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Zoo Dortmund

Das erste Foto: Löwen-Jungtiere entwickeln sich gut

Hombruch

Im Zoo Dortmund gibt es erfreuliche Nachrichten: Die zwölf Löwen-Jungtiere wachsen gesund und kräftig heran. Löwin Zuri brachte am 28. Juli fünf Jungtiere zur Welt. Drei Tage später, am 31. Juli, gebar Löwin Saba sieben weitere Jungtiere. Allen zwölf Welpen geht es gut. Auch die beiden Mütter sind wohlauf.

Bild: Zoo Dortmund
Eine Löwin liegt auf dem Boden. Sie säugt dabei vier Jungtiere.
Zoo-Löwen-Nachwuchs mit Mutter Zuri.
Bild: Zoo Dortmund

Saba und Zuri können mit ihren Jungtieren jederzeit die sogenannten Wurfboxen aufsuchen. Die geschützten Bereiche liegen hinter den Kulissen des Löwenhauses. Dort finden die beiden Mütter und ihre Jungen viel Ruhe und Sicherheit. Die Welpen verbringen dort den größten Teil des Tages mit ihren Müttern. Manchmal bleiben die Jungtiere auch allein in den Wurfboxen. In dieser Zeit bewachen Saba oder Zuri den Eingang von außen.

Erste kurze Ausflüge mit ihren Müttern führen die Kleinen inzwischen auch schon aus den Wurfboxen heraus. Noch kennen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger die Geschlechter der Jungtiere nicht. Das Team hält sich so weit wie möglich im Hintergrund. Damit gewährt es den Tieren die nötige Ruhe und vermeidet unnötige Störungen.

Löwenkater Boeti bleibt getrennt

Bild: Zoo Dortmund / Marcel Stawinoga
Löwe Boeti im Zoo Dortmund im Januar 2021.
Löwe Boeti lebt seit Januar 2021 im Zoo Dortmund.
Bild: Zoo Dortmund / Marcel Stawinoga

Löwenkater Boeti ist der Vater der zwölf Welpen. Er hält sich überwiegend auf den Außenanlagen des Löwenhauses auf. Dort können ihn die Besucherinnen und Besucher sehen.

Saba, Zuri und die Jungtiere bleiben weiterhin von Boeti getrennt. Dieses Vorgehen entspricht auch dem natürlichen Verhalten von Löwen. In der Natur ziehen sich Löwinnen vor der Geburt meist an einen geschützten Ort zurück. Dort bringen sie ihre Jungen zur Welt und kümmern sich zunächst allein um sie. Erst nach etwa sechs bis acht Wochen kehren sie mit dem Nachwuchs zum Rudel zurück.

Auch Saba und Zuri hielten vor ihren Geburten zunehmend Abstand von Boeti. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger trennten die beiden Löwinnen deshalb rechtzeitig von dem Kater. So erhielten die werdenden Mütter Ruhe für die Geburt und die erste Zeit mit ihren Jungen.

Zwei Schwestern kümmern sich gemeinsam um zwölf Welpen

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Zoo-Sprecher Marcel Stawinoga über das Wochenbett im Löwenhaus

Für Saba und Zuri ist der Nachwuchs eine besondere Aufgabe. Beide Löwinnen haben zum ersten Mal Junge. Zudem kümmern sie sich gleichzeitig um sehr große Würfe.

Bislang zeigen sich beide als aufmerksame und fürsorgliche Mütter. Besonders spannend ist das enge Zusammenspiel der beiden Schwestern. Saba und Zuri ziehen die zwölf Jungtiere gemeinsam auf. Beide säugen dabei nicht nur ihre eigenen Jungen, sondern auch die Welpen der jeweils anderen Mutter.

Dieses Verhalten kennen Fachleute auch aus der Natur. Löwinnen in einem Rudel helfen sich häufig bei der Aufzucht und säugen dabei auch fremde Jungtiere.

Portrait Marcel Stawinoga
Marcel Stawinoga
Zoo-Lotse und Artenschutzkoordinator Zoo Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Martin Baumeister

Saba und Suri teilen sich das Säugen auf. Die beiden sind ja zum ersten Mal Mutter und machen sich super. In der Natur sind Löwen ungefähr sechs Wochen vom Rudel getrennt. Die gehen in ein Versteck, wenn sie Nachwuchs haben. Die Zeit werden unsere Löwen hier auf jeden Fall auch benötigen. Und dann kann man vielleicht so langsam mal die Löwen bei uns sehen. Also sagen wir so Mitte, Ende September. Wir wollen uns aber nicht festlegen. Das Wohl der Tiere steht an erster Stelle.

Das Löwenhaus bleibt vorerst geschlossen

Damit Saba, Zuri und ihre zwölf Jungtiere weiterhin möglichst viel Ruhe haben, bleibt das Löwenhaus vorerst für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Die Tiere brauchen in dieser wichtigen ersten Lebensphase Zeit und einen möglichst störungsfreien Rückzugsort.

Wann das Löwenhaus wieder öffnen kann, lässt sich aktuell leider noch nicht sagen. Das Zoo-Team weiß, dass das Interesse der Besucherinnen und Besucher, den Löwen-Nachwuchs zu sehen, groß ist. Doch steht das Team in der Verantwortung für das Wohl der Tiere und bittet daher alle Interessierten noch um Geduld.

Der Zoo Dortmund informiert, sobald es neue Entwicklungen gibt und eine Öffnung wieder möglich ist.

Schlagwörter

Tiere

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