Gedenkstein für den ehemaligen jüdischen Friedhof
- Höhe: 1,37 m
- Breite: 0,45 m
Gisberg Freiherr von Romberg, Präfekt des Ruhrdepartements während der französischen Besatzung, ließ 1810-1811 einen neuen kommunalen Friedhof, den Westenfriedhof, außerhalb der Stadtmauern Dortmunds anlegen. Er kam damit den Forderungen Napoleons nach, der mit dem "Décret sur les sépultures" (1804) aus hygienischen Gründen Beerdigungen in Städten, Dörfern und geschlossen Gebäuden verboten hatte. Seit 1815 schloss sich an dieses Areal der Friedhof der jüdischen Gemeinde an. Seine Verwaltung, Unterhaltung und Verschönerung übernahm 1851 die Stadt Dortmund. Als der jüdische Friedhof 1885 komplett belegt war, fiel die Entscheidung, einen Teil des Ostenfriedhofs künftig als Begräbnisplatz für jüdische Bürger zu nutzen. Für den alten Friedhof wurde vereinbart, dass er „weder bebaut noch als Spielplatz benutzt werden darf; auch soll er keinerlei profanem Zwecken dienen, die der Würde und Heilighaltung eines Friedhofes nicht entsprechen.“ (zit. nach Bausch 2011) Nach Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die Grabsteine entfernt und die Anlage durch Bau eines ausgedehnten Tunnel- und Bunkersystems unter dem Westpark zerstört. Durch Erweiterung eines Schulbaus wurde das Areal zudem – entgegen der Vereinbarung von 1885 – 1955 überbaut. UG
Literatur Kunstwerk
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