Kunst im öffentlichen Raum

Kurbelwelle (Industriedenkmal)

Künstler*in:
Künstler unbekannt
Jahr:
1912/1986
Technik und Material:
Stahl
Maße:
  • Breite: ca. 7 m
Kunstwerknr.:
44369-006
Standort:
Do-Huckarde,Grünfläche Mengeder Straße, Wengeplatz, 44369 Dortmund
Kurbelwelle (Industriedenkmal)
Kurbelwelle (Industriedenkmal), Künstler unbekannt

Die Pleuelstange diente an Schacht 2 der Beförderung von Mensch und Material, weiß Rolf Hahn, der als ehemaliges Mitglied des Stadtrates und Vermessungsingenieur auf der Zeche an der Aufstellung des heutigen Industriedenkmales beteiligt war. Die Pleuelstange wurde wohl im Jahr 1986 auf der Grünfläche an der Mengeder Straße als Denkmal aufgestellt. Dass die Pleuelstange ein Denkmal werden soll, dieser Plan bestand aber schon Jahre zuvor: Am 25. Mai 1983 berichtet die Westfälische Rundschau, dass sowohl Geld als auch der passende Ort fehle, um die gesamte Fördermaschine der Zeche Hansa als Denkmal zu erhalten. „Aus dem Anfang dieses Jahrhunderts stammt die dampfgetriebene Fördermaschine vom Schacht 2 der Zeche Hansa, die in diesen Tagen abgebaut wird.(…) Aber ein Stück soll noch der Nachwelt erhalten bleiben und an die Vergangenheit Huckardes als Bergbaugemeinde erinnern, eine Pleuelstange.“Rolf Hahn erklärt, wozu die Fördermaschine in der Zeche diente: „Es gab eine Seilscheibe – nicht oben auf dem Förderturm, die viele kennen, sondern in der Fördermaschine unten am Boden. Diese Scheibe wurde mit einer Dampfmaschine betrieben, um die Förderkörbe auf- und abzulassen.“ Die Pleuelstangen wiederum waren in der Maschine dazu da, gerade Bewegungen in Rundbewegungen zu übertragen. In Dampfmaschinen ist die Pleuelstange durch ein Gelenk mit dem Kolben verbunden und treibt über eine weitere Gelenkverbindung das Schwungrad an. Der Kolben sitzt in einem Zylinder und wird bei Dampfmaschinen durch den sich ausbreitenden Wasserdampf herausgedrückt. Bei der Abkühlung des Dampfes entsteht ein Sog, der den Kolben wieder zurückzieht. Diese Vor- und Rückbewegung überträgt die Pleuelstange auf das Schwungrad, das die Förderkörbe über eine Umlenkscheibe im Förderturm in Bewegung setzt, so erklärt Rolf Hahn die Aufgabe des technischen Denkmals aus seiner Erinnerung. Am 9. Februar 1982 wurde das Kraftwerk Hansa –Westhausen, zu dem die Zeche Hansa gehörte, stillgelegt.MR

Literatur Kunstwerk

Anonym: Pleuelstange wird Zechendankmal in Huckarde, in: Westfälische Rundschau, Nr. 119, 25.Mai 1983.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr.175, S.155.; Tilo Cramm: Hansa – Westhausen. Dortmunder Bergwerke 1854 – 1989, Landschaftsverband Westfalen Lippe und Westfälisches Industriemuseum(Hg.) , Bd. 17, Essen 1997.; Edmund Jacoby (Hg.): Das visuelle Lexikon der Technik. Gerstenbergs visuelle Enzyklopädie, Hildesheim 2000.; Rolf Hahn, ehemaliges Mitglied des Rates der Stadt, Vermessungsingenieur der Zeche Hansa, Interview Maike Rellecke.

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Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

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Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt