Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Wirtschaftsförderung

550 Vermittlungen: Win-win-Konzept „Ausbildung im Quartier“

Unternehmen finden keinen Nachwuchs, Jugendliche keine Ausbildung. Zwei Herausforderungen, denen Dortmund mit einem innovativen Konzept begegnet. In diesem Jahr feiert das Erfolgsprojekt „Ausbildung im Quartier“ sein fünftes Jubiläum.

Informationen zum Datenschutz von dortmund.de finden in der städtischen Datenschutzerklärung .

Stadt Dortmund hilft bei der Vermittlung von Ausbildungsplätze direkt vor der Tür

Das Ziel des Projekts der Wirtschaftsförderung Dortmund: Schüler*innen von Haupt- und Gesamtschulen sollen möglichst direkt nach der Schule in eine duale Ausbildung starten – und zwar wohnortnah, im eigenen Bezirk. Dafür bringen zwölf Betriebsakquisiteur*innen der Wirtschaftsförderung die Schulen mit Unternehmen in der Nachbarschaft zusammen.

Damit Schüler*innen und Betriebe schon früh in Kontakt kommen und die Jugendlichen auch einen realistischen Eindruck vom Arbeitsalltag bekommen, lassen sich alle Seiten viel einfallen. Ein Malermeister aus Marten renovierte gemeinsam mit Schüler*innen der Hauptschule Kley deren Klassenraum – so erlebten die Jugendlichen ganz praktisch, was sie in der Maler- und Lackierer-Ausbildung erwartet. Die Bauunternehmung Bergmann und „Kocher Elektrotechnik“ unterstützen Schüler*innen der Hauptschule Scharnhorst dabei, eine selbstgebaute Hütte auf dem Schulgelände ans Stromnetz zu bringen.

Dazu kommen die klassischen Instrumente: Die Schüler*innen machen Praktika, besuchen die Betriebe und lernen deren Azubis kennen.

Eine Frau, Heike Marzen, steht vor einer Wand mit einer abstrakten Grafik.
Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung
Bild: Stadt Dortmund / Laura Koscholke

Mit „Ausbildung im Quartier‘ fördern wir direkt die Dortmunder Wirtschaft bei der Fachkräftegewinnung und unterstützen zudem Dortmunder Jugendliche bei ihrem Einstieg ins Erwerbsleben. Durch den Einsatz der Betriebsakquisiteur*innen in den Schulen sind wir nah an den Schüler*innen, aber auch vor allem nah an den Betrieben in den Quartieren.

550 Schüler*innen erfolgreich in Ausbildung vermittelt

Es ist ein Einsatz, der sich auszahlt: Seit dem Start von „Ausbildung im Quartier“ haben rund 550 Schüler*innen aus den teilnehmenden Schulen eine Ausbildung begonnen.

Der Anteil derjenigen, die diesen direkten Weg ins Arbeitsleben wählen, stieg dabei in den vergangenen fünf Jahren um zehn Prozentpunkte von 18 auf 28 Prozent, bei den Hauptschüler*innen sogar von 19 auf 30 Prozent.

Die meisten (42 Prozent) entschieden sich im Ausbildungsjahr 2023/24 für einen Handwerksberuf, 31 Prozent für einen Beruf im Bereich Gesundheit, Pflege und Erziehung und 27 Prozent für eine kaufmännische oder industriell-technische Ausbildung.

Diese Schulen machen mit bei „Ausbildung im Quartier“

Beteiligte Hauptschulen: Hauptschule am Externberg, Hauptschule Kley, Konrad-von-der-Mark Schule, Jeanette-Wolff-Schule, Schule am Hafen, Hauptschule Scharnhorst, Katholische Hauptschule Husen, Emscherschule

Beteiligte Gesamtschulen: Martin-Luther-King Gesamtschule, Gesamtschule Gartenstadt, Gesamtschule Scharnhorst, Gustav-Heinemann Gesamtschule

Bild: Stadt Dortmund / Videoredaktion
Mann im LKW-Führerhaus
Cevin Lotz über seinen Ausbildungsplatz: „Das ist alles echt faszinierend – und nur gut zehn Minuten von zu Hause entfernt.“
Bild: Stadt Dortmund / Videoredaktion

Von der Gesamtschule ins LKW-Führerhaus

Dazu gehört auch Cevin Lotz. Als Schüler der Martin-Luther-King Gesamtschule kam er zum ersten Mal in Kontakt mit dem Dorstfelder Unternehmen August Alborn. Das Familienunternehmen transportiert mit seiner Flotte Autokrane, Lokomotiven und andere extrem schwere und große Lasten – bis hin zu kompletten Häusern. Cevin Lotz hat hier eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer begonnen.

„Ich bin total begeistert, ich liebe das Arbeitsumfeld“, sagt der 17-jährige Martener. Seine Aufgaben: die Lastkraftwagen pflegen und warten, be- und entladen, die Ladungssicherheit überprüfen – und die LKW auch fahren. „Das ist alles echt faszinierend – und nur gut zehn Minuten von zu Hause entfernt,“ so Cevin Lotz.

