunder Zeitung, vom 3. März 1929; Anonym: Das Ehrenmal für die Dortmunder Franzosenopfer, in: Dortmunder Zeitung, 29. Mai 1931; Anonym: Ehrenmalsweihe, in: Dortmunder Zeitung, vom 9. Juni 1931; Anonym: Ehrnemalsweihe auf dem Westfriedhof, in: Dortmunder Zeitung, vom 11. Juni 1931; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 55, S. 73; Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund (Hg.): „Unsere tapferen Helden...“ Kriegs- und Kriegerdenkmäler und politische Ehrenmale – Dortmunder Beispiele, Essen 1987, S. 35; Gustav Luntowski, Günter Högl, Thomas Schilp und Norbert Reimann: Geschichte der Stadt Dortmund. Hg. vom Stadtarchiv Dortmund, Dortmund 1994, S. 390-391.

Literatur Künstler*in

Peter Kroos und Bund deutscher Architekten BDA, Gruppe Dortmund, Hamm, Unna (Hg.): Die goldenen 1920er Jahre. Bauten der Weimarer Republik in Dortmund, Bönen 2013, S. 193.

Biografie

Nach einem Architekturstudium 1909-14 an den Hochschulen in Dresden, Darmstadt und München war Günther Franz (1889-1943) 1919 zunächst Mitarbeiter im Dortmunder Architekturbüro Lutter, anschließend Mitarbeiter bei Carl Moritz in Köln. Mit Ludwig Franzius (1892-1961) arbeitete er 1920-35 in Dortmund in der Bürogemeinschaft „Franz und Franzius“. Gemeinsam realisierten sie u.a. den Dortmunder Flughafen (1926-27), eine Siedlung in Dortmund-Westrich (1929), die Heiland-Kirche (1933) in der Dortmunder Gartenstadt und die Christuskirche in Dortmund-Löttringhausen. 1935-37 war Franz Stadtoberbaurat im Dortmunder Hochbauamt, 1937-41 Städtischer Oberbaurat und Amtsleiter des Hochbauamts und 1941-43 Technischer Beigeordneter und Stadtrat. Franz war Mitglied des Bundes Deutscher Architekten BDA. UG

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920

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Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt