Sachbearbeiter*in für Beteiligung und soziale Innovation in der Nordstadt (m/w/d)
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt ist in der Stabsstelle ‚Strategische Sozialplanung‘ im Dezernat für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit eine Planstelle als
Sachbearbeiter*in für Beteiligung und soziale Innovation in der Nordstadt (m/w/d)
neu zu besetzen.
Die Ausschreibung richtet sich an Beamt*innen der Laufbahngruppe 2, Ämtergruppe des 1. Eingangsamtes des nichttechnischen Dienstes bzw. an Verwaltungsfachangestellte, die den Verwaltungslehrgang II erfolgreich abgeschlossen haben.
Darüber hinaus richtet sich die Ausschreibung auch an Bewerbende, die über ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor oder FH-Diplom) der Fachrichtungen Erziehungs-, Politik-, Kultur- oder Sozialwissenschaft sowie Soziologie verfügen. Die Planstelle ist nach Entgeltgruppe EG 10 des TVöD (AT/VERW) bzw. Besoldungsgruppe A 11 LBesO NRW bewertet.
Großstädte sehen sich vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Eine älter werdende Gesellschaft, Zuwanderungsphänomene, Diversität, Segregation, sich verändernde Arbeitsmärkte – das sind nur einige der Herausforderungen, die stadtgesellschaftlich wirken. Eine vorausschauend ausgerichtete Strategische Sozialplanung muss hier Antworten finden.
Die im Dezernat für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit der Stadt Dortmund angesiedelte Stabsstelle ‚Strategische Sozialplanung‘ arbeitet mit dem Leitziel, allen Dortmunder*innen gute Start- und Rahmenbedingungen zu ermöglichen und sie zur gestaltenden Teilhabe einzuladen. Vor diesem Hintergrund entwickelt die Sozialplanung ihre Gesamtstrategie gegen Armut und soziale Ausgrenzung im Quartier ständig bedarfslagenorientiert weiter. In diesem Kontext gilt es, das stadtgesellschaftliche Miteinander zu aktivieren und zu stärken, indem haupt- und ehrenamtlich engagierten Akteur*innen, insbesondere aber die Bewohner*innen selbst, unterstützt werden. Zentral ist dabei die aktive Beteiligung der Menschen, insbesondere derjenigen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht ausreichend gehört werden, obwohl sie interessiert und zur Mitgestaltung bereit sind.
Ziel der Strategischen Sozialplanung ist es daher, Strukturen und Formate für die aktive Beteiligung zu entwickeln und systematisch zu verankern. Dafür sollen örtliche Aktivitäten strukturiert und koordiniert, Ressourcen akquiriert und gebündelt, Programme und Konzepte entwickelt und die Nutzung diverser Informations- und Vernetzungsmedien und -formate – insbesondere auch digital – aufgebaut, gepflegt/administriert werden. So sollen die Lebensrealität und die Perspektiven der Menschen vor Ort in sozialplanerische Entscheidungsprozesse einbezogen und darüber ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten erweitert, Handlungskompetenz aufgebaut, Verantwortungsbereitschaft und Selbstwirksamkeit erhöht und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden.
Zur Umsetzung der damit zusammenhängenden Aufgaben wird in der im Dezernat für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit angesiedelten Stabsstelle ‚Strategische Sozialplanung‘ der Arbeitsbereich ‚Innovationsraum Nord‘ aufgebaut. Der Arbeitsschwerpunkt liegt dabei in der Dortmunder Nordstadt. Perspektivisch sollen gute Ansätze auf weitere Quartiere übertragen werden.
Zu den Zielen des Teams gehören insbesondere:
- Starke und koordinierte digitale und bürgerschaftliche Potenziale und stadtgesellschaftliches Engagement in den Quartieren durch direkte, aktive Beteiligung der Bewohner*innen
- direkte Zusammenarbeit mit den Zielgruppen, die Entwicklung passender Formate und die gemeinsame Erarbeitung bedarfsgerechter Lösungen
- ‚Peer-Akademie‘ zur Aktivierung und Qualifizierung engagierter Bewohner*innen und ‚Ideenraum‘ für Diskussionen und Dialoge
- Verstetigte Beteiligungsformate als Teil der strategischen Sozialplanung
- Erkenntnistransfer zwischen Sozialplanungsprozessen und praktischer Beteiligung
- Vertrauen zwischen Verwaltung und Bewohner*innen
Aufgaben
- Beteiligungsformate: Entwicklung und Umsetzung bedarfsgerechter analoger und digitaler Ansprachemethoden und Beteiligungsformate für unterschiedliche Gruppen, Gesprächsmoderationen, Auswertung und Dokumentation der Beteiligungen
- Zielgruppen-Aktivierung und Multiplikator*innen-Arbeit: aktive Ansprache und direkte Einbindung von Zielgruppen im Quartier, Entwicklung von Mentoring-Programmen und Empowerment-Workshops, Identifikation und Gewinnung von Zielgruppen als Multiplikator*innen, Zielgruppen- und Multiplikator*innen-Bindung, Peer-Mentoring, Vertrauensbildung, Verankerung der Maßnahmen
- Vertrauensaufbau und Community-Management: Gestaltung eines offenen Raums als Ort für Ideen und Austausch und eines safe Space; Präsenz im Begegnungszentrum ‚Mittendrin in…‘; Aufbau einer niedrigschwelligen Anlaufstruktur und Netzwerkarbeit
- Digitalisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Produktion digitaler Beiträge, einer digitalen Netzwerkkarte und/ oder Austausch-Plattform; Förderung digitaler Beteiligung und ‚Information
- Perspektivisch: Durchführung von Nordstadt-Konferenzen, -Fachtagen und -Börsen
Die Aufgabenwahrnehmung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den im Team ‚Strategische Sozialplanung‘ angesiedelten Aufgabenbereichen und Strategien sowie in Kooperation mit den vor Ort tätigen Akteur*innen. Ein Teil der Aufgaben erfordert Präsenz außerhalb der regulären Arbeitszeiten, etwa im Rahmen von Abendveranstaltungen oder Terminen mit Bewohner*innen vor Ort. Die Stelle erfordert ein hohes Maß an Präsenz im Sozialraum sowie die Fähigkeit, vertrauensvolle Beziehungen zu schwer erreichbaren Zielgruppen im direkten Kontakt aufzubauen.
Anforderungsprofil
- Sehr gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch oder Französisch sowie mindestens einer weiteren Fremdsprache (insbesondere Bulgarisