Kunst im öffentlichen Raum

Königskinder

Künstler*in:
Michael Odenwaeller
Jahr:
2009
Technik und Material:
zweiteilige Stahlskulptur (insgesamt 4-teilig zu zwei Teilen verschweißt))
Maße:
  • Höhe: ca. 6 m
Kunstwerknr.:
44147-023
Standort:
Do-Mitte, Fredenbaumpark, am kleinen See, 44147 Dortmund
Königskinder
Königskinder, Michael Odenwaeller

Die vierteilige Stahlskulptur „Königskinder" von dem Dortmunder Metallbildhauer Michael Odenwaeller wurde 2009 von der Firma Walter Derwald gestiftet. Anlass war das 110-jährige Bestehen des Fredenbaumparks, wie die Ruhr Nachrichten am 17. August 2009 berichteten. Die 6 Meter hohen, schematischen Silhouetten einer Frau und eines Mannes und die tonnenschweren, rechteckigen Stahlplatten, aus denen sie gefräst wurden, stehen getrennt voneinander an beiden Ufern des kleinen Sees. Beide Silhouetten sowie deren „Negativformen“ wurden jeweils überkreuz angebracht. Anhand der geschlechtsspezifischen Körperumrisse, die in klaren, prägnanten Linien ausgearbeitet wurden, sind sie als Mann und Frau zu unterscheiden. Der weibliche Körper wurde mit einer überbetonten Taille und Hüfte in runden Formen gestaltet, der männliche mit breiten, eckigen Schultern und schmaler Hüfte. Kleine Kronen auf ihren Köpfen kennzeichnen sie als Königskinder. Diese Arbeit ist auch als Sinnbild für Sehnsucht und Zusammenhalt zu verstehen, da Silhouette und „Negativform“ eigentlich zusammen gehören, jedoch nie wieder zueinander gelangen können. Gleichzeitig bietet diese Art der Darstellung dem Betrachter verschiedene Perspektiven auf das Kunstwerk. Durch den Titel „Königskinder“ und die damit verknüpften Assoziationen erhält die moderne Skulptur trotz ihrer klaren, reduzierten Formen etwas Märchenhaftes und Verzaubertes. IF

Literatur Kunstwerk

Ruhr Nachrichten, 17. August 2009.; http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Neue-Skulpturen-zum-110-Geburtstag;art930,640356 [Abruf: 16.5.2013]; Simone Rikeit: Königskinder und sprudelnde Rosen, in: Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V. (Hg.): Heimat Dortmund. Fredenbaum. Park-Geschichte des Dortmunder Nordens, 2/2015, S. 49-52

Literatur Künstler*in

Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S. 107.; http://www.odenwaeller.de/ [Abruf: 16.5.2013]

Biografie

Michael Odenwaeller wurde 1953 in Unna geboren. Von 1976 bis 1978 studierte er zunächst Kunstgeschichte an der Bochumer Ruhr-Universität bei Max Imdahl. Anschließend absolvierte er bis 1982 ein Design-Studium an der Fachhochschule in Dortmund. Seit 1984 gestaltet der Metallbildhauer Kunstwerke für den öffentlichen Raum, überwiegend in Dortmund. Er ist seit 1988 mit seinen zumeist abstrakten Arbeiten jährlich an mehreren Ausstellungen beteiligt, u.a. an denen der „Dortmunder Gruppe e.V.“, deren Geschäftsführer er derzeit ist. Seit 1987 stellt Odenwaeller auch international aus, u.a. in Lettland, England, Frankreich, Holland, Litauen, Serbien sowie Korea und Indien. Michael Odenwaeller lebt und arbeitet in Dortmund. IF

Quelle

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Neue-Skulpturen-zum-110-Geburtstag;art930,640356

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

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Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
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Künstler*in: Wilhelm Wulff

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Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

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Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
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Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

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Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
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Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
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Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt