Kunst im öffentlichen Raum

Willkommen (Madame Körne)

Künstler*in:
Shepard Matzikatire
Jahr:
2009
Technik und Material:
Serpentin
Maße:
  • Höhe: Insgesamt: 2,3 m; Sockel: ca. 0,45 m; Skulptur: ca. 1,9 m
  • Breite: Sockel ca. 0,58 m; Skulptur ca. 0,3 m
  • Tiefe: Sockel ca. 0,37 m; Skulptur ca. 0,2 m
Kunstwerknr.:
44143-021
Standort:
Do-Körne, Körner Hellweg 72, Körner Park, 44143 Dortmund
Willkommen (Madame Körne)
Willkommen (Madame Körne), Shepard Matzikatire

Das Werk besteht aus schwarzem, afrikanischem Serpentin, einem häufigen Material in der Kunst der Shona. Die bis ins 11. Jahrhundert zurückreichende Bildhauertradition Simbabwes wurde in den 1950er Jahren wieder belebt und innerhalb weniger Jahrzehnte weltweit bekannt. Benannt wurde die zeitgenössische, afrikanische Kunst nach der Bevölkerungsmehrheit in Simbabwe, den Shona. Shona-Skulpturen zeichnen sich durch handwerkliches Können und unerschöpfliche Phantasie aus, die mit kulturellem Erbe und traditioneller Steinbearbeitung verbunden werden. Die schmale, weibliche Figur besticht durch den anregenden Wechsel von glatt-polierten sowie rauen und gepickten Oberflächen. Das Werk wurde in intensiver Handarbeit mit Hammer, Meißel, Raspel und Feile gestaltet und dann mit Wasser und Schmirgelpapier aufwendig glatt geschliffen. Abschließend wurde die Oberfläche mit Wachs versiegelt, wodurch Farbe und Struktur hervorgehoben werden. Die Hände hält die abstrakte, monolithische Figur dicht vor dem Körper zusammen, als würde sie ihr eng anliegendes Gewand zusammen raffen. Der Blick des Betrachters wird vom Künstler subtil darauf gelenkt, indem die anthropomorphen Details wie Hände und Gesicht durch die Politur hervorgehoben wurden und sich somit vom restlichen Hellgrau des Steins abheben. Des Weiteren wird die Komposition mittig von dem wellenartigen Verlauf der Gewandkante belebt, die ebenfalls in schwarz hervorgehoben wurde. Dadurch, dass die Figur keine raumgreifenden Gesten ausführt und nahezu meditativ die Augen geschlossen hat, wirkt sie eher distanziert und unnahbar, anstatt dass sie den Betrachter Willkommen heißt. In seinem Werk stellt Madzikatire elementare menschliche Gefühle wie Liebe, Geborgenheit, Kommunikation, Zufriedenheit und Harmonie in einer modernen Sprache dar, die auf Tradition und Glauben basiert. So ergibt sich ein kühler, klarer Stil von emotionaler Kraft, der dennoch die Lebendigkeit der Skulpturen erhält und naturverbunden bleibt. IF

Literatur Kunstwerk

http://www.koerner-kultur-und-kunstverein.de/2002-bis-heute/2009/bildhauerwerkstatt/; [Abruf: 29.06.2013 ];

Literatur Künstler*in

http://www.koerner-kultur-und-kunstverein.de/2002-bis-heute/2009/bildhauerwerkstatt/; [Abruf: 29.06.2013 ]; http://www.shona-art.com/index.php?id=17; [Abruf: 29.06.2013 ]; http://www.zimsculpt.com/artist.php?id=238; [Abruf: 20.09.2013 ]; http://www.friendsforeverzimbabwe.com/index.php/Shephard_Madzikatire.html; [Abruf: 20.09.2013]; http://www.guruve.com/Gallery/Artists/shephard-madzikatire; [Abruf: 20.09.2013]; http://nakashirke.narod.ru/en/vystavki/zimbabwe.html; [Abruf: 20.09.2013];

Biografie

Shephard Madzikatire wurde am 29. Juli 1970 in Rusape (Simbabwe) geboren. Bereits in seiner Kindheit gestaltete er zahlreiche Porträts und kunsthandwerkliche Arbeiten. Die Holzskulpturen Job Kekanas inspirierten ihn, als er die St. Faith Mission School in Rusape besuchte. Mit 18 erlernte er in Chitungwiza die Bildhauerei von seinem Cousin Moses Masaya (1949-1995), einem erfolgreichen Steinbildhauer der ersten Generation der Shona-Kunst. Nach einigen Jahren etablierte sich Madzikatire mit einem eigenen, unverwechselbaren Stil. Inhaltlich behandelt er in seinen Werken vorwiegend die klassischen Themen der Shona-Kunst menschliche und tierische Formen, beschützende Geister sowie Fabelwesen, die auf dem Glauben und den sozialen und kulturellen Werten der Shona-Kultur basieren. Seine Figuren sind voller Lebendigkeit und bleiben naturverbunden. Dennoch sind sie vom traditionellen Motivkreis eher losgelöst und stärker von Folklore und Alltag inspiriert. Sein Stil schwankt zwischen abstrakt und kubistisch, dabei verwendet der Künstler scharfe Linien, um die Gesichter zu stilisieren und ihre Emotionen auszudrücken. Durch die abstrakten Formen wird die afrikanische Mythologie modern interpretiert. Gleichzeitig ist sein Werk geprägt von klarer Schönheit, Eleganz und der Perfektion seiner Arbeitsweise. Als Material wählt Madzikatire häufig schwarzen Serpentin, um den Werken Ernsthaftigkeit zu verleihen. Der Millionen Jahre alte afrikanische Serpentin ist wegen seinen vielfältigen Farbnuancierungen und unterschiedlicher Härtegrade ein bevorzugtes Material der Shona-Künstler.Shephard Madzikatire ist seit 1990 mit seinen Werken in Galerien und Museen weltweit vertreten, so auch im Museum of Modern Art in Moskau und in der National Art Gallery von Harare. Außerdem hatte er Ausstellungen in Dortmund, San Francisco, Boston, Wien, Belgien, Chicago, Barcelona, England, Schweden und den Niederlanden, um nur einige zu nennen. Shephard Madzikatire lebt und arbeitet in Harare. IF

Quelle

http://www.kunst-in-dortmund.de/k4/oeffentlich.html; http://www.shona-art.com/index.php?id=17

Weitere Kunst im öffentlichen Raum

Jahr: 1898
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Künstler*in: Wilhelm Wulff

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Jahr: 1993
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Künstler*in: Künstler unbekannt

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Künstler*in: Friedrich Bagdons

Jahr: 1965
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Künstler*in: Curt Unger

Jahr: 1934, (Einweihung: 16.9.1934)
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Künstler*in: Bildhauer: Heinrich Bayer; Architekt: Josef Wentzler;

Jahr: undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
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Künstler*in: Künstler unbekannt