Kunst im öffentlichen Raum

Mann mit Buch

Künstler*in:
Karel Niestrath
Jahr:
1958
Technik und Material:
Bronze auf Natursteinsockel
Maße:
  • Höhe: 1,7 m
Kunstwerknr.:
44139-026
Standort:
Do-Mitte, Westfalenpark, 44139 Dortmund
Mann mit Buch
Mann mit Buch, Karel Niestrath

In der Nähe des Ballettzentrums im Dortmunder Westfalenpark steht etwas versteckt unter einem großen Baum eine kleine Bronzefigur auf einer hohen, natursteinernen, bearbeiteten Stele. Der "Mann mit Buch" des Bildhauers Karel Niestrath zeigt eine stehende männliche Figur mit einem übergroßen leicht nach oben und etwas zur Seite geneigtem Kopf, mit Bart und einem aufgeklappten Buch in seiner rechten Hand. Er ist mit einer Jacke und einer Hose bekleidet und erscheint nachdenklich, sinnierend und etwas schlaksig. Folgt man dem Kunsthistoriker Hermann Hackstein, dann handelt es sich um ein Selbstbildnis des Künstlers.Die Figur zählt zu der Gruppe der Einfältigen in Karel Niestraths Werk. Dazu gehören meist kleine Figuren. Die Figur Mann mit Buch ist schon in den Jahren 1924 aus Bronze und 1925 als Terrakotta-Miniatur in Niestraths Werk zu finden. Die Skulptur im Westfalenpark wurde als eine von 24 Skulpturen von 21 Künstlern anlässlich der ersten Bundesgartenschau in Dortmund 1959 aufgestellt. SR

Literatur Kunstwerk

Karel Niestrath hg. v. Museum am Ostwall Dortmund, Ausst.-Kat. Museum Ostwall Dortmund, Dortmund 1973, S. 10; 25 Jahre Westfalenpark Dortmund 1959-1984, hg. v. Grünflächenamt der Stadt Dortmund und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 1984, S. 62; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 224, S. 190; 50 Jahre Westfalenpark Dortmund. Kunst-Kulturführer, hg. v. Stadt Dortmund und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 2009, S. 50; Walter Stiene: Schöne und bewegte Zeiten, Walter Stiene erinnert sich an seine Zeit als Parkleiter, in: Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft von der Mark e.V. und Stadtarchiv Dortmund (Hg.): Heimat Dortmund, 50 Jahre Westfalenpark, Erlebnisraum für alle Generationen, 2/2009, S. 67-75.

Literatur Künstler*in

Karel Niestrath, hg. v. Museum am Ostwall Dortmund, Ausst.-Kat. Museum am Ostwall, Dortmund 1973; http://de.wikipedia.org/wiki/Karel_Niestrath [Abruf: 31.08.2013]; http://www.derwesten.de/staedte/hagen/hagener-kunst-aus-berliner-bombenschutt-id6362322.html [Abruf: 06.03.2014]; http://www.stiftung-volmer.de/main.php?g2_itemId=1541 [Abruf: 06.03.2014]

Biografie

Karel Niestrath wurde 1896 in Bad Salzuflen geboren. Er machte zunächst eine Holzbildhauerlehre. 1917 kehrte er verletzt aus dem Ersten Weltkrieg zurück und studierte an der Werkkunstschule in Bielefeld. Sein Studium setzte er an der Dresdener Kunstakademie fort und ließ sich nach seinem Studium in Hagen nieder. Seine Werke waren in Ausstellungen in Bielefeld (Städtisches Museum, 1926 oder Städtisches Kunsthaus 1931 und 1932) zu sehen. 1933 wurde eine Reproduktion seines Werkes "Kriegskrüppel" in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt, im Folgenden wurden 42 seiner Werke entfernt und beschlagnahmt. Niestrath lehrte zunächst an der 1947 von Hans Tombrock gegründeten Schule für Bildende und Angewandte Kunst. Ab 1952 leitete er die Bildhauerklasse an der Werkkunstschule Dortmund, einer seiner bekanntesten Schüler ist in Dortmund Anselm Treese. Er gestaltete die Skulpturen und Reliefs für das Mahnmal in der Bittermark, das 1960 eingeweiht wurde. 1971 starb Karel Niestrath in Hagen. Seine Frau Eva Niestrath-Berger war ebenfalls Bildhauerin, auch ihre Werke sind in Dortmund zu finden. SR

Quelle

Lit. Zänker: 25 Jahre Westfalenpark, S. 62/ Kunst und Kulturführer - 50 Jahre Westfalenpark, S. 50.

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920

Künstler*in: Benno Elkan(?)

Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Denkmal für die gefallenen Sowjets

Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt