Kunst im öffentlichen Raum

Denkmal für Friedrich Harkort

Künstler*in:
Georg Hartje
Jahr:
1955
Technik und Material:
Bronze, Natursteinsockel
Maße:
  • Höhe: Insgesamt: 3,07 m; Sockel: 1,15 m
  • Durchmesser: 0,85 m
Kunstwerknr.:
44225-014
Standort:
Do-Hombruch, Harkortstraße/Marktplatz, 44225 Dortmund
Denkmal für Friedrich Harkort
Bild: Jürgen Spiler
Denkmal für Friedrich Harkort, Georg Hartje
Bild:Jürgen Spiler

Harkort leitete nach einer Ausbildung an der Hagener Handelsschule und einer Kaufmannslehre zunächst einen Kupferhammer im Deilbachtal bei Hattingen und eine Gerberei auf Harkorten. Mit Johann Heinrich Daniel Kamp und dem englischen Ingenieur Thomas gründete er 1819 die „Mechanische Werkstätte“ in Wetter a. d. Ruhr für den Dampf- und Textilmaschinenbau. 1832 schied Harkort aus der Firma aus, kaufte 1834 eine Ölmühle in Hombruch und baute sie zu einer Eisenhütte aus. Er engagierte sich zudem im Schiffsbau, hatte damit allerdings keinen Erfolg und stand 1838 vor dem Bankrott. 1848 wurde er als Abgeordneter in die konstituierende preußische Nationalversammlung gewählt. Bis 1870 gehörte er dem preußischen Abgeordnetenhaus (2. Kammer) an, 1871-74 war er zudem Abgeordneter im deutschen Reichstag. Er befasste sich vor allem mit der Sozial-, Schul- und Bildungspolitik. Als politischer Publizist nahm er wiederholt Stellung zur Innenpolitik. UG

Literatur Kunstwerk

Fritz Sonnenschein: Verzeichnis der Denkmäler, Brunnen, Ehrenmäler in der Stadt Dortmund, Dortmund 1956, VIII, 3.; Anneliese Krömeke: Denkmäler, Gedenktafeln und symbolische Figuren im Raume Dortmund. Ein Beitrag zur Heimatkunde des Großstadtraumes Dortmund. Staatsarbeit der Pädagogischen Akademie Dortmund, Dortmund 1960, S. 47 ff.; Maria Zimmermann: Denkmalstudien. Ein Beitrag zum Verständnis des Persönlichkeitsdenkmals in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg, phil. Diss., Münster 1982, Kat-Nr. 70; Hans Magoley u. Norbert Wörner: Architekturführer Dortmund, Dortmund 1982, Nr.155.; Gerhard Langemeyer (Hg.): Museumshandbuch des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund, Teil 1, Von den Funden der Steinzeit bis zu den Gemälden des 19. Jahrhunderts, Dortmund 1983, S. 259.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 118, S. 114.; Anonym: Großputz für das Harkort-Denkmal, in: Ruhr Nachrichten, 5.2.1993; Klaus Kleine-Weischede: Hombruch – vom Industriestandort zum Verwaltungs- und Geschäftszentrum, Balve 2001, S. 105f.

Literatur Künstler*in

Stadtarchiv Dortmund, Dortmunder Adressbuch; Bundesgartenschau Dortmund 1959 – Plastik, hg. von der Gesamtleitung der Bundesgartenschau Dortmund. Ausschuss für allgemeine künstlerische Gestaltung, Dortmund 1959, Werkverzeichnis, o.S.; http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=14161 [Abruf: 5.7.2019]

Biografie

Der Bildhauer Georg Hartje wurde 1900 in München geboren und lebte ab 1926 in Dortmund. Hier arbeitete er für verschiedene öffentliche Auftraggeber. Wiederholt war er mit seiner Frau und Bildhauerin Grete Hartje-Coers auf den Großen Westfälischen Kunstausstellungen 1926-1943 präsent, die seit 1934 alljährlich im „Haus der Kunst“ in Dortmund stattfanden. Hartje entwarf die Reliefs mit Arbeitsdarstellungen für das Finanzamt Dortmund (1938) und das Relief „Bergmann, Soldat, Hüttenmann“ (1939) an der Dortmunder Kaserne. Seine Arbeiten aus den 30er Jahren sind ganz dem Nationalsozialismus verpflichtet. Auch nach 1945 waren seine gegenständlichen Skulpturen gefragt. 1957 entstand sein mächtiges Wisent aus Bronze, das 1959 in den Dortmunder Westfalenpark einzog. In den 1950er Jahren lebte Hartje in Langscheid am Sorpesee. Wann er starb, ist unbekannt. UG, SR, IF

Quelle

Stadtarchiv Dortmund, Dortmunder Adressbuch;

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

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Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
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Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

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Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
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Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt