Denkmal für die verunglückten Bergarbeiter Minister Stein
Künstler*in:
Fritz Petsch
Jahr:
1950-1954
Technik und Material:
Ziegelstein, Bronze
Maße:
Höhe: Mauer: 2,58 m: Figur: 2,1 m
Breite: Mauer: 4,2 m
Tiefe: Mauer: 0,38 m
Kunstwerknr.:
44339-003
Standort:
Do- Eving, Deutsche Straße /Grüner Platz, ehemalige Zeche Minister Stein, 44339 Dortmund
Denkmal für die verunglückten Bergarbeiter Minister Stein, Fritz Petsch
Vor einer roten Ziegelmauer auf dem Grünen Platz in Eving steht links ein Bergarbeiter mit freiem Oberkörper, Kopfbedeckung und Hose. Auf der Mauer steht in bronzenen Buchstaben „UNSEREN TOTEN KAMERADEN“. Neben den Ehren- und Grabmälern auf dem Nordfriedhof und dem Friedhof in Kirchderne ist dies ein weiteres Denkmal für die verunglückten Bergleute auf der 1987 stillgelegten Zeche Minister Stein. Es wurde von der Ruhrkohle AG bei dem Bildhauer Fritz Petsch in Auftrag gegeben und zwischen 1950 und 1954 ausgeführt. Wohl nachträglich sind auf der Grünfläche des ehemaligen Zechengeländes zum Teil versenkte mit Mosaik verkleidet Mauerteile hinzugefügt worden, die visuell auf die Mauer und die Figur hinführen. SR
Literatur Kunstwerk
http://www.minister-achenbach.de/grubenungluecke.html [Abruf: 12.11.2015]; Tobias Weskamp: Neuer Glanz fürs Denkmal, in: Ruhr-Nachrichten, 20.12.2016; Anonym (emmi): Eine teure Instandsetzung, in: Westfälische Rundschau, 24.3.2018; Anonym (emmi)/Simone Rikeit: Ein muskulöser Kumpel erinnert an die Opfer, in: Westfälische Rundschau, 27.7.2018; Anonym: Denkmal in der Diskussion, in: Ruhrnachrichten,1.2.2019; Britta Linnhof: Noch immer kein Termin für Bergmann-Umzug, in: Westfälische Rundschau, 16.2.2019; Britta Linnhoff: Der Bergmann ist davongefahren, in: Westfälische Rundschau, 29.3.2019; Britta Linnhoff: Termin für Rückkehr ist offen, in: Westfälische Rundschau, 4.5.2019
Der Maler und Bildhauer Fritz Petsch wird 1893 geboren. Wo er studiert hat, ist unbekannt. 1939 war er mit der Bronzestatue „Arbeiter“ auf der „Grossen Deutschen Kunstausstellung“ vertreten. Nachdem er durch einen Brand sein Eigentum und Atelier verloren hatte, erhielt er 1941 mit Genehmigung Adolf Hitlers finanzielle Unterstützung, um seine Existenz wieder aufzubauen. Auch in den 1950er Jahren arbeitete er künstlerisch weiter an dem Thema „Arbeit“, dies zeigen Plaketten, Reliefs und Skulpturen, wie auch die des Denkmals in Dortmund-Eving. Petsch lebte in Bad Godesberg-Muffendorf. In den 1970er Jahren arbeite er mit seinem jüngeren Kollegen, dem Bonner Maler und Bildhauer Heinz Feuerborn zusammen. Wann er starb, ist unbekannt. In der Innenstadt von Bad Godesberg steht eine Skulptur von Fritz Petsch. SR
Weitere Kunst im öffentlichen Raum
Jahr:
1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Jahr:
1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Jahr:
1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Jahr:
nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Künstler*in: Benno Elkan(?)
Jahr:
1954-1960
Mahnmal Bittermark
Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack
Jahr:
1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)
Jahr:
1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer
Jahr:
1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Künstler*in: F. J. Kraus
Jahr:
nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Jahr:
1965
Haltet Frieden
Künstler*in: Curt Unger
Jahr:
1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;