„Treeses Werke sind eschatologische Gestalten, Endzeit-Figuren, Rufe aus der Wüste“, beschreibt Otto Königsberger unter anderem die „Tanzende Technoide“. Für diese Plastik sammelte Treese Teile vom Schrottplatz, funktionslos gewordene Gegenstände und gestaltete sie zu einer Figur aus zusammengeschweißten Eisenteilen. Nach diesem Modell goss er die „Tanzende Technoide“ aus Bronze. Auf einem Bein stehend erscheint die Figur, die mal an ein Tier, mal an eine Pflanze erinnert, staksig, fragil, wackelig und ihrer Vergänglichkeit ausgeliefert. Schon 1962 schuf Anselm Treese ein Betonrelief mit dem Titel „Untergang der Technoiden“, das die technische Vergänglichkeit andeutet. Die Plastik „Tanzende Technoide“ gehört noch zu Treeses früheren klassischeren Arbeiten, markiert aber bereits einen Übergang. Sie ist noch weit entfernt von den später entstehenden abstrakten plastischen Formen aus Beton. SR
Weitere Bilder
Tanzende Technoide, Bild 1
Tanzende Technoide, Bild 2
Tanzende Technoide, Bild 1
Tanzende Technoide, Bild 2
Literatur Kunstwerk
Anselm Treese: Anselm Treese. Rückblicke 1982-1955, Dortmund o. J., o. S.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 331, S. 260; 50 Jahre Westfalenpark Dortmund. Kunst-Kulturführer, hg. v. Stadt Dortmund und Freundeskreis Westfalenpark e.V., Dortmund 2009, S. 52.
Literatur Künstler*in
Anselm Treese, hg. v. Stadt Dortmund, Alfons Spielhoff, Ausst.-Kat. VHS Dortmund/Fritz-Henßler-Haus, Dortmund 1961; Otto Königsberger: Anselm Treese, Dortmund 1965; Anselm Treese: Anselm Treese. Zur Information und Anregung. Der Bildhauer Anselm Treese zeigt Ergebnisse seines Schaffens, Dortmund 1972; Werner Warsinksy: Anselm Treese, in: Dortmunder Kulturarbeit, Heft 30/73; S. 19-22; Anselm Treese: Anselm Treese. Rückblicke 1982-1955, Dortmund o. J.; Westfälische Rundschau, 23. November 1987; Ruhr-Nachrichten, 4. August 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15. August 1990; Ruhr-Nachrichten, 25. August 1990; Treese, Anselm: Wände und Mauern als Kunstobjekte, Dortmund 1993, S. o . A.; Ruhr-Nachrichten, 16. August 2000; Westfälische Rundschau, 16. August 2000; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16. August 2000; Ruhr-Nachrichten, 22. Juni 2004; Ruhr-Nachrichten, 23. Juni 2004; Ruhr-Nachrichten, 16. Juni 2005; Ruhr-Nachrichten, 14. August 2010; Westfälische Rundschau, 17. August 2010; https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_Treese [Abruf: 27.3.2014]; http://www.keom02.de/KEOM%202001/raum/hagen/treese_anselm.html [Abruf: 27.3.2014]
Biografie
Anselm Treese wurde am 16. August 1930 in Dortmund-Hörde geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Schreiner und arbeitete in diesem Beruf. Ab 1953 schloss er ein Studium an der Werkkunstschule zunächst in Lünen, dann in Dortmund bei Karel Niestrath ab. Seit seinem Studium war Treese als freischaffender Bildhauer tätig. Bereits in den 1950er Jahren wurden seine Werke „Aufschrei“, „Flamme“ und „Vergänglich“ in öffentlichen Gebäuden in Lünen aufgestellt. Bekannt wurde er in Dortmund spätestens mit seiner kontrovers diskutierten Betonplastik vor der Reinoldikirche, die 1975 fertig gestellt wurde. Treeses Arbeiten für den öffentlichen Raum, vorrangig Betonplastiken und Ziegelreliefs, finden sich im Ruhrgebiet und Umgebung. Er starb am 18. Juni 2004 in Dortmund. SR
Quelle
Kunst und Kulturführer - 50 Jahre Westfalenpark, S. 52.
Weitere Kunst im öffentlichen Raum
Jahr:
1922, 1985 (Nachguss)
Sent M'Ahesa
Künstler*in: Bernhard Hoetger
Jahr:
2012
Dragobert d'Hoesch
Künstler*in: Almut Rybarsch-Tarry
Jahr:
1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Jahr:
1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer
Jahr:
1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Künstler*in: F. J. Kraus
Jahr:
1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Jahr:
1965
Haltet Frieden
Künstler*in: Curt Unger
Jahr:
undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1988
Gedenkstein für die Alte Kolonie Zollern II
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1994
Mahnmal an der Bartholomäuskirche
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
1973
o. T. (aufgeblätterter Pfeiler)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1973
o. T. (Schornstein)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1994
Regenhexen
Künstler*in: Michael Odenwaeller
Jahr:
2005
Gedenktafel für den ersten Lütgendortmunder
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
2007
Gedenkstein für das 1125. Jubiläum von Kirchlinde