Kunst im öffentlichen Raum

Drei Musen

Künstler*in:
Artur Schulze-Engels
Jahr:
1969
Technik und Material:
Beton
Maße:
  • Höhe: ca. 2,8 m
  • Breite: max. 0,52 m
Kunstwerknr.:
44139-032
Standort:
Do-Mitte, Westfalenpark, 44139 Dortmund
Drei Musen
Drei Musen, Artur Schulze-Engels

Die drei Betonplastiken von Artur Schulze-Engels zählen zu den abstrakten Arbeiten des Dortmunder Bildhauers. Sie zeigen einander zugewandt stehende geometrische Figuren, die an menschliche Gestalten erinnern. Obwohl sie so dicht beieinander stehen, wirken sie vereinzelt und isoliert. Der Titel bezieht sich auf die griechische Mythologie: Der griechische Schriftsteller Pausanias berichtete im 2. Jahrhundert nach Christus von der titanischen Trias der Musen namens Melete, Mneme und Aoide. Sie stehen für die Übung und die Fertigkeit, für das Gedächtnis sowie für den Gesang und die Musik. Eine Zuordnung der Eigenschaften auf die drei Betonplastiken ist aufgrund des Abstraktionsgrades nicht möglich, so dass dies frei im Auge des Betrachters bleibt. Artur Schulze-Engels hatte die Gruppe für den Wettbewerb der künstlerischen Gestaltung des Theatervorplatzes entworfen, wo sie thematisch einen anderen Sinn bekommen hätte. Mit der Entscheidung für den Gliederturm von Günter Ferdinand Ris gelangten Schulze-Engels „Drei Musen“ zunächst als Leihgabe in den Westfalenpark, auf eine Grünfläche nördlich des Fernsehturms. 1969, im Jahr der Euroflor, wurde sie von der Stadt angekauft und befindet sich seitdem im Westfalenpark. Anlässlich der Umgestaltungsarbeiten zur Bundesgartenschau 1991 wurden sie unter Mitwirkung von Schulze-Engels an ihren heutigen Standort auf einer Grünfläche südlich des Fernsehturms versetzt. SR

Literatur Kunstwerk

Westfälische Allgemeine Zeitung, 25. November 1967; Ruhr-Nachrichten, 30. November 1967; Dortmunder Gruppe / Dortmunder Künstlerbund (Hg.): 25 Jahre Dortmunder Gruppe, Dortmunder Künstlerbund. Eine Dokumentation, Bönen 1981, S. 186; 25 Jahre Westfalenpark Dortmund 1959-1984, hg. v. Grünflächenamt und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 1984 S. 55; Stadt Dortmund (Hg.): Artur Schulze-Engels, Dortmund 1985, o. S., Abb. 23; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 332, S. 260; 50 Jahre Westfalenpark Dortmund - Kunst und Kulturführer, hg. v. Stadt Dortmund und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 1999, S. 43.

Literatur Künstler*in

Ruhr-Nachrichten, 2. August 1969; Westfälische Rundschau, 16. November 1975; Ruhr-Nachrichten, 16. November 1975; Westfälische Rundschau, 5. November 1980; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 5. November 1980; Artur Schulze-Engels. Plastik, Rudolf Wiemer, Grafik, hg. v. Kulturamt der Stadt Dortmund, Ausst.-Kat. Torhaus Rombergpark, Dortmund 1982; BBK Info, Mitteilungsblatt des Berufsverbandes Bildender Künstler Westfalen Süd / Nord e.V., 3/1985; Ruhr-Nachrichten, 26. Oktober 1985; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. Oktober 1985; Ruhr-Nachrichten, 7. November 1985; Stadt Dortmund (Hg.): Artur Schulze-Engels, Dortmund 1985; Dortmunder Notizen, 2/88; Ruhr-Nachrichten, 11. August 1990; Westfälische Rundschau, 6. November 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 6. November 1990; Anoym (R.F.): Kunst-Werke vebrannten im Flammen-Meer, in: Ruhr-Nachrichten, 19. Oktober 1992; Dirk Berger: Nach Brandstiftung: Bildhauer Artur Schulze-Engels hört auf, in: Westfälische Rundschau, 20. Oktober 1992; Ruhr-Nachrichten, 11. November 1992; Ruhr-Nachrichten, 6. November 1995; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. Dezember 1995; Ruhr-Nachrichten, 9. Dezember 1995; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145.

Biografie

Artur Schulze-Engels wurde am 6. November 1910 in Dortmund geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Kirchenmaler, an die er ein Studium an der Kunstgewerbeschule Dortmund und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin anschloss. Er erhielt 1938 ein Stipendium der Schüchtermann- Stiftung Dortmund für einen einjährigen Aufenthalt in Paris. 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in fünfjährige Kriegsgefangenschaft. Ab 1949 arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Dortmund. Er starb kurz nach seinem 85. Geburtstag im Dezember 1995. Seit 2009 erinnert ein nach ihm benannter Platz am Ende der Kaiserstraße an den Dortmunder Bildhauer, der mit vielen beliebten Werken, wie zum Beispiel dem „Bierkutscher“, in Dortmund vertreten ist. SR

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Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
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