Löwendenkmal
- Höhe: 2,5 m
- Breite: 2,2 m
- Tiefe: 1,2 m
Es ist das älteste Denkmal der Stadt: das am 17. Oktober 1869 feierlich eingeweihte Denkmal für die im Kriege 1866 gefallenen Dortmunder, das Löwendenkmal. Sein Schöpfer, Melchior Anton zur Strassen, ein Schüler des bekannten Bildhauers Christian Daniel Rauch, hatte für das Dortmunder Denkmal eine Replik der Löwenskulptur seines Lehrers anfertigen lassen. Das Original Rauchs ist noch heute auf dem Hochgrab des Generals Gerhard Johann David von Scharnhorst auf dem Berliner Invalidenfriedhof zu finden. Beide Skulpturen zeigen einen ruhenden Löwen mit einem zur Seite geneigten und auf seiner Pranke abgelegtem Kopf. Auch in Dortmund ‚liegt’ die Skulptur auf einem hohen Sockel (Postament). Dieser entstand nach den Entwürfen der Architekten Hugo Steinbach und Paul Lutter aus rötlichem Granit mit eingetieften Spiegelfeldern und einer heute unvollständigen Applikation an der Schmalseite. Auf den Seitenflächen lauten die Inschriften: „IHREN TAPFEREN SOEHNEN DIE STADT DORTMUND“ (rechte Seite) und „ES STARBEN DEN HELDENTOD FUER KÖNIG UND VATERLAND 1866“; „HERMANN BADING/FRIEDRICH KLOEPPER/DIETRICH LOH/CARL ROELLECKE/WILHELM RUETHER/HEINRICH SUDHAUS/ GOTTFRIED TREECK/CONRAD VOSS/CARL WENCKE/WILHELM ZOELLNER“ (linke Seite).Das Denkmal erinnert an zehn Dortmunder Bürger, die bei der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866 ums Leben kamen. Mit dieser Schlacht stärkte Preußen siegreich und kriegsentscheidend seine Führungsmacht in Deutschland. Laut den Recherchen von Klaus Winter wurde bereits im November 1866 am Königswall der Grundstein für das Denkmal gelegt. Für jeden Toten wurde zudem eine Eiche gepflanzt. Doch aus finanziellen Gründen geriet das Vorhaben ins Stocken. Anfang des Jahres 1869 erst fiel die Entscheidung, das Denkmal nach dem Entwurf Melchior Anton zur Strassens ausführen zu lassen, so dass im September 1869 der Transport von Berlin nach Dortmund mit der Eisenbahn und die Einweihung im Oktober erfolgen konnten. Mit dem Neubau des Hauptbahnhofs wurde das Denkmal 1914 ans heutige Westentor versetzt. Dabei wurde die Anlage aufwändig mit einem großflächigen und mehrstufigen Fundament umgestaltet. Den Krieg überstand das Löwendenkmal nahezu unbeschadet. Seit 1952 steht es im Westpark und wurde seitdem mehrmals restauriert und gereinigt, zuletzt 2012.Der Typus des Löwendenkmals als Kriegerdenkmal ist bereits in der Antike zu finden und erfreute sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, vor allem um die Reichsgründung herum, äußerster Beliebtheit. SR
Literatur Kunstwerk
Literatur Künstler*in
Biografie
Weitere Kunst im öffentlichen Raum
Künstler*in: Künstler unbekannt
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Künstler*in: Benno Elkan(?)
Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack
Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)
Künstler*in: Künstler unbekannt
Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer
Künstler*in: F. J. Kraus
Künstler*in: Künstler unbekannt
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Künstler*in: Curt Unger
Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;
Künstler*in: Künstler unbekannt