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Museumsgespräch erinnert an die Steinhauser Hütte in Witten

Inhalt bereitgestellt von: Pressestelle Stadt Dortmund

Vergessene Stahlgeschichte wird lebendig: Ein Museumsgespräch im Hoesch-Museum stellt am Donnerstag, 26. Februar, um 18 Uhr die Steinhauser Hütte in Witten vor, deren Überreste 2018 wiederentdeckt wurden. Fachleute berichten über Ausgrabungen, Funde und Alltag der frühen Stahlindustrie.

Das Hoesch-Museum lädt zu einem Museumsgespräch über die „Vergessene Stahlzeit“ ein. Im Mittelpunkt steht die Steinhauser Hütte in Witten, ein bedeutender, heute nahezu verschwundener Standort der frühen Stahlindustrie. Die 1855 gegründete Hütte produzierte bis etwa 1892 Stahl. Nach der endgültigen Stilllegung 1921 wurden die verbliebenen Anlagen abgebrochen, das Gelände geriet in Vergessenheit. Erst Anfang 2018 stießen Bauarbeiten zufällig auf Fundamente. Die Entdeckung löste eine der größten industriearchäologischen Untersuchungen in Westfalen aus.

Spannende Funde zeigen vergessene Stahlgeschichte

Über die Ausgrabungen berichten Dr. Olaf Schmidt-Rutsch vom LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen und Ingmar Luther, Leiter der Unteren Denkmalbehörde Dortmund. Beide waren maßgeblich an den Untersuchungen beteiligt und geben Einblicke in Methoden, Ergebnisse und Bedeutung der Funde. Archäologinnen und Archäologen legten auf rund 20.000 Quadratmetern Fläche Fundamente und Überreste eines gewaltigen Stahlwerks frei. Die Befunde dokumentieren drei unterschiedliche historische Stahlproduktionsverfahren und zeichnen zugleich ein Bild der Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der Eintritt zur Veranstaltung im Hoesch-Museum an der Eberhardstr. 12 ist frei.

dortmund.de/hoeschmuseum

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