Kunst im öffentlichen Raum

Hahn

Künstler*in:
Otmar Alt
Jahr:
1991
Technik und Material:
Fiberglas gefärbt oder bemalt
Maße:
  • Höhe: ca. 5 m
Kunstwerknr.:
44139-022
Standort:
Do-Mitte, Westfalenpark, Nähe Sonnenenergieforum, 44139 Dortmund
Hahn
Hahn, Otmar Alt

Im Westfalenpark steht seit 1991 ein fast fünf Meter hoher, farbenfroher „Hahn“ aus bemaltem Fiberglas. Dabei handelt es sich um ein charakteristisches Kunstwerk des Hammer Künstlers Otmar Alt, der zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Figuration gehört, die wieder die Figur in den Mittelpunkt rücken. Als Basis der Skulptur dient ein massiver Trapezoeder mit zwei sich gegenüberliegenden, gewellten Kanten. Dieser ist bemalt mit großen Farbfeldern und schwarz umrandeten Sternen, Spiralen und Phantasiegebilden. Aus dem blockhaften Unterkörper wachsen drei Segmente: Mittig ein roter Zylinder, der eine lila Kugel trägt und seitlich davon zwei abstrakt-amorphe, ungleiche „Arme“. Sechs hahnenkammähnliche, längliche Ausstülpungen an der kugeligen Kopfform in Blau und Rot erklären den Titel. Je drei zentrale, radiale Kreise um ein blaues Zentrum auf der Vorder- und Rückseite des „Kopfes“ können als Augen gedeutet werden. Der blaue Arm mit einer Riesenhand ist lang und schmal, der andere endet in einer kleinen, roten Kugel, in der etwas steckt. Die Figur setzt sich additiv aus geometrischen und organischen Elementen zusammen. Alle Bausteine des Körpers scheinen losgelöst voneinander behandelt und erst am Ende zusammengesetzt worden zu sein. Otmar Alts Kunst bediente sich abstrakter und informeller Einflüsse, bevor sie ab 1965 figurativ wurde. Seine Themen sind Menschen, Tiere, Pflanzen und Phantasiewesen. Puzzleartige Farbfelder mit präzisen Umrisslinien kennzeichnen seinen Stil seit den 1960-er Jahren. Er verwendet meist reinbunte Farben, deren Leuchtkraft durch die Umrandung noch gesteigert wird. Diese unverwechselbare Formsprache und Farbgebung verleiht seinen Werken Wiedererkennungswert und macht sie zeitlos. Die Expressivität der Farben und die Phantasiegestalten erinnern an Künstler und Inspirationen der klassischen Moderne wie Miró, Arp und Kandinsky. IF

Literatur Kunstwerk

Raimund LeViseur (Hg.): Otmar Alt, Schopfheim 1979, o.S.; Westfalenpark e. V. Freundeskreis (Hg.): Dortmund Kunst und Kulturführer - 50 Jahre Westfalenpark, Dortmund 2009, S. 56.; http://www.otmar-alt.de/de/kreatives-arbeiten.html [Abruf:02.09. 2015]; http://www.galeriee.de/?page_id=11[Abruf:02.09. 2015]

Literatur Künstler*in

Raimund LeViseur (Hg.): Otmar Alt, Schopfheim 1979, o.S.; Finanzminister des Landes Schleswig-Holstein (Hg.): Kunst am Bau. Kunst an staatlichen Hochbauten in Schleswig-Holstein, Neumünster 1985, S. 6.; Kunst und Bau. Kunst im öffentlichen Raum 1980-1985, Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes NRW (Hg.), Heft 19, Düsseldorf 1987, S. 150, S. 87.; http://www.otmar-alt.de/de/ [Abruf:16.08.2015]; http://www.galeriee.de/?page_id=11 [Abruf:16.08.2015]

Biografie

Der Künstler Otmar Alt wurde am 17.07.1940 in Wernigerode (Harz) geboren und lebte ab 1951 in Berlin. Von 1956 bis 1958 machte er eine Lehre zum Schaufenstergestalter und Plakatmaler. Anschließend studierte er bis 1966 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin als Meisterschüler von Professor Hermann Bachmann. 1969 entstanden seine ersten Skulpturen in Bronze. Im selben Jahr tritt Alt der Künstlergemeinschaft "Edition Außenkunst" bei, die Kunst für den öffentlichen Raum gestaltet. Auch das Künstlerportrait „Vorfrühling“, ein Dokumentarfilm von 1971, spricht für seinen schnellen Erfolg. Otmar Alt gehört mit seinen bunten, fröhlichen Gestaltungen zu den Vertretern der Neuen Figuration, die wieder die Figur in den Mittelpunkt rücken. Ab Mitte der 1960er kennzeichnen seine Werke puzzleartig zusammengesetzte Farbfelder mit präzisen Umrisslinien. Neben Malereien und Graphiken fertigt er seit 1969 Skulpturen in Glas, Holz, Stahl, Keramik, Kunststoff und Bronze. Sein vielfältiges Schaffen umfasst Entwürfe für Rosenthal-Porzellan, Schmuck, Bühnenbilder, Kinderbuchillustrationen, Plakate sowie Wand- und Brunnengestaltungen. Auch der Film „Der Mann aus dem Rote-Grützeland“ von 1982 zählt zu seinem Œuvre. Seit 1965 sind seine phantasievollen Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt worden und sind deutschlandweit im öffentlichen Raum und in Sammlungen vertreten. Außerdem gab es eine Ausstellung zum Lebenswerk Otmar Alts in der Rheingoldhalle in Mainz (2009) mit 800 Werken. Er erhielt im Laufe der Jahre zahlreiche Preise und Auszeichnungen wie den Franz-Roh-Preis für »Collage 67« (1967), die Ehrenbezeichnung »Bürger des Ruhrgebietes« (1994), das Bundesverdienstkreuz (1998), den Steiger Award (2005) für besondere Verdienste im Bereich Bildende Kunst sowie den Ehrenring der Stadt Hamm. 1991 gründete er die Otmar-Alt-Stiftung und im Folgejahr den dazugehörigen Freundeskreis, die junge Künstler mit Stipendien unterstützen. Otmar Alt lebt und arbeitet seit 1976 in Hamm (NRW). IF

Quelle

Kunst und Kulturführer - 50 Jahre Westfalenpark, S. 56.

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
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Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
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Künstler*in: Benno Elkan(?)

Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
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Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt