Denkmal für Heinrich Schüchtermann
- Höhe: 4,6 m
- Breite: 4,8 m
- Tiefe: 3,82 m
„Er war ein Mann von seltener Herzensgüte und echt christlicher Gesinnung und bethätigte diese in seinem Verkehr mit der Bürgerschaft und in segensreichen, werkthätigen Wohlfahrtseinrichtungen für die Minderbegütherten. Mit Milde und Wohlwollen verband er eine zähe Thatkraft in unverdrossener Mitarbeit bei der Durchführung gemeinnütziger, städtischer Veranstaltungen“. Mit diesen Worten gedachte der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung dem am 20. April 1895 verstorbenen Industriellen Heinrich Schüchtermann in einer Anzeige. Die Wohltätigkeit und das politische Engagement sind auch Teil der Bildgestaltung des von Gerhard Janensch entworfenen ursprünglich umzäunten Denkmals. Es wurde am 8. April 1900 am Ostwall eingeweiht. Der 1830 in Recklinghausen geborene Heinrich Schüchtermann war zunächst als Uhrmacher tätig, bis er mit „Schüchtermann & Kremmer“, das bedeutendste Bergbauzuliefererunternehmen des Ruhrgebiets gründete. 1884 nahm das Sanct-Josefinenstift seine Tätigkeit auf, das noch heute noch als Alten- und Seniorenheim am Ostwall existiert. Politisch und wirtschaftlich engagierte sich Schüchtermann für die Anbindung Dortmunds an das preußische Kanalnetz, der Hafen Dortmund wurde nach dem Tode Schüchtermanns, 1899, feierlich in Anwesenheit des Kaisers eingeweiht.Über einem Granitsockelbau mit halbkreisförmigen Brunnenbecken an den Seiten erhebt sich die bronzene Portraitbüste Heinrich Schüchtermanns. Die darunter stehende goldene Inschrift verweist auf den zu Gedenkenden und den Auftraggeber des Denkmals, die Stadt Dortmund. Drei etwa lebensgroße Kinderfiguren aus Bronze schauen zu ihrem Wohltäter hinauf und binden ihm zu Ehren eine Blumengirlande. Rückseitig sitzt ein ebenfalls bronzener Maschinenbauer mit Werkzeug, in die Arbeit vertieft. Zwei Bronzetafeln an den Seiten oberhalb der Wasserbecken zeigen, was im Zitat schon Erwähnung fand. Auf der einen Seite verweist die Darstellung einer Nonne mit Kindern auf das Sanct-Josefinenstift und Schüchtermann als Wohltäter und auf der gegenüberliegen Seite die Darstellung des Dortmunder Hafenamtes und der Brücke auf das politische und wirtschaftliche Engagement des Bedachten. Das Denkmal wurde 2007 bei einem Stum stark beschädigt und von der Steinmetzfirma Faure wieder instandgesetzt. SR
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