Gedenkstein für Widerstandskämpfer gegen die NS
- Höhe: 2,5 m
- Breite: 0,4 m
- Tiefe: 0,4 m
Das Denkmal für die Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus wurde 1986 von der „Arbeitergemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten“ zur Umgestaltung des Nordmarktes geplant, aber erst 1995 aufgestellt. Der Künstler Hans Jürgen Troegel hat den schlichten Granitstein als quadratische, 2,5 Meter hohe Stele entworfen, um vor Ort an die historischen Ereignisse auf dem Nordmarkt zu erinnern: am 16.Oktober 1932 protestierte die Arbeiterschaft der Nordstadt dort und in den umliegenden Straßen heftig gegen einmarschierende SA-Leute. Die Inschrift am Pfeiler lautet: „Erinnerung und Mahnung zum Gedenken an die mutigen Frauen und Männer, die als freiheitlich denkende Menschen den Kampf für die Weimarer Republik gegen die Nationalsozialisten führten“. Der Augenzeuge Leo Meina erinnerte sich bei der Einweihung 1995 an das damalige Geschehen: „…Starke SA- und SS-Abteilungen marschierten in Richtung Republikplatz, dem heutigen Nordmarkt, früher im Volksmund auch 'Reichstag' des Dortmunder Nordens genannt. Sie wollten den Norden erobern. Ihnen stellten sich Sozialdemokraten, Kommunisten und Reichsbannerleute u.a. entgegen. Es kam zu Schlägereien, Schüsse fielen, es gab Tote und Verletzte. Mit Hilfe der Bürger und der Polizei wurden die Stoßtrupps der SA und SS vertrieben.“ (WR, 20.12. 1995) Die Dortmunder Geschichtswerkstatt berichtete der Westfälischen Rundschau 1996: „Die Behauptung, daß die Nationalsozialisten 'mit Hilfe der Bürger und Polizei' vertrieben worden sind, ist, wenigstens was die Polizei angeht, nicht ganz richtig. Die Polizei, damals unter der Führung des SPD-Mitglieds Karl Zörgiebel, hatte schon vorher von den Absichten der Nazis gewußt.“ Weiter erläuterte sie: „Die Beamten haben zwar versucht, die Nationalsozialisten abzudrängen; als die Straßen aber von den Bürgern nicht umgehend geräumt wurden, haben die Polizisten scharf geschossen.“ IF
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