Die Köpfe der Rösser sind gereckt, die Nüstern gerümpft und die Ohren verdreht. Es sind Kaltblüter, schwere Zugpferde, in keinerlei Arbeit mehr eingebunden. Die Skulptur will an die Zeit der Postkutschen erinnern, die noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gang und gäbe waren. Willy Meller knüpfte mit diesem Werk nahtlos an sein bildhauerisches Schaffen im NS-Staat an. UG
Weitere Bilder
Zwei Pferde, Bild 1
Bild:Jürgen Spiler
Zwei Pferde, Bild 2
Bild:Jürgen Spiler
Zwei Pferde, Bild 1
Bild:Jürgen Spiler
Zwei Pferde, Bild 2
Bild:Jürgen Spiler
Literatur Kunstwerk
Ruhr-Nachrichten, 20. September 1955; Ruhr-Nachrichten, 22. September 1955; Westfälische Rundschau, 20. September 1955; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 11. Juli 1959; Ruhr-Nachrichten, 11. Juli 1959; Westdeutsches Tageblatt, 11. September 1959; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 7. Dezember 1971; Ruhr-Nachrichten, 7. Dezember 1971; Westfälische Rundschau, 17. Dezember 1971; Architekturführer Dortmund, hg. v. Hans Magoley und Norbert Wörner, Dortmund 1984, Nr. 156, S. 97; Karl Neuhoff: Dortmund heute damals anno dazumal. Dortmund 1990, S. 71; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 208, S. 180.
Literatur Künstler*in
Beate Eckstein: Das Werk des Bildhauers Willy Meller bis 1945. Magisterarbeit. Universität Köln 1998; Hans Hesse, Elke Purpus: „Bei uns wurde weiter vom Bau gesprochen und nicht von Politik. Wieso sollten wir hellsichtiger sein als viele kluge Männer im In- und Ausland". Anmerkungen zu dem Künstler Wilhelm (Willy) Meller (1887-1974). Jahrbuch des Frechener Geschichtsvereins 5.2009, S. 187-206; Hans Hesse, Elke Purpus: Willy Meller. Skizzen über den Kölner Künstler und seine Arbeiten für die NS-Ordensburgen. Geschichte in Köln 59.2012, S. 231-268.
Biografie
Jakob Wilhelm Meller (1887-1974), genannt Willy Meller, studierte 1907-14 an der Kölner Kunstgewerbeschule und an der Münchner Akademie der bildenden Künste. 1914 beteiligte er sich an der Kölner Werkbund-Ausstellung. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er wiederholt mit seinem Jugendfreund Architekt Clemens Klotz zusammen. Neben Kriegerdenkmäler in Bochum, Dülken und Lüdenscheid war er an der plastischen Ausgestaltung des Reichssportfeldes in Berlin, der Ordensburgen Vogelsang und Krossinsee und des Seebads Prora beteiligt. Auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen in München war er 1940-44 präsent. Die Nähe zum Nationalsozialismus machte die berufliche Situation Mellers nach 1945 schwieriger. Dennoch blieben Aufträge nicht aus: Für die Deutsche Bundespost erstellte er auch die „Weltkarte mit Hermes“ (1962) in Bochum und den „Wagenlenker“ (1968, 2002 zerstört) in Hagen. UG
Quelle
Weitere Kunst im öffentlichen Raum
Jahr:
1922, 1985 (Nachguss)
Sent M'Ahesa
Künstler*in: Bernhard Hoetger
Jahr:
2012
Dragobert d'Hoesch
Künstler*in: Almut Rybarsch-Tarry
Jahr:
1936
Denkmal für die Opfer eines Grubenunglücks von 1935
Künstler*in: Wilhelm Wulff
Jahr:
1956
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Künstler*in: Vorname? Endlich, Herwarth Schulte u. Heinrich Bayer
Jahr:
1946/47
Denkmal für die gefallenen Sowjets
Künstler*in: F. J. Kraus
Jahr:
1924/25
Mahnmal für die 1914/18 gefallenen Bürger aus Dortmund
Künstler*in: Friedrich Bagdons
Jahr:
1965
Haltet Frieden
Künstler*in: Curt Unger
Jahr:
undatiert
o. T. (Kunstobjekt )
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1988
Gedenkstein für die Alte Kolonie Zollern II
Künstler*in: Künstler unbekannt
Jahr:
1994
Mahnmal an der Bartholomäuskirche
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
1973
o. T. (aufgeblätterter Pfeiler)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1973
o. T. (Schornstein)
Künstler*in: Horst Heckemüller, Theo Uhlmann, Axel Finke, Wolfgang Fräger
Jahr:
1994
Regenhexen
Künstler*in: Michael Odenwaeller
Jahr:
2005
Gedenktafel für den ersten Lütgendortmunder
Künstler*in: Theodor Nöker
Jahr:
2007
Gedenkstein für das 1125. Jubiläum von Kirchlinde