Kunst im öffentlichen Raum

Fundament des Lebens

Künstler*in:
Mile Prerad
Jahr:
1987
Technik und Material:
Eiche, geschnitzt
Maße:
  • Höhe: ca. 4,5 m
  • Durchmesser: ca. 1,5 m
Kunstwerknr.:
44139-039
Standort:
Do-Mitte, Westfalenpark, 44139 Dortmund
Fundament des Lebens
Fundament des Lebens, Mile Prerad

Mile Prerads Holzskulptur "Fundament des Lebens" (auch: "Fundament des Lebens in der Fremde") steht seit 1987 im Westfalenpark. Unweit des Sonnensegels begegnet dem Parkbesucher ein etwa fünf Meter hoher bearbeiteter Eichenstamm.Diesen Stamm einer etwa 300 Jahre alten Eiche hatte Prerad nach einem Blitzeinschlag gefällt, aus dem Sauerland nach Dortmund transportieren lassen und im Westfalenpark aufwendig bearbeitet. Ausgehend von einem überlebensgroßen Einwandererpaar arbeitete er eine vielzählige Gruppe von Menschen heraus, die sich ringsum den Baumstamm verteilt.Prerad schenkte seine Skulptur der Stadt Dortmund als „Andenken und Dank aller ausländischen Mitbürger für gutes Zusammensein“, so ein Schreiben des jugoslawischen Konsuls Radomir Vuĉetić an den Dortmunder Oberbürgermeister Günther Samtlebe vom 14.05.1987. Der Künstler wollte aber auch „die Gastarbeiterproblematik zum Ausdruck bringen". Mit diesem Thema griff Prerad auf seine eigene Biografie zurück, denn Prerads Vater war als Gastarbeiter im Bergbau nach Deutschland gekommen und Mile Prerad war ihm schließlich 1966 gefolgt.1991 schuf der Künstler ein 16 Meter hohes Pendant in seinem bosnischen Heimatdorf als Mahnung zum Frieden in der vom Bürgerkrieg bedrohten Region. SR

Literatur Kunstwerk

Westfälische Rundschau vom 16.07.87; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 276, S. 223; 50 Jahre Westfalenpark Dortmund - Kunst und Kulturführer, hg. v. Stadt Dortmund und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 1999, S. 45; Walter Stiene: Schönes bewegte Zeiten. Walter Stiene erinnert sich an seine Zeit als Parkleiter, in: Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V. unter Mitwirkung des Stadtarchivs (Hg.):Heimat Dortmund, Stadtgeschichte in Bildern und Berichten, 50 Jahre Westfalenpark Dortmund, Erlebnisraum für alle Generationen, Heft 2/2009, Essen 2009, S. 74

Literatur Künstler*in

Westfalenpost, 2. März 2016; https://de.wikipedia.org/wiki/Mile_Prerad [Abruf: 20.8.2019]

Biografie

Mile Prerad wurde 1946 im bosnisch-herzegowinischen Niševići geboren. Ab 1963 studierte er an der Kunsthochschule in Zagreb Bildhauerei und siedelte 1966 in die Bundesrepublik über. Sein Vater war im Ruhrgebiet bereits als Bergarbeiter tätig. In Menden ließ sich Prerad zum Dachdecker und Maschinenschlosser ausbilden und baute eine eigene Dachdeckerfirma auf. 1977 besuchte er die Sommer-Akademie in Trier und nahm seine künstlerische Tätigkeit wieder verstärkt auf.1986 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Menden, im Jahr 2000 den erstmals vergebenen INTR°A-Projektpreis für Komplementarität der Religionen. Seit 1996 lebt Mile Prerad nach Lobkevitz auf der Insel Rügen. SR

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920

Künstler*in: Benno Elkan(?)

Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Denkmal für die gefallenen Sowjets

Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt