Neuer Gleichstellungsausschuss hat seine Arbeit aufgenommen
Heute ist ein besonderer Tag für Dortmund: Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt hat ein Ausschuss für Gleichstellung getagt. Um 15:01 Uhr hat die Vorsitzende Michaela Krafft (SPD) die Sitzung eröffnet.
Mit dem Fachausschuss stärkt der Rat der Stadt die politische und institutionelle Verankerung von Gleichstellung in der Kommunalpolitik. Der neue Ausschuss ergänzt die Arbeit der bestehenden Ausschüsse um die Perspektive der Gleichstellung von Männern und Frauen sowie der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt. Er begleitet zentrale Strategien und Maßnahmen der Stadt.
„Mit dem neuen Ausschuss schafft die Stadt Dortmund ein politisches Forum, in dem Gleichstellungsthemen künftig stärker in die kommunalpolitische Beratung rücken“, sagt Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund. Feldmann weiter: „Der neue Ausschuss ist ein wichtiges und nötiges Signal für Frauen und queere Menschen in Dortmund - vergleichbar mit der Gleichstellungskommission, die vor 40 Jahren leider nur für ein paar Jahre aktiv war.“
Erste Sitzung: Überblick über aktuelle Gleichstellungsarbeit
In seiner ersten Sitzung erhielten die Ausschussmitglieder unter anderem einen Überblick über die Aufgaben und aktuellen Arbeitsschwerpunkte des Gleichstellungsbüros der Stadt Dortmund. Außerdem wurde der Aktionsplan der Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen (LSBTIQ*) vorgestellt.
Zusammensetzung und Aufgaben
Der Gleichstellungsausschuss besteht aus 21 Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürger*innen. Die Zusammensetzung orientiert sich am Stärkeverhältnis der im Rat vertretenen Fraktionen. Zusätzlich werden Expert*innen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen in die Arbeit des Gremiums eingebunden.
Zu den Aufgaben des Ausschusses gehört es unter anderem, gleichstellungsrelevante Themen aus unterschiedlichen Politikfeldern aufzugreifen, Empfehlungen an den Rat und andere Ausschüsse zu formulieren und zentrale Strategien der Stadt zu begleiten.
Ergebnis eines politischen Prozesses
Die Einrichtung des Gleichstellungsausschusses ist das Ergebnis eines längeren politischen Prozesses. Die Idee wurde zunächst von Ratsfrauen über Fraktionsgrenzen hinweg diskutiert. Auch die Arbeitsgemeinschaft Dortmunder Frauenverbände hatte sich wiederholt für ein solchen Gremiums ausgesprochen.
Im Juli 2025 hat der Rat der Stadt Dortmund dann die Verwaltung damit beauftragt, ein Konzept für einen Gleichstellungsausschusses zu erarbeiten. Auf dieser Grundlage beschloss der Rat zu Beginn der neuen Legislaturperiode die Einrichtung des neuen Fachausschusses.