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Kinder & Familie

Das Wichtigste für die Kleinsten: Dortmund stärkt Kindergesundheit von Anfang an

Alle Kinder sollen gesund aufwachsen – auch wenn ihr Alltag schwierig ist. Dieses Ziel verfolgt die Stadt Dortmund seit 2017 mittels verschiedener Maßnahmen. Mit dem Beschluss des Rates zum Kindergesundheitsziel der Stadt schlug Dortmund Pflöcke ein. Jetzt legt das Gesundheitsamt den politischen Gremien den Bericht zum „Gesundheitsziel für Dortmunder Kinder (2017-2025)“ vor.

Dortmund treibt seit 2017 mit großem Engagement das erste kommunale Kindergesundheitsziel voran: „Alle Kinder in Dortmund wachsen – auch unter schwierigen Lebensbedingungen – gesund auf.“ Es geht darum, Chancen zu verbessern und Ungleichheit abbauen, bevor sich Nachteile verfestigen. Diese Herausforderung betrifft nicht nur den Körper, sondern auch das soziale Miteinander und das Wohlbefinden.

Fünf Schwerpunkte – von seelischer Stärke bis Zahngesundheit

Bild: Joanna Nottebrock
Essen in einer Kita
Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil beim Thema Kindergesundheit.
Bild: Joanna Nottebrock

Die Stadt stützte sich dabei auf aktuelle Daten aus der Gesundheitsberichterstattung. Daraus entstanden fünf Schwerpunkte. Sie reichen von gesunder Ernährung über Bewegung und Entspannung und Lebenskompetenz bis zu seelischer Stärke.

Auch Zahngesundheit sowie Schutz vor Unfällen und Gewalt spielten eine zentrale Rolle. Zu Beginn stand vor allem die Vorbeugung von Übergewicht im Fokus.

Dezernate arbeiten für die Kindergesundheit zusammen

Für die Umsetzung bildete die Stadt eine zentrale Planungsgruppe für Prävention und Gesundheitsförderung. Eine zusätzliche Steuerungsrunde verband mehrere Dezernate. Zwei Arbeitsgruppen entwickelten passende Schritte für frühe Lebensphasen und für die Grundschule.

Eine schriftliche Befragung von Kitas und Grundschulen im Jahr 2018 brachte wertvolle Einblicke. Die Rückmeldungen zeigten vorhandene Angebote, machten Lücken sichtbar und eröffneten neue Möglichkeiten für gezieltes Handeln.

14 Maßnahmen von der Schwangerschaft bis zur Grundschule

Dortmund setzte insgesamt 14 Maßnahmen um. Studien belegen die Wirksamkeit dieser Ansätze unter anderem bei der Vorbeugung von Übergewicht. Dazu zählen beispielsweise Untersuchungen zum Programm „Klasse2000“ und zum EU-Schulobstprogramm.

Die Maßnahmen begleiteten Familien von der Schwangerschaft bis zur Grundschule und erreichten Kinder direkt in ihrem Alltag. Sie stärkten Kompetenzen, förderten gesunde Gewohnheiten und unterstützten Familien frühzeitig.

Dazu zählten unter anderem:

  • zusätzliche Beratung in gynäkologischen Praxen
  • Ausbau der Stillförderung
  • Fortbildungen für Tagespflege und Kitas
  • trägerübergreifende Standards für gutes Essen
  • eine intensivere Teilnahme am EU-Schulobstprogramm
  • mehr Bewegung und Mobilitätsprogramme an Grundschulen
  • das Programm „Klasse2000“ zur Gesundheitsförderung
  • der Einsatz einer Fachkraft für Gesundheitsförderung an zwei Grundschulen in Lütgendortmund

Frauke Füsers im Rathaus Dortmund
Frauke Füsers
Dezernentin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit
Bild: Stadt Dortmund / Torsten Tullius

Besonders Stellen in der Gesundheitsförderung und in den Frühen Hilfen benötigen langfristige Perspektiven. So gelingt eine stabile Begleitung von Familien über Jahre hinweg.

Finanzierung entscheidet über Zukunft – Rat erhält Evaluationsbericht

„Dortmund hat in den vergangenen Jahren ein starkes Fundament für gesundes Aufwachsen gelegt. Die geschaffenen Angebote zeigen ihre Wirkungen und Erfolge. Viele Projekte liefen jedoch nur dank verschiedener Förderungen, unter anderem aus dem Pakt ÖGD, aus Frühen Hilfen, vom StadtSportBund Dortmund und von Krankenkassen“, erläutert Gesundheitsdezernentin Frauke Füsers.

Sie ergänzt: „Teilweise ist die Förderung jedoch befristet und für eine verlässliche Fortsetzung und zur Sicherung von Qualität und Kontinuität braucht es dauerhafte Mittel. Besonders Stellen in der Gesundheitsförderung und in den Frühen Hilfen benötigen langfristige Perspektiven. So gelingt eine stabile Begleitung von Familien über Jahre hinweg.“

Damit die gestarteten Angebote gegen Übergewicht und für die Gesundheit von Kindern an Schulen dauerhaft weiterlaufen können, braucht es ab 2027 die Verstetigung der personellen Ausstattung. Diese Stelle wurde bisher im Rahmen des GKV-Modellprojekts (2022–2026) finanziert und müsste danach dauerhaft gesichert werden. Dazu wird dem Rat der Stadt Dortmund ein gesonderter Evaluationsbericht vorgelegt.

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