Mehr Power für eine große Mission: Dortmund nimmt Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität
Dortmund erhält eine wichtige europäische Klimaschutz-Auszeichnung der Europäischen Union: Als eine der „100 nachhaltigen und intelligenten Städte bis 2030“ erhält sie ein „Mission Label“. Das bedeutet Zugang zu Fördertöpfen, internationalen Netzwerken – und ganz viel Rückenwind für das große Ziel der Klimaneutralität.
Die Stadt Dortmund will bis 2035 klimaneutral werden, um ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte Zukunft zu bieten. Dieses ambitionierte Ziel, mit dem die Stadt zehn Jahre schneller sein will als die Bundesregierung es vorgibt, hatte der Stadtrat im Dezember 2021 beschlossen. Seitdem hat die Stadt schon viel angestoßen, um das Ziel zu erreichen. Neue Schubkraft könnte jetzt durch die EU-Mission „100 nachhaltige und intelligente Städte bis 2030“ der Europäischen Union kommen. Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030, ist die EU-Mission noch ehrgeiziger als die Stadt – allein dies ist bereits Ansporn. EU-Missionen sind Forschungs- und Entwicklungsinstrumente, um hochgesteckte Ziele zu erreichen und gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen – innovativ und interdisziplinär.
Zukunftskurs mit zentraler Strategie im „Klimastadtvertrag“
Die Stadt Dortmund hat 2025 alle Projekte zur Klimaneutralität in einem umfangreichen „Klimastadtvertrag“ zusammengetragen und mit Berechnungen zu konkreten Emissionseinsparungen hinterlegt. Jetzt ist klar: Die Bewerbung mit dem „Klimastadtvertrag“ war erfolgreich. Die europäische Kommission überreicht Dortmund voraussichtlich im Mai das sogenannte „Mission Label“. Durch die Label-Vergabe erhält Dortmund nicht nur Zugang zu einem breiten Netzwerk auf nationaler und internationaler Ebene, sondern auch zu weiteren Fördermöglichkeiten. So kann sie den Klimaschutz vor Ort noch dynamischer voranbringen.
Bewerbung wurde im September eingereicht
Den Klimastadtvertrag (Climate City Contract) hatte Dortmund im September 2025 bei der europäischen Kommission eingereicht. In diesen Dokumenten hat die Stadtverwaltung dargestellt, wie der Pfad für Dortmund zur Klimaneutralität bereits bis zum Jahr 2030 aussehen kann. Er bündelt Strategien, Projekte sowie Investitionen und setzt zusätzliche Impulse, um Klimaziele zu erreichen. Die Stadtgesellschaft, erste Unternehmen, Institutionen und Vereine haben mit am Konzept gearbeitet. Doch es sollen noch weitere Mitwirkende folgen. Denn am Ende schafft Dortmund das Klimaneutralitätsziel nur gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren der Stadt:
„Dortmund hat bereits große Fortschritte im Klimaschutz gemacht und die Auszeichnung mit dem Mission Label ist eine wichtige Bestätigung dieses Weges mit starkem Signal für unser Ziel der Klimaneutralität“, sagt Umweltdezernent Stefan Szuggat. „Entscheidend ist nun, dass wir gemeinsam diesen Weg weitergehen. Und dazu lade ich alle Akteure dieser Stadt ein sich zu beteiligen, um so gemeinsam innovative und tragfähige Lösungen für ein klimaneutrales Dortmund zu entwickeln.“
„Mission Klima“ bündelt verschiedene Aktivitäten
Klimaschutz hat Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche: „Ein erfolgreicher Klimaschutz bedeutet eine Investition in eine sichere Zukunft und eine Steigerung der Lebensqualität“, stellt Dr. Theresa Eckermann, die Leiterin des Umweltamtes heraus. „Eine nachhaltige Wärmeversorgung macht unabhängig von globalen Energiemärkten. Die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung sorgt für ein ästhetisches Stadtbild, verbessert die Luftqualität, sorgt für Abkühlung im Sommer und für weniger Überschwemmungen bei Starkregenereignissen. Bessere ÖPNV-Verbindungen und höhere Verkehrssicherheit für Radfahrende sorgen für eine höhere Mobilitätsfreiheit. Der Ausbau der E-Mobilität verbessert die Luftqualität und verringert den Lärm. Eine nachhaltige Lebensmittelversorgung in der Gemeinschaftsverpflegung führt zu gesundem Essen und stärkt die lokale Landwirtschaft. Alles hängt zusammen.“
Anhand der Beispiele wird klar: Klimaschutz zieht sich als Thema stadtweit durch sehr viele Bereiche und Ebenen, nicht nur bei der Stadtverwaltung, sondern weit darüber hinaus. Bei der Umsetzung müssen viele Faktoren gut ineinandergreifen. Ein fachbereichsübergreifendes stadtinternes Projektteam koordiniert diese komplexen Aufgaben und wirbt um Mithilfe: „Klimaschutz macht unsere Stadt lebenswerter und fairer“, betont Marion Röcke, Koordinatorin für Klimatechnologien bei der Stadt Dortmund. „Damit wir dem ambitionierten Ziel der Klimaneutralität Schritt für Schritt näherkommen, sind wir auf die Bereitschaft der Dortmunderinnen und Dortmunder angewiesen, sich auf Veränderungen einzulassen. Das betrifft die Stadtverwaltung ebenso wie die Unternehmen und die Privathaushalte.“
Wie es weiter geht
Die Stadtverwaltung begleitet und koordiniert die Umsetzungsphase in den nächsten Jahren unter der Überschrift „Mission Klima“. Dazu gehören auch Informations- und Beteiligungsangebote. Über eine Veranstaltung zur Vergabe des Labels sowie weitere Aktionen rund um die EU-Mission und den Klimastadtvertrag wird die Stadtverwaltung zeitnah online informieren. Mehr Infos gibt es auf der städtischen Homepage unter