Kunst im öffentlichen Raum

Europa-Brunnen

Künstler*in:
Joachim Schmettau
Jahr:
1989
Technik und Material:
Granit, Bronze
Maße:
  • Höhe: kl.Becken: 0,5 m; gr.Becken: 4,5 m
  • Breite: 7 m; 12 m
  • Tiefe: 4 m; 5 m
Kunstwerknr.:
44135-003
Standort:
Do-Mitte, Conrad-von-Soest-Platz, Kleppingstraße/Ecke Ostenhellweg, 44135 Dortmund
Europa-Brunnen
Europa-Brunnen, Joachim Schmettau

Der „Europa-Brunnen“ entstand im Zuge der Umgestaltung der Kleppingstraße zu einem Boulevard. Dieser Umgestaltung musste ein erst in den 1970er Jahren installierter Stufenbrunnen an der Marienkirche weichen.1986 waren sechs Künstler aufgefordert, in einem Wettbewerb ihre Entwürfe vorzulegen, darunter auch Eberhard Linke. Er hatte schon den „Gauklerbrunnen“ für Dortmund gestaltet.. Eine Jury aus Politikern und Kunstsachverständigen entschied sich im Frühjahr des Jahres für den Entwurf Joachim Schmettaus, zeitgleich begannen die Baumaßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Straße, Der Berliner Bildhauer greift den Niveau-Unterschied der Straße ebenso wie den ehemaligen Bachlauf an gleicher Stelle auf: am südlich gelegenen Wasserbecken entspringt das Wasser, schlängelt sich flipperartig um einen Frosch aus Bronze und versickert wieder. Am unteren, nördlichen Teil der Kleppingstraße sprudelt es gewaltig über die stufenartige Brunnenanlage aus Granit und Bronze, die von einer Kugel bekrönt wird. Der „Europa-Brunnen“ markiert zugleich Anfang und Ende des Fußgängerbereichs. Die phantasievoll gestalteten Figuren, Menschen und Tiere, nehmen Bezug zu den vielen kulinarischen Angeboten entlang der Kleppingstraße. Während Schmettau als Titel „lukullischer Brunnen“ bevorzugte, gaben Bürgerinnen und Bürger der Stadt ihm den Namen „Europa-Brunnen“. Wohl, weil im Jahr der Brunnentaufe 1990 die Europawahl noch nicht allzu lang zurücklag. Bürgermeister Günter Samtlebe sagte, der Brunnen solle zeigen, was Europa für uns bedeute, „auch vor dem Hintergrund der Entwicklung in der DDR“. Mit der Brunnentaufe erhielt auch sein Standort den Namen „Europa-Platz“. Seit seiner Umbenennung im Jahr 2022 ist der Platz als Conrad-von-Soest-Platz bekannt. SR

Literatur Kunstwerk

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 1. Juli 1986; Westfälische Rundschau, 3. Juni 1986; Westfälische Rundschau, 5. Juli 1986; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 21. Juli 1988; Anonym: o.T. (Noch sehr wenig Ähnlichkeit), in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 10. September 1988; Anonym: o.T. (Der Schmettau-Brunnen), in: Westfälische Rundschau, 9. November 1988; Westfälische Rundschau, 2. Dezember 1988; Anonym (Wan): An der Kleppingstraße soll Brunnenwasser aus Bronze-Kuppel quellen, in: Westfälische Rundschau, 13. Januar 1989; Westfälische Rundschau, 8. März 1989; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 11. März 1989; Westfälische Rundschau 15. März 1989; Ruhr-Nachrichten, 17. März 1989; Westfälische Rundschau, 20. März 1989; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20. März 1989; Ruhr-Nachrichten, 20. März 1989; Westfälische Rundschau, 19. April 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15. Juni 1989; Westfälische Rundschau, 20. September 1989; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 23. März 1990; Ruhr-Nachrichten, 23. März 1990; Nord-West-Zeitung, 24./25. März 1990; Dortmunder Bekanntmachungen, 30. März 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17. April 1990; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 312, S. 246f; http://www.dortmund-tourismus.de/entdecken-erleben/sehenswuerdigkeiten/brunnen/poi/europabrunnen.html [Abruf: 27.12.2013]; http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/kultur/achtung-das-war-kunst-id2347796.html [Abruf: 27.12.2013]; Anonym: o.T. ("Wasser marsch" an allen Brunnen), in: Ruhr-Nachrichten, 16. April 2014

Literatur Künstler*in

Joachim Schmettau. Plastiken und Zeichnungen, hg. v. Galerie Günter Franke, Ausst.-Kat. Galerie Günter Franke, München 1974.; Joachim Schmettau. Skulpturen und Zeichnungen 1960-1980, hg. v. Kunstverein Hannover, Ausst.-Kat. Kunstverein Hannover, Hannover 1981.; Staatliche Kunsthalle Berlin (Hg.): Schmettau-Brunnen. Breitscheidtplatz Berlin, Berlin 1984.; Joachim Schmettau. Skulpturen, Bilder, Zeichnungen, hg. v. Galerie Eva Poll, Ausst.-Kat. Galerie Eva Poll, Berlin 1993.; Joachim Schmettau. Zeichnungen und Skulpturen, hg. v. Joachim Schmettau, 2 Bd., Schwerin 2002.; Joachim Schmettau. Skulpturen und Architekturmodelle, hg. v. Kunststiftung Poll, Ausst.-Kat. Galerie der Kunststiftung Poll, Berlin 2007.; Joachim Schmettau. Skulpturen 2003-2010, Berlin 2011.; http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-welt-ist-ein-kugelbrunnen-zum-75-des-bildhauers/6156490.html [Abruf: 27.12.2013]; https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Schmettau [Abruf: 25.03.2014]

Biografie

Joachim Schmettau wurde am 5. Februar 1937 in Bad Doberan geboren. Ab 1956 studierte er an der Hochschule der Künste in Berlin, der Vorläuferin der heutigen Universität der Künste. Bereits in den 1960er Jahren begann er, mit geglätteten Oberflächen zu arbeiten und figurative und geometrische Elemente zu verbinden, so wie es an dem gemeinsam mit Susanne Wehland entworfenen „Weltkugelbrunnen“ in Berlin aus den Jahren 1982/1984 zu sehen ist.1975 entstand eine der ersten Arbeiten im öffentlichen Raum, die Skulptur „Hand mit Uhr“. 1968 erhielt er den Villa-Romana-Preis, 1970/1971 den Villa-Massimo-Preis. Viele weitere Preise folgten. Von 1971 bis 2002 bekleidete der Bildhauer eine Professur an der Universität der Künste in Berlin. Er ist Gründungsmitglied der 1972 gegründeten „Gruppe Aspekt“. Seine Arbeiten waren und sind in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Joachim Schmettau lebt und arbeitet in Berlin. SR

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920

Künstler*in: Benno Elkan(?)

Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Denkmal für die gefallenen Sowjets

Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt