Eisengießerbrunnen
- Höhe: ca. 7 m
Als am 27. Januar 1906 der „Eisengießerbrunnen“ am Steinplatz feierlich eingeweiht wurde, war er das erste Arbeiterdenkmal Dortmunds. Die Dortmunder Bürgerschaft hatte den Brunnen mit ihren Spenden ermöglicht. 84 Jahre später wurde der Brunnen erneut zu einem Zeugnis für das Engagement und die Beteiligung der Bürgerschaft. Das Original des Brunnens stand nicht einmal 40 Jahre an seinem Platz. Während des Zweiten Weltkrieges, vermutlich 1943, verschwand die Brunnenfigur, womöglich wurde sie eingeschmolzen. 1982 begab sich die Presse über einen Aufruf mit den Bürgern Dortmunds auf die Suche, konnte den Verbleib der Figur auch nicht abschließend aufklären. Seit 1990 steht am heutigen Freiherr-vom-Stein-Platz eine Rekonstruktion. Den Brunnen wiederherzustellen war wie schon beim Original eine Idee von Bürgern, aber auch Politikern der Stadt und nahm ab 1986 konkrete Formen an. Hierzu wurde 1988 der „Förderverein Eisengießer-Brunnen am Freiherr-vom-Stein-Platz e.V.“ gegründet. Auch diesmal beteiligten sich Förderer aus Wirtschaft und Privatpersonen an der Finanzierung, diesmal zu 50 Prozent. Auch zwei Banken unterstützen das Vorhaben mit Einnahmen aus dem Verkauf von Silberbarren und Medaillen, letztere mit dem Motiv des Eisengießers.Die Rekonstruktion erfolgte nach Originalbauzeichnungen. Mit der Bauleitung und der Rekonstruktion der natursteinernen Brunnenarchitektur wurde der Bildhauer Jan Bormann beauftragt. Mit der Rekonstruktion der Bronzearbeiten, der Figur des Eisengießers und den Brunnengittern war Reinhold Kostrzewa beauftragt. Die Bronzefigur wurde von der Kunstgießerei Schwab in Münster ausgeführt.Identitätsstiftend ist auch heute die Brunnenfigur, die dem Brunnen seinen Namen gab und gibt: eine überlebensgroße Bronzefigur, die einen Mann beim Gießen mit einer Gießerkelle zeigt. Auch der Schnauzbart des Mannes war an der ursprünglichen Figur schon zu finden, wie alte Fotos zeigen.Abweichend vom Original ist die Brunnenarchitektur aufgrund des mangelnden bayrischen Granits aus edelgelb schimmerndem „Berbinger Granit“. Zudem ist die Technik dem heutigen Stand angepasst. Am Postament des Brunnens sind Embleme zu Maschinenbau, zum Hüttenwesen, zum Gewerbe und zum Schiffbau zu sehen. Die lebensgroße Figur des Eisengießers zeugt damit noch heute von der einstigen industriellen Blüte der Nordstadt, Dortmunds und des Ruhrgebiets. SR
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