Kunst im öffentlichen Raum

Kriegerdenkmal in Brünninghausen, Gefallene 1870-1871

Künstler*in:
Peter Fuchs
Jahr:
1872
Technik und Material:
Naturstein
Maße:
  • Höhe: ca. 5 m
Kunstwerknr.:
44225-012
Standort:
Do-Brünninghausen, ArdeyStraße/ Stockumer Straße, 44225 Dortmund
Kriegerdenkmal in Brünninghausen, Gefallene 1870-1871
Kriegerdenkmal in Brünninghausen, Gefallene 1870-1871, Peter Fuchs

Das im Auftrag von den Gemeinden Brünninghausen und Renninghausen errichtete Denkmal an der Stockumer/ Ecke Ardey Straße erinnert an den für Preußen siegreichen Ausgang des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71. Nach dem Entwurf des Kölner Dombildhauers Peter Fuchs entstand eine Gedenk- und Siegessäule, die von einem Adler mit gespreizten Flügeln, einem der heraldischen Sieges- und Machtsymbole und nicht zuletzt preußisches Wappentier. Das viereckige Fundament und die runde Säule verbindet ein achteckiges Postament. Die Hauptansichtsseite trägt die Inschrift „Zur Erinnerung an die/ siegreichen Jahre 1870-1871/ Errichtet am 16. Aug. 1872/ v. d. Ortschaften/ Brünninghausen/ und/ Renninghausen“, darunter das Eiserne Kreuz mit der Jahreszahl 1870. Anders als zum Beispiel beim Mengeder Denkmal verzichtet der Text auf die Nennung der Soldaten und deren heldenhafte Verehrung. Um die Inschrift reihen sich in den weiteren sieben Postamentfeldern die Wappen der verbündeten deutschen Mächte Württemberg, Sachsen, Braunschweig, Oldenburg, Hessen, Baden und Bayern auf.Das angegebene Errichtungsdatum hatte Gedenkcharakter, denn der 16. August 1870 war der Tag des für Preußen siegreichen Ausgangs der Schlacht von Mars La Tour. Die Einweihung des Denkmals fand allerdings erst am 17. August 1872 statt.Das heute etwas vom ursprünglichen Aufstellungsort versetzte Brünninghauser Kriegerdenkmal gehört zur Gruppe von säulenförmigen Denkmälern, die von einem Adler bekrönt werden und von denen in Dortmund nach 1870/71 mindestens zehn aufgestellt wurden (unter anderen in Körne, Asseln, Mengede, Kirchlinde und Hoechsten). Neben dem Adler dienten die Figur der Germania und der Löwe als Sieges- und Machtsymbol. Auch sie sind auf Säulen und Postamenten noch heute im Dortmunder Stadtbild zu finden. SR

Literatur Kunstwerk

StA Münster, LA Dortmund, Nr. 1222; Dortmunder Anzeiger, 19. August 1873; Fritz H. Sonnenschein: Verzeichnis der Denkmäler, Brunnen, Ehrenmäler in der Stadt Dortmund, 1.8.1956, Ms. Im Hochbauamt der Stadt, Stadtarchiv Dortmund, VIII, 4; Martin Bach: Studien zur Geschichte des deutschen Kriegerdenkmals in Westfalen und Lippe, Frankfurt a.M. u.a. 1985, S. 206; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 30, S. 58; Karin Schwarz: Bürgerliche Selbstdarstellung im Ruhrgebiet zwischen 1871 und 1918. Die kommunalen Denkmäler einer Industrieregion. Verzeichnis der kommunalen Denkmäler zwischen 1838 und 1916. Dissertation, Trier 2004, S. 100; Carolin West: Geschichtliche Projekte für hiesige Schulen, in: Westfälische Rundschau, 8. März 2018

Literatur Künstler*in

Fuchs, Peter, in: Ulrich Thieme und Felix Becker, u.a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 12, Leipzig 1916, S. 551; Joachim Gaus: Zu Peter Fuchs (1829–1898), in: Joachim Gaus (Hg.): Kunstgeschichtliche Aufsätze. Von seinen Schülern und Freunden des Kunsthistorischen Institut der Universität Köln Heinz Ladendorf zum 29. Juni 1969 gewidmet. Kunsthistorisches Institut der Universität Köln, Köln 1969, S. 41–61; Fuchs, Peter, in: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 46, München u.a. 2005, S. 67f; http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Fuchs_%28Bildhauer%29 [Abruf: 24.9.2014]

Biografie

Der Dombildhauer Peter Dominicus Fuchs wurde am 27. September 1829 in Köln geboren. 1844 begann er eine fünfjährige Ausbildung zum Steinmetz in der Kölner Dombauhütte, dann ging er auf Wanderschaft und beteiligte sich unter anderem in Hamburg am Neubau der Nicolaikirche, deren Grundstein 1846 gelegt worden war. Im Anschluss an seine Wanderjahre arbeitete er in Köln, Speyer und Frankfurt, bevor er sich ab 1855 endgültig wieder in Köln niederließ. Dort schuf er ab 1865 etwa 700 Skulpturen für den Kölner Dom viele davon für das West- und Nordportal. Neben dem Brünninghauser Kriegerdenkmal schuf Fuchs ein weiteres in Neuenrade. In Bremen gestaltete er die Portale am dortigen Dom.Fuchs bildhauerisches Werk ist sowohl von Florentiner Vorbildern, wie Lorenzo Ghiberti, als auch von der deutschen Bildhauerei insbesondere des Monumentalen Stils beeinflußt. Er starb am 31. Juli 1898 in Köln. SR

Quelle

StA Münster, LA Dortmund, Nr. 1222;

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
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Künstler*in: Wilhelm Wulff

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Jahr: 1993
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Jahr: 1956
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Jahr: 1924/25
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Jahr: 1965
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Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
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Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
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Künstler*in: Künstler unbekannt