Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Bauen & Wohnen

„Bauturbo“ startet: 200 Wohnungen in Ex-VEW-Zentrale am Westfalenpark

Das imposante ehemalige VEW-Verwaltungsgebäude aus den 1970er-Jahren am Rheinlanddamm 24 steht schon länger leer. Mit Hilfe des Bauturbos könnte es schon bald zu neuem Leben erwachen. Ein Investor möchte dort einen Nutzungsmix umsetzen: Geplant sind 200 Wohnungen, Arztpraxen, Fitnesscenter und ein Quartiersladen.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
VEW-Zentrale an der B1
Ein „schillerndes Zeugnis der Verwaltungsbauten der 70er Jahre“: In der ehemaligen VEW-Zentrale soll künftig gewohnt werden.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Der Bürokomplex liegt an der Stadtkrone, grenzt unmittelbar an Westfalenpark und B1, einem Areal, dessen Bebauungsplan von 1973 lediglich Bürogebäude zulässt. Allerdings ist die angrenzende Nachbarschaft im Osten (z.B. Winterfeldtstraße) bereits seit langem durch Wohnbebauung geprägt.

Stefan Szuggat
Stefan Szuggat
Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Für eine Umnutzung von gewerblicher Nutzung zu Wohnzwecken hätte es eigentlich der Änderung des Bebauungsplanes bedurft. Wir haben mit dem Investor vereinbart, dass wir hier die Bauturbo-Regelung anwenden und das Projekt von den Grundzügen des Planungsrechtes befreien.

Gespräche sind weit fortgeschritten

Das Dezernat Umwelt, Planen und Wohnen hat zusammen mit dem Investor seit dem Ende des vergangenen Jahres in intensiven Abstimmungsgesprächen auf dieses Ziel hingearbeitet und die für den Bauturbo erforderlichen Vorarbeiten vorgenommen. Dazu zählt auch eine Prüfung möglicher zusätzlicher Umweltauswirkungen. Dies wäre der erste Anwendungsfall des neuen Bauturbos in Dortmund. Nun muss der Rat im März darüber entscheiden, ob er den Bauturbo in diesem Fall empfiehlt.

Erstes Dortmunder „Bauturbo"-Projekt

Der herkömmliche Weg gestaltet sich langwierig: Ein aufwändiges Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans müsste gestartet werden. Erst danach könnte ein Antrag auf Nutzungsänderung bzw. auf Baugenehmigung mit der grundsätzlichen Aussicht auf Erfolg gestellt werden.

Der „Bauturbo“ macht’s schneller und einfacher: Dank der Novelle im Baugesetzbuch des Bundes lassen sich nun auch Wohnungsbauprojekte ermöglichen, die von Bebauungsplänen abweichen.

Wohnen, wo früher gearbeitet wurde

Bis 2023 nutzte Amprion den Gebäudekomplex am Rheinlanddamm. Er besteht aus vier diagonal miteinander verbundenen siebengeschossigen Turmbauten, die - von oben betrachtet - wie eine Treppe angeordnet sind. 43.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche stehen zur Verfügung, plus eine Tiefgarage mit etwa 500 Stellplätzen.

Erbaut wurde das Haus 1973 bis 1976 nach Plänen des Architekturbüros Kraemer, Sieverts u. Partner für die früheren Vereinigten Elektrizitätswerke (VEW). Die Fassade ist durch die großen Fensterflächen mit bronzefarbenem Sonnenschutzglas, eingefasst in eloxierte Aluminiumrahmen, von besonderer Qualität. Das Gebäude repräsentiert die individuelle Bauweise von Verwaltungsbauten der 1970er Jahre.

Gebäude bleibt erhalten

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Ehemalige VEW-Zentrale an der B1.
43.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche stehen zur Verfügung, plus eine Tiefgarage mit etwa 500 Stellplätzen. Erbaut wurde das Haus 1973 bis 1976.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Der Gebäudebestand soll erhalten bleiben, Erweiterungen sind nicht vorgesehen. Der Umbau bietet die einmalige Chance, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen - in zentraler Lage und in unmittelbarer Nähe zum Westfalenpark.

Mit den Wohnungen und den ergänzenden gewerblichen Nachnutzungen verschwindet ein großer, mehrjähriger prominenter Leerstand. Es ist zudem eine nachhaltige Lösung: Durch den Erhalt des markanten Gebäudes bleibt sogenannte „graue Energie“ im Stein gebunden, also die Energie, die für den Bau einmal aufgewendet wurde. Der Anteil neuer grauer Energie für den notwendigen Umbau der Büros zu Wohnungen fällt deutlich kleiner aus als bei einem Neubau mit vorherigem Abriss.

Auch die Folgen für den Verkehr wurden betrachtet. Der Verkehr würde sich besser über den Tag verteilen, da der umfangreiche Pendlerverkehr zu Spitzenzeiten entfällt. Große Auswirkungen für Lärm und Luft sind somit nicht zu erwarten.

Schlagwörter

Wohnen Planen & Bauen

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Hoher Informationsbedarf: Zweite Veranstaltung zum Neubau der A45-Brücke geplant
Mi 14. Oktober 2026
Lütgendortmund
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund
Verkaufsstart: Tagestickets für die IGA 2027 ab sofort erhältlich
Di 13. Oktober 2026
Verkaufsstart der Tageskarten für die IGA 2027 jetzt gestartet.
Bild: Lars Heidrich
Wohnutopie im Herzen Dortmunds: LWL zeichnet Gartenstadt aus
Di 13. Oktober 2026
Häuserreihe in der Gartenstadt
Bild: Ingo Grübner
Neue Wege gehen: Dortmund muss beim Haushalt gegensteuern
Mo 12. Oktober 2026
Der neue Kämmerer der Stadt Dortmund, Torsten Bunte, im Portrait.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Infoabend in Barop: H-Bahn soll zur Ortsmühle verlängert werden
Mo 12. Oktober 2026
Hombruch
H-Bahn-Station "Universität S"
Bild: Dagny E. Klemm
Neue Ausstellungen bei Phoenix des Lumières
Do 8. Oktober 2026
Bild: Culturespaces / Markus Mielek
Grün statt grau: DOGEWO21 begrünt 186 Garagendächer
Do 8. Oktober 2026
Zwei Männer hocken auf einer Wiese und streicheln diese. Im Hintergrund ist links ein Hochhaus zu sehen.
Bild: Oliver Schaper / DOGEWO21
Laternen los! Vorverkauf für Sankt Martinszug im Westfalenpark gestartet
Do 8. Oktober 2026
Kinder mit Laternen beim Sankt Martinsumzug im Westfalenpark in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Maßnahmen gegen Müllsünder: Ermittlungsdienst Abfall mit Erfolgsbilanz
Mi 7. Oktober 2026
Illegal entsorgte Fässer
Bild: Entsorgung Dortmund GmbH
Neue Konzepte, mehr Service: So wird Bauen in Dortmund schneller
Mi 7. Oktober 2026
Ein Mann und eine Frau stehen an einem Neubau, die Frau hält einen Bauplan in der Hand und zeigt auf das Gebäude.
Bild: Stadt Dortmund
Zwischen Kürbissen und Pflanzen: Im Westfalenpark wird’s herbstlich bunt
Di 6. Oktober 2026
Innenstadt-Ost
Im Westfalenpark sind Pavillons aufgestellt, Menschen gehen spazieren. Am Wegesrand stehen Kürbisse.
Bild: Thimo Mallon
Natur-Reservat „Lanstroper See“: Wie aus Bergbau Wasserschutz wurde
Di 6. Oktober 2026
Scharnhorst
Der Lanstroper See in Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Stefanie Kleemann
Blick hinter die IGA-Kulissen: Kostenloses Baustellen- und Familienfest
Mo 5. Oktober 2026
Huckarde
Blick von oben über Industriegebäude
Bild: Dirk Baxmann
„Lassen Sie uns zusammenhalten": OB Kalouti im Video zum Tag der Deutschen Einheit
Sa 3. Oktober 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Umjubelte Entscheidung: Dortmund und Bochum sind Exzellenz-Unis
Fr 2. Oktober 2026
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze