Stadt Dortmund Wappen
Kunst im öffentlichen Raum

Mauer

Künstler*in:
Liesel Bellmann
Jahr:
1965
Technik und Material:
Muschelkalk
Maße:
  • Höhe: ca. 1,4 m
  • Breite: 6 m
  • Tiefe: 0,6 m
Kunstwerknr.:
44265-011
Standort:
Do-Wellinghofen, Lieberfeld Grundschule, Rispenstraße 40-42, 44265 Dortmund
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 1
Beschreibung

Anfang der Sechziger Jahre war die Bildhauerin zu Besuch in Berlin und vom Anblick der dortigen Mauer so bewegt, dass sie das Motiv aufgriff: Ihre Arbeit besteht aus unterschiedlich großen, mit einander verbundenen Blockeinheiten aus behandeltem Muschelkalk. Dieses Mauergebilde hat mit der ursprünglichen nicht viel gemein. Die organischen, abgerundeten Formen sind in rhythmischen Abständen durchbrochen und gewähren Ein- und Durchblicke. Die Verstrebungen und eingeschobenen Balken bilden eine Art Gittergerüst. Formal knüpft Bellmann an die informelle Kunst der 1950er-Jahre an, die durch Abstraktion und Abkehr vom Gegenständlichen geprägt ist. Inhaltlich greift sie ein Motiv auf, das seit 1963 eindeutig für das geteilte Deutschland stand. Ihr Teilstück einer Mauer schirmt und riegelt aber nicht eine Seite von einer anderen ab, sondern formt eine durchlässige Wand. Deren Platzierung kann den Schülern sagen, dass Gedankenfreiheit über Mauern triumphiert; diese durchlässig werden lässt. Neben dieser profanen Arbeit und anderen großformatigen im öffentlichen Raum fertigte Liesel Bellmann für Dortmunder Kirchen vom Altarkreuz bis zum Kerzenleuchter viele sakrale Ausstattungen. FW

Weitere Bilder

Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 2
Mauer, Bild 2
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 2
Mauer, Bild 2
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 2
Mauer, Bild 2
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 1
Mauer, Bild 2
Mauer, Bild 2

Literatur Kunstwerk

Westfälische Rundschau, ,,Kunst-Verkauf für guten Zweck. St.-Clemens-Gemeinde bietet Arbeiten von Liesel Bellmann an’’, Nr. 285, 7.12.2000

Literatur Künstler*in

Liesel Bellmann: Die Bildhauerin Liesel Bellmann - Werkstattporträt 17, Dortmund 1964; Liesel Bellmann. Plastik, Ausst.-Kat. Katholische Akademie Schwerte, Schwerte 1972; Dortmunder Gruppe/Dortmunder Künstlerbund (Hg.): 25 Jahre Dortmunder Gruppe, Dortmunder Künstlerbund. Eine Dokumentation, Bönen 1980, S. 38-41; Anonym (Vie): Kunst-Verkauf für guten Zweck, in: Westfälische Rundschau, 7.12.2000; Brigitte Spieker: Liesel Bellmann (1920-2000). Bildhauerin und Christin mit franziskanischem Lebensstil, in: Reimund Haas und Jürgen Bärsch(Hg.): Christen an der Ruhr Bd. 4, Münster 2010, o.p.

Biografie

Liesel Bellmann wurde am 13. Februar 1920 in Münster geboren. Sie studierte in München an der Kunstakademie und an der Technischen Hochschule. 1954 schloss sie ein Studium an der Amsterdamer „Ryksakademie van beeldende Kunsten“ in der Bildhauerklasse von Prof. Piet Esser an. Mit Abschluss ihrer Studien kehrte sie 1956 nach Deutschland zurück und zog nach Dortmund. Sie lebte zunächst im Gemeindehaus der Katholischen Gemeinde in Brackel, ihr erstes Atelier befand sich auf dem alten Hiddinghof an der Flughafenstraße. Bellmann schuf zahlreiche Werke in Holz, Stein und Bronze für diverse Kirchen, aber auch für den öffentlichen Raum. So entstanden unter anderem das Altarkreuz der Brackeler St. Clemens-Kirche und 1975 das Wasserspiel aus Muschelkalk in Gelsenkirchen-Buer. Liesel Bellmann starb 2000 in Dortmund. SR

Quelle

lt. Zänker: Ruhr.Nachrichten, 03.01. 1990

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1922, 1985 (Nachguss) Sent M'Ahesa

Künstler*in: Bernhard Hoetger

Jahr: 2012 Dragobert d'Hoesch

Künstler*in: Almut Rybarsch-Tarry

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Denkmal für die gefallenen Sowjets

Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1988
Gedenkstein für die Alte Kolonie Zollern II
Gedenkstein für die Alte Kolonie Zollern II

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1994 Mahnmal an der Bartholomäuskirche

Künstler*in: Theodor Nöker

Jahr: 1973
o. T. (aufgeblätterter Pfeiler)
o. T. (aufgeblätterter Pfeiler)

Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger

Jahr: 1973
o. T. (Schornstein)
o. T. (Schornstein)

Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger

Jahr: 1994
Regenhexen
Regenhexen

Künstler*in: Michael Odenwaeller

Jahr: 2005
Gedenktafel für den ersten Lütgendortmunder
Gedenktafel für den ersten Lütgendortmunder

Künstler*in: Theodor Nöker

Jahr: 2007
Gedenkstein für das 1125. Jubiläum von Kirchlinde
Gedenkstein für das 1125. Jubiläum von Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt