Lore (Industriedenkmal)
- Höhe: 1,38 m
- Breite: 1,45 m
- Tiefe: 0,85 m
Bergbau und Stahlindustrie haben das Stadtbild Dortmunds nicht nur durch Fördertürme und Industriehallen geprägt: Auch der Wohnraum im Stadtgebiet wurde oftmals direkt durch die Zechengesellschaften gestaltet. Im Stadtteil Eving wurden zahlreiche Kolonien für die beständig wachsende Zahl der Bergarbeiter angelegt. An die Kolonie Kirdorf erinnert die Lore an der Königgrätzer Straße.Die Kolonie Kirdorf wurde in den Jahren 1912/1913 nördlich des Schachtes Minister Stein 3 erbaut, da die Zeche weiter gewachsen war. Benannt ist die Wohnsiedlung nach dem damaligen Vorsitzenden der Gelsenkirchener Bergwerks AG (GBAG), Emil Kirdorf. So ist es in der Dokumentation „Minister Stein, Fürst Hardenberg. Die Geschichte des letzten Dortmunder Bergwerks“ von Tilo Cramm zu lesen. Der Autor beschreibt, dass zunächst 90 Häuser mit 160 Wohnungen in einfacher, ländlicher Bauart errichtet wurden. Die Ausstattung allerdings war schon recht modern: Die Zeche versorgte ihre Mieter mit elektrischem Licht und Glühlampen. „Die schmucke Gartenstadt-Siedlung mit ihren tiefgezogenen Dächern, Türmchen, Natursteinsockeln und kleinen Plätzen erfreute sich bei der Belegschaft großer Beliebtheit“, schreibt Tilo Cramm. Der Gelsenkirchener Bergwerks AG (GBAG) wurde ab 1888 durch Anteilskäufe zum Alleineigentümer der Grubenbauten im Raum Eving. Mit dem folgenden Ausbau der Schachtanlagen Minister Stein und Fürst Hardenberg ging im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungsexplosion einher, schreibt Klaus-Peter Wolter-Veith in seiner Dokumentation „Evinger Geschichte“, herausgegeben vom Evinger Geschichts- und Kulturverein. MR
Literatur Kunstwerk
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