Löwendenkmal
- Höhe: ca. 2,5 m; Sockel: ca. 1,93 m
- Breite: ca. 0,9 m; Sockel ca. 1,40 m
- Tiefe: ca. 1,8 m; Sockel ca. 0,78 m
Der Typus des Löwendenkmals ist bereits in der Antike zu finden und erfreute sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, vor allem seit der Reichsgründung großer Beliebtheit. Knapp drei Jahre nach Einweihung des Löwendenkmals am Königswall entstand in Wambel ein weiteres. Im Auftrag der Gemeinde, und finanziert aus privaten Stiftungen, wurde es von dem Dortmunder Bildhauer Bußmann ausgeführt. Am 21. Juli 1872 wurde es zur Erinnerung an die Gefallenen des Krieges 1870/71 auf einer dreieckigen Fläche an der Einmündung Rüschebrinkstrasse zum Wambeler Hellweg eingeweiht. Die schlafende Löwenfigur aus hellem Sandstein ruht auf einem knapp zwei Meter hohen Sockel mit der Inschrift "Es starben den Heldentod für König und Vaterland 1870-1871" und den Namen der sieben gefallenen Wambeler Soldaten. Vermutlich im Dreikaiserjahr 1888 wurde der Text am Sockel ergänzt: "Kaiser Wilhelm I. geb. 22. März 1797 gest. 9. März 1888 reg. vom 2. Januar 1861 bis 9. März 1888" und "Kaiser Friedrich III. geb. 18. Oktober 1831 gest. 15. Juni 1888 reg. vom 9. März bis 15. Juni 1888". 1920/21 erhielt es eine Einfriedung, wahrscheinlich wurde auch die gärtnerische Anlage neu gestaltet. Mit der Verbreiterung des Hellwegs wurde das Denkmal 1931 an seinen heutigen Standort auf dem Alten Friedhof versetzt. Mit der Eröffnung des neuen Hauptfriedhofs hatte sich der alte Totenhof zu einer Parkanlage entwickelt, in der auch das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges von Viktor Heinrich Seifert seit 1931 seinen Platz fand. Neben dem Löwenmotiv ist die Versetzung eine weitere Gemeinsamkeit mit dem früheren Löwendenkmal, das seit 1952 ebenfalls auf einem ehemaligen Friedhofsgelände,dem Westpark, steht. SR
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