Kunst im öffentlichen Raum

Löwendenkmal

Künstler*in:
Bußmann (Vorname unbekannt)
Jahr:
1872
Technik und Material:
Sandstein
Maße:
  • Höhe: ca. 2,5 m; Sockel: ca. 1,93 m
  • Breite: ca. 0,9 m; Sockel ca. 1,40 m
  • Tiefe: ca. 1,8 m; Sockel ca. 0,78 m
Kunstwerknr.:
44143-030
Standort:
Do-Wambel, Wambeler Hellweg/ Nußbaumweg, Alter Friedhof, 44143 Dortmund
Löwendenkmal
Löwendenkmal, Bußmann (Vorname unbekannt)

Der Typus des Löwendenkmals ist bereits in der Antike zu finden und erfreute sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, vor allem seit der Reichsgründung großer Beliebtheit. Knapp drei Jahre nach Einweihung des Löwendenkmals am Königswall entstand in Wambel ein weiteres. Im Auftrag der Gemeinde, und finanziert aus privaten Stiftungen, wurde es von dem Dortmunder Bildhauer Bußmann ausgeführt. Am 21. Juli 1872 wurde es zur Erinnerung an die Gefallenen des Krieges 1870/71 auf einer dreieckigen Fläche an der Einmündung Rüschebrinkstrasse zum Wambeler Hellweg eingeweiht. Die schlafende Löwenfigur aus hellem Sandstein ruht auf einem knapp zwei Meter hohen Sockel mit der Inschrift "Es starben den Heldentod für König und Vaterland 1870-1871" und den Namen der sieben gefallenen Wambeler Soldaten. Vermutlich im Dreikaiserjahr 1888 wurde der Text am Sockel ergänzt: "Kaiser Wilhelm I. geb. 22. März 1797 gest. 9. März 1888 reg. vom 2. Januar 1861 bis 9. März 1888" und "Kaiser Friedrich III. geb. 18. Oktober 1831 gest. 15. Juni 1888 reg. vom 9. März bis 15. Juni 1888". 1920/21 erhielt es eine Einfriedung, wahrscheinlich wurde auch die gärtnerische Anlage neu gestaltet. Mit der Verbreiterung des Hellwegs wurde das Denkmal 1931 an seinen heutigen Standort auf dem Alten Friedhof versetzt. Mit der Eröffnung des neuen Hauptfriedhofs hatte sich der alte Totenhof zu einer Parkanlage entwickelt, in der auch das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges von Viktor Heinrich Seifert seit 1931 seinen Platz fand. Neben dem Löwenmotiv ist die Versetzung eine weitere Gemeinsamkeit mit dem früheren Löwendenkmal, das seit 1952 ebenfalls auf einem ehemaligen Friedhofsgelände,dem Westpark, steht. SR

Literatur Kunstwerk

Stadtarchiv Dortmund, Bestand 3, lfd. Nummer 3089 (Kriegerdenkmal in Wambel); Stadtarchiv Münster, LA Dortmund, Nr. 1222; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 33, S. 59; Karin Schwarz: Bürgerliche Selbstdarstellung im Ruhrgebiet zwischen 1871 und 1918. Die kommunalen Denkmäler einer Industrieregion. Verzeichnis der kommunalen Denkmäler zwischen 1838 und 1916. Dissertation, Trier 2004, S. 116; Ruhrnachrichten, 3.10.2009; Alt Liemburg: Der Hellweg. Städte, Dörfer, Kirchen und Klöster zwischen Rhein und Weser, Dortmund 2011, S. 122; http://www.wambel-einst-und-jetzt.de/index.php/wambel.html [Abruf: 20.08.2015]

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Künstler*in: Wilhelm Wulff

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Künstler*in: Wilhelm Wulff

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Jahr: 1993
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
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Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
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Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
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Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
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Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
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Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt