Kunst im öffentlichen Raum

Kosakenpferde

Künstler*in:
Alexej Karkow (Entwurf), Artur Schulze-Engels (Ausführung)
Jahr:
vor 1989
Technik und Material:
Bronze
Maße:
  • Höhe: Insgesamt: 1,65 m; Sockel: 0,63 m
  • Breite: Insgesamt: 0,6 m; 1 m
  • Tiefe: Insgesamt: 2 m; 1,4 m
Kunstwerknr.:
44139-003
Standort:
Do-Mitte, Platz von Rostow am Don/S-Bahnhof Stadthaus, 44139 Dortmund
Kosakenpferde
Kosakenpferde, Alexej Karkow (Entwurf), Artur Schulze-Engels (Ausführung)

„Die Städtepartnerschaft mit Rostow am Don war schon in ihren Anfängen etwas Besonderes. Im persönlichen Kontakt konnten u.a. Schüler, Sportler und Künstler feststellen, dass die Kluft zwischen unterschiedlichen Systemen nicht unüberbrückbar war“, beschreibt die Stadt Dortmund die 1978 besiegelte Partnerschaft mit der russischen Stadt. Als Beispiel für die Zusammenarbeit von Künstlern aus beiden Ländern können die „Kosakenpferde“ gelten, ein Geschenk der Partnerstadt, die auf dem Vorplatz der S-Bahn-Station „Stadthaus“ aufgestellt wurden. Das dazugehörige 15 cm große Modell für die Pferdeskulpturen schuf der russische Künstler Alexej Karkow. Nach diesem Modell entwickelte Artur Schulze-Engels die vergrößerte Form zum Guss der Bronzeskulptur. Sie zeigt zwei nebeneinander herlaufende Panjepferde, osteuropäische Wildpferde. Bereits im 15. Jahrhundert ließen sich Kosaken, so genannte Reiterverbände, am Fluss Don nieder. Damit verweist der Titel der Skulptur indirekt auf die ebenfalls am Don gelegene Partnerstadt. Auch der Standort der Skulpturen mitten in Dortmund verstärkt den Hinweis auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland. SR

Literatur Kunstwerk

Westfälische Rundschau, 25. November 1987; Dortmunder Notizen, 2/1988; Westfälische Rundschau, 26. November 1988; Westfälische Rundschau, 2. Juni 1989; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 282, S. 227; http://www.vanderkrogt.net/statues/object.php?record=denw156&webpage=ST [Abruf: 25.03.2014]; http://www.kunst-in-dortmund.de/k4/oeffentlich.html [Abruf: 25.03.2014]

Literatur Künstler*in

Ruhr-Nachrichten, 2. August 1969; Westfälische Rundschau, 16. November 1975; Ruhr-Nachrichten, 16. November 1975; Westfälische Rundschau, 5. November 1980; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 5. November 1980; Artur Schulze-Engels. Plastik, Rudolf Wiemer, Grafik, hg. v. Kulturamt der Stadt Dortmund, Ausst.-Kat. Torhaus Rombergpark, Dortmund 1982; BBK Info, Mitteilungsblatt des Berufsverbandes Bildender Künstler Westfalen Süd / Nord e.V., 3/1985; Ruhr-Nachrichten, 26. Oktober 1985; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. Oktober 1985; Ruhr-Nachrichten, 7. November 1985; Stadt Dortmund (Hg.): Artur Schulze-Engels, Dortmund 1985; Dortmunder Notizen, 2/88; Ruhr-Nachrichten, 11. August 1990; Westfälische Rundschau, 6. November 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 6. November 1990; Anoym (R.F.): Kunst-Werke vebrannten im Flammen-Meer, in: Ruhr-Nachrichten, 19. Oktober 1992; Dirk Berger: Nach Brandstiftung: Bildhauer Artur Schulze-Engels hört auf, in: Westfälische Rundschau, 20. Oktober 1992; Ruhr-Nachrichten, 11. November 1992; Ruhr-Nachrichten, 6. November 1995; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. Dezember 1995; Ruhr-Nachrichten, 9. Dezember 1995; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145.

Biografie

Artur Schulze-Engels wurde am 6. November 1910 in Dortmund geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Kirchenmaler, an die er ein Studium an der Kunstgewerbeschule Dortmund und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin anschloss. Er erhielt 1938 ein Stipendium der Schüchtermann- Stiftung Dortmund für einen einjährigen Aufenthalt in Paris. 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in fünfjährige Kriegsgefangenschaft. Ab 1949 arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Dortmund. Er starb kurz nach seinem 85. Geburtstag im Dezember 1995. Seit 2009 erinnert ein nach ihm benannter Platz am Ende der Kaiserstraße an den Dortmunder Bildhauer, der mit vielen beliebten Werken, wie zum Beispiel dem „Bierkutscher“, in Dortmund vertreten ist. SR

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
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Künstler*in: Benno Elkan(?)

Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt