Kunst im öffentlichen Raum

o. T. (Kruzifix)

Künstler*in:
Josef Baron
Jahr:
1984
Technik und Material:
Bronze
Maße:
  • Höhe: Insgesamt: 3,2 m; Sockel: 0,42 m
  • Breite: Sockel: 1,06 m
  • Tiefe: Sockel: 1,08 m
Kunstwerknr.:
44369-003
Standort:
Do-Huckarde, Urbanusplatz, 44369 Dortmund
o. T. (Kruzifix)
o. T. (Kruzifix), Josef Baron

Das bronzene Kruzifix auf dem Huckarder Urbanusplatz zeigt eine expressiv dargestellte Christusfigur, die an einem Astkreuz befestigt ist. Der mit einem Tuch um den Unterleib bekleidete Körper ist ausgemergelt und verwundet. Der Kopf Jesu ist zum Himmel gerichtet.Das Kruzifix steht vor Bäumen und Büschen auf einem kleinen steinernen Sockel. Das Kunstwerk stammt vom Josef Baron und wurde am Pfingstmontag, 11. Juni 1984 im Rahmen der Pfingstprozession auf der Grünfläche nahe der Sparkasse eingeweiht. Es ist eine Bürgerstiftung und ersetzt ein Holzkruzifix, das 1979 auf der gegenüberliegenden Straßenecke Roßbach-/Ecke Rahmer Str. beschädigt worden war. Das alte Kruzifix wurde demontiert und befindet sich seither in der St. Urbanus-Kirche. Das neue Kruzifix ist seit 1984 jedes Jahr die letzte von vier Segensstationen der Huckarder Prozession, einem Jahrhunderte alten Pfingstbrauch. SR

Literatur Kunstwerk

Thomas Horschler: Konservativer Künstler Josef Baron. Schaffen für den Schöpfer, in: Heimatbuch Kreis Unna, Jg.11, Bönen 1990, S. 83-86. Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 272, S. 221https://www.wirindortmund.de/huckarde/huckardes-pfingstprozession-frueher-und-diesmal-124655 [Abruf: 7. März 2023]

Literatur Künstler*in

Thomas Horschler: Konservativer Künstler Josef Baron. Schaffen für den Schöpfer, in: Heimatbuch Kreis Unna, Jg.11, Bönen 1990, S.83-86.; http://www.unna.de/herbstblatt/hb20/hb2006.html; [Abruf: 27.11.2015] (Gisela Lehmann: Josef Baron Meisterschüler Matarés, in: Herbst-Blatt, Nr. 20, September 2000.); http://www.derwesten.de/wr/staedte/nachrichten-aus-unna-kamen-bergkamen-holzwickede-und-boenen/zeigen-was-den-menschen-nahe-ist-id2610976.html; [Abruf: 27.11.2015] (Bettina Szallies: Zeigen, was den Menschen nahe ist, in: Westfälische Rundschau, 18. Februar 2010.); Bernd Finkeldey: Josef Baron. 60 Jahre freischaffender Künstler in Unna, Bönen 2011.;

Biografie

Josef Baron wurde am 18. Februar 1920 in Annaberg (Oberschlesien) geboren. Während der NS-Zeit leistete er sieben Jahre Kriegsdienst in Russland und Frankreich. Nach 1947 studierte er an der Meisterschule in Flensburg Innenarchitektur, Kunstgeschichte und Holzbildhauerei. Er setzte das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie mit Joseph Beuys, Erwin Heerich und Günter Haese bei Professor Ewald Mataré fort, einem der Wegbereiter des Expressionismus in der Bildhauerei. Mit dem Professor und den Kommilitonen gestaltete er die Portale am Kölner Dom. Ein Schwerpunkt in seinem Werk ist die sakrale Kunst. Baron hat die Innenausstattung von mehr als 170 Kirchen gestaltet. Anfang der 1950er zog er nach Unna. Der berufliche Durchbruch kam mit der kompletten Ausgestaltung der Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung in Werl, die ihm Mataré übertrug. Nach der Liturgie-Reform 1963 folgten zahlreiche Aufträge zur Ausstattung von Kirchen und Klöstern u.a. in Paderborn, Fulda, Minden, Hildesheim und Emden sowie sakrale Arbeiten in Papua Neuguinea, Caracas, Beirut und Kairo. In Unna-Hemmerde gestaltete er Ausstattungen der Kirchen St. Peter und Paul, St. Martin und St. Katharina. Des Weiteren hat der Künstler mehrere politische Werke geschaffen und damit zu aktuellen Themen wie dem Krieg in Afghanistan oder dem Hunger auf Haiti Stellung bezogen. Weniger bekannt sind seine zahlreichen Aktdarstellungen schöner Frauen. Zu den bekannteren seiner profanen Skulpturen gehören die „Ziegengruppe“ in Gifhorn, der „Friedensstein“, der „Ikarus“ am Ernst-Barlach-Gymnasium, der „Eselsbrunnen“ und die Bronzesäule „Obsternte“ in Unna. Er lebt und arbeitet in Unna. IF

Quelle

Internettext: Telefonat Pfarrer Michael Ortwald vom 2. Februar 2023 und Mailverlauf zwischen der Autorin und von Herrn Dr. Günter Spranke vom 8. Februar 2023

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf "Zeche Zollern" in Kirchlinde

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1952 (Einweihung: 16.März 1952)
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979
Denkmal für die Opfer der Grubenunglücke vom 4.7.1940, 16.3.1944 und 22.3.1979

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935

Künstler*in: Wilhelm Wulff

Jahr: 1927
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 11. Februar 1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: nach 1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920

Künstler*in: Benno Elkan(?)

Jahr: 1954-1960
Mahnmal Bittermark
Mahnmal Bittermark

Künstler*in: Will Schwarz, Karel Niestrath, Léon Zack

Jahr: 1931
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925
Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks vom 16.5.1925

Künstler*in: Friedrich Bagdons (Entwurf)

Jahr: 1993
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof
Gedenktafel für den jüdischen Friedhof

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer

Jahr: 1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Denkmal für die gefallenen Sowjets

Künstler*in: F. J. Kraus

Jahr: nach 1945
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes
Denkmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes

Künstler*in: Künstler unbekannt

Jahr: 1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund

Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
Haltet Frieden
Haltet Frieden

Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918
Kriegerdenkmal in Dorstfeld, Gefallene 1914-1918

Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
o. T. (Kunstobjekt )

Künstler*in: Künstler unbekannt