Seine Chefin Uta Alborn ist stolz auf Cevin, der seinen LKW-Führerschein bald in der Tasche hat. „Für mich ist ,Ausbildung im Quartier‘ ein ganz wichtiges Projekt. Wir bekommen in diesem Jahr sogar schon unseren dritten Azubi dank der Zusammenarbeit. Wir sind dadurch viel näher an die Schülerinnen und Schüler herangekommen und hatten die Chance, unseren Bereich besser vorstellen zu können.“

Auch kleine Betriebe sollen profitieren

Der Rat der Stadt Dortmund hat im vergangenen Jahr beschlossen, das zunächst als Modell gestartete Projekt zu verstetigen. Das Team der Betriebsakquisiteur*innen hat sich vorgenommen, künftig die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 8 noch stärker in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus möchten sie in „ihren“ Quartieren gezielt kleine Betriebe ansprechen, damit auch diese von „Ausbildung im Quartier“ profitieren.

Weitere Kooperationspartner gesucht

Ein wichtiger Partner des Projekts war von Anfang an die Atlas Schuhfabrik: Das Dortmunder Unternehmen sponserte Arbeitsschuhe für Schulpraktikant*innen, da vielen Familien die Anschaffung der benötigten Spezialschuhe nicht möglich ist oder sich für z.B. ein Tagespraktikum nicht lohnt. Die Wirtschaftsförderung freut sich über weitere Partner aus der Wirtschaft, die die „Ausbildung im Quartier“ unterstützen.

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Tag der deutschen Einheit: Stadt verlegt vier Wochenmärkte vor
Do 1. Oktober 2026
Zwei junge Frauen laufen über den Wochenmarkt auf dem Hansaplatz und essen Trauben
Bild: Stephan Schütze
Rettung ohne Selbstgefährdung: DRZ lädt zum Innovation Hub Rettungsrobotik ein
Do 1. Oktober 2026
Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Rettungswagen.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Scharper
Westfalenhütte 2.0: Neue Pläne auf historischem Boden
Do 1. Oktober 2026
Innenstadt-Nord
Luftbildaufnahme des Westfalenhüttengeländes
Bild: Stahm Architekten, Braunschweig
Komisches Gefühl? App zu LINa!
Mi 30. September 2026
Pavlina Gjorgjeska präsentiert die LINa-App
Bild: Stadt Dortmund / Beate Hassel
Bund fördert mit 4,1 Mio. Euro: Dortmunder Bäder gehen nicht baden
Di 29. September 2026
Schwimmbecken im Hallenbad Mengede
Bild: Sportwelt Dortmund
Rat entscheidet über weitere Schritte beim Schulbau und wichtige Projekte
Di 29. September 2026
Der neue Ratssaal von oben.
Bild: Stadt Dortmund
Perspektiven für das Azad-Haus am Hansaplatz vorgestellt
Mo 28. September 2026
Einige Menschen sitzen auf einem Haufen Teppich und halten eine Machbarkeitsstudie als Plakat in der Hand.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Dortmund zieht die Haushaltsbremse für das vierte Quartal
Mo 28. September 2026
Südseite des Dortmunder Rathauses aus der Vogelperspektive
Bild: Janus Skop
Kein Olympia-Zuschlag: „Dortmund wird starke Sportstadt bleiben“
Sa 26. September 2026
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Bühne frei für Jugendkultur: nachtfrequenz 2026 mit zehn Veranstaltungsorten
Fr 25. September 2026
Ein junger Mann steht vor einem DJ-Pult und legt Platten auf.
Bild: Miu-Wah Lok
Trödeln unterm Turm: Der Westfalenpark lädt zum letzten Flo(h)rian in diesem Jahr
Fr 25. September 2026
Innenstadt-Ost
Flohmarktstände im Westfalenpark vorm Florianturm.
Bild: Stadt Dortmund
Erste Studie: KI in Dortmunds Unternehmen
Do 24. September 2026
Eine Hand verbindet virtuelle Symbole
Bild: Adobe Stock / vegefox.com
Netzwerk „Be CAREful“ bringt Fachkräfte, Betriebe und Nachwuchs zusammen
Do 24. September 2026
Innenstadt-Nord
Hilfe im Alltag: Pflegefachkräfte begleiten Menschen zu Hause und in Einrichtungen.
Bild: Adobe Stock
Archäologinnen und Archäologen finden einzigartiges Werkstattareal der Römerzeit
Mi 23. September 2026
Ausgrabungsteam an der Grabungsstelle im Dortmunder Westen mit den Überresten eines Ofens zur Metallverarbeitung.
Bild: Roland Gorecki
Stadt Dortmund verhängt Haushaltssperre
Di 22. September 2026
Nebeneinander liegende Euroscheine
Bild: SXC