Kunst im öffentlichen Raum

Gedenktafel für Fritz Henßler

Künstler*in:
Grete Hartje-Coers
Jahr:
1973
Technik und Material:
Bronze
Maße:
  • Höhe: ca. 0,4 m
  • Breite: 0,3 m
Kunstwerknr.:
44135-047
Standort:
Do-Mitte, Schwanenwall, Fritz-Henßler-Haus, 44135 Dortmund
Gedenktafel für Fritz Henßler
Gedenktafel für Fritz Henßler, Grete Hartje-Coers

Friedrich Wilhelm Henßler erlernte das Handwerk des Buchdruckers und Schriftsetzers. 1905 trat er in die SPD und den Deutschen Metallarbeiterverband ein. Zunächst als Schriftsetzer in Münster tätig,wurde er 1911 Redakteur und 1915 Chefredakteur der Dortmunder Arbeiter-Zeitung, die nach dem Ersten Weltkrieg in Westfälische Allgemeine Volkszeitung umbenannt wurde. Seit 1920 Vorsitzender des Unterbezirks Dortmund, übernahm Henßler bald darauf auch den Vorsitz des SPD-Bezirks Westliches Westfalen. 1924 wurde er Dortmunder Stadtverordneter, 1930 zog er in den Reichstag ein. Dort machte er auf die besonderen Probleme des Reviers aufmerksam. Nach Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er 1933 für zehn Wochen in Schutzhaft genommen. Er knüpfte Kontakte zu den im Widerstand tätigen Sozialdemokraten. Die Leihbibliothek seiner Frau Ella in Dortmund-Hombruch diente als konspirativer Treffpunkt. 1936 wurde er erneut verhaftet und 1937 ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Nach neun Jahren Haft kehrte er nach Dortmund zurück und wurde wieder politisch aktiv, 1946 zum Oberbürgermeister gewählt. 1947 zog er in den nordrhein- westfälischen Landtag, 1949 in den Bundestag und 1952 in das Europaparlament ein. UG

Literatur Kunstwerk

Anonym: Relief zeigt unvergessenen Henßler, Ruhr-Nachrichten, 5. Dezember 1973; Anonym: Relief am Fritz Henßler-Haus zeigt ehemaligen Oberbürgermeister, Dortmunder Bekanntmachungen, 7. Dezember 1973; Anonym: Zum 20. Todestag von Fritz Henßler wird heute eine Gedenktafel enthüllt, Westfälische Rundschau, 4. Dezember 1973.; Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-45. Ständige Ausstellung i.A. d. Stadt Dortmund, erstellt vom Stadt Archiv, Dortmund 1981, S.70 und passim.; Dortmund unterm Hakenkreuz. Exemplarisches aus dem Widerstand der Arbeiterbewegung in Dortmund, hg. von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Stadtverband Dortmund, Dortmund 1983, S.30ff.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 116, S. 112.;

Biografie

Die Dortmunder Bildhauerin Grete Hartje-Coers (Lebensdaten unbekannt) nahm 1934-1943 wiederholt an den Großen Westfälischen Kunstausstellungen im Dortmunder Haus der Kunst teil. 1938 war sie mit einem Kunstwerk zudem auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München präsent. UG

Quelle

Lit.:Widerstand und Verfolgung in Dortmund, S.70 u.passim; Dortmund unterm Hakenkreuz, S.30 ff.

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

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Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
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Künstler*in: Wilhelm Wulff

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Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

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Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
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Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

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Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

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Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
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Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt