Denkmal für Friedrich Harkort
- Höhe: 2,2 m
- Breite: 0,7 m
- Tiefe: 0,6 m
Ehemals an der Zufahrt zum Dortmunder Hafengelände zwischen den Kontor- und Gewerbegebäuden aufgestellt, wurde das Denkmal des bekannten Industriellen und Politikers 2013 als Schenkung an die Harkort-Grundschule in Dortmund Hombruch versetzt. Allerdings ohne den ursprünglichen Marmorsockel und die Inschrifttafel. Nicht zuletzt aufgrund des Namens schenkte der Leiter des Dortmunder Hafens Herr Uwe Büscher der Harkort-Grundschule die Statur, nachdem sie schon vorher längere Zeit abgebaut und eingelagert wurde. Die leicht überlebensgroße Bronzefigur Friedrich Harkorts wurde 1959 von dem Dortmunder Bildhauer Kurt Doehler entworfen. Der Namensgeber der Schule steht „aufrecht und standesgemäß bekleidet mit Gehrock und Fliege, mit beiden Händen wie im Gespräch gestikulierend, als trage er seine Argumente für den Bau des Hafens vor.“ (Zänker, S. 115) Dadurch wirkt er lebendig und nahbar. Der Künstler hat diese fast schon legendäre Gestalt der Ruhrgebiets- Geschichte nicht idealisiert oder glorifiziert, sondern, verglichen mit zeitgenössischen Fotografien, ganz naturalistisch wiedergegeben. Schmale Lippen, breites Kinn und die markanten Wangenknochen mit der flachen, breiten Stirn darüber entsprechen ihm, einzig die Haare wurden zu ordentlich wiedergegeben und die Kotletten fehlen. Als einer der bedeutendsten Pioniere der Industrialisierung im Ruhrgebiet führte Harkort den britischen Maschinenbau sowie Dampfmaschinen in Deutschland ein, als Politiker setzte er sich für Sozialpolitik ein. 1825 publizierte er den Artikel „Eisenbahnen“ in der Zeitung Hermann und war maßgeblich am Bau der westdeutschen Kohlenbahnen beteiligt, 1836 am Bau von Dampfschiffen. Er „hatte schon früh die Bedeutung der Binnenschifffahrt für die Schwerindustrie und den Handel erkannt und war einer der Promotoren für den Bau des Dortmund-Ems-Kanals und des Dortmunder Hafens,….“ (Zänker, S.115). Ein älteres Denkmal in Hombruch von 1896, eine Büste Harkorts, ist seit dem Krieg verschollen, als Ersatz wurde 1955 ein neues Denkmal von Georg Hartje entworfen. Somit ist dies schon das dritte Harkort-Denkmal in Hombruch. Das Werk ist an der Plinthe signiert und datiert: „DOEHLER 1959“. IF
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