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Gesundheit & Soziales

Bundesweit einzigartig: Ein Jahr Gratis-Gesundheit in der Nordstadt

Seit gut einem Jahr gibt es den Fachdienst Soziale Gesundheitsversorgung als eigene Fachabteilung im Gesundheitsamt. In dieser Zeit hat der bundesweit einzigartige Dienst an der Bornstraße 239 bereits 1.200 Menschen erreicht. Mit dem Fachdienst Soziale Gesundheitsversorgung richtet sich die Stadt Dortmund an besonders benachteiligte Menschen in schwierigen Lebenslagen. Dazu gehören wohnungslose und obdachlose Menschen, Menschen ohne Krankenversicherung sowie Menschen mit schweren psychischen oder sozialen Belastungen.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Mitarbeiter Fachdienst Soziale Gesundheitsversorgung
Sozialdezernantin Frauke Füsers (hinten, 2.v.li.) sprach dem Team des Fachdienstes Soziale Gesundheitsversorgung unter Leitung von Dr. Thomas Lenders (hinten links) Dank und Anerkennung aus.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Mit dem Fachdienst Soziale Gesundheitsversorgung ist Dortmund bundesweit die erste Kommune mit einem eigenen Fachdienst dieser Art. Das ist bemerkenswert – und typisch für Dortmund als soziale Stadt, weil uns Menschen in prekären Lebenslagen wichtig sind“, sagte Sozialdezernentin Frauke Füsers bei einer Jahresfeier in der Einrichtung. Die Feierstunde würdigte das Engagement vieler Menschen, städtischer Kooperationspartner und Einrichtungen, die diese Entwicklung über Jahre begleitet haben.

Frauke Füsers im Portrait.
Frauke Füsers
Sozialdezernentin der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Hier gibt es nicht nur eine Beratungsstelle und nicht nur eine Behandlungsstätte. Hier werden intensive soziale Arbeit und ärztliche Versorgung verzahnt – und genau das hilft, die Abwärtsspirale vieler Menschen in eine Aufwärtsspirale zu verwandeln.

Viele Hilfen unter einem Dach

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Behandlungszimmer Fachdienst Soziale Gesundheitsversorgung
In den Räumen an der Bornstraße behandelt der Mobile Medizinische Dienst Menschen, die sonst kaum Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Der neue Fachdienst bündelt unterschiedliche Angebote an einem Ort. Mehrere Berufsgruppen arbeiten eng zusammen und begleiten Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Stabilität. „Hier gibt es nicht nur eine Beratungsstelle und nicht nur eine Behandlungsstätte. Hier werden intensive soziale Arbeit und ärztliche Versorgung verzahnt – und genau das hilft, die Abwärtsspirale vieler Menschen in eine Aufwärtsspirale zu verwandeln“, so Füsers.

Zum Angebot gehören: allgemeinmedizinische Versorgung, psychiatrische Behandlung, sozialarbeiterische Begleitung, ein Wohnprojekt für psychisch erkrankte wohnungslose Menschen, aufsuchende Hilfen im Stadtgebiet und eine Methadonambulanz. Die Teams erreichen Menschen unbürokratisch dort, wo sie Unterstützung benötigen. „Man spürt das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Angebot ist verzahnt, multiprofessionell, zugänglich, niederschwellig und nachhaltig – das hat mich wirklich tief beeindruckt“, sagte Sozialdezernentin Füsers.

Bereits mehr als 1.200 Menschen erreicht

Schon im ersten Jahr konnten die Mitarbeiter*innen mehr als 1.200 Menschen begleiten und versorgen. Diese Zahl zeigt den hohen Bedarf. Sie dokumentiert auch, wie wichtig eine verlässliche Anlaufstelle für Menschen ist, die keinen Zugang zum regulären Gesundheitssystem finden.

Meilensteine des einzigartigen Angebotes

1991 startete das Methadonmodellprojekt, sieben Jahre später eröffnete die Städtische Methadonambulanz. 2008 wurde der Mobile Medizinische Dienst (MMD) aufgebaut, 2016 kamen psychiatrische Sprechstunden im MMD dazu. Im Jahr darauf bezog der MMD die Praxisräume an der Bornstraße, wo 2023 auch ein Team Soziale Arbeit angedockt wurde. Seit 2025 läuft die Arbeit und Hilfe unter diesem Dach als eigene Abteilung im Gesundheitsamt.

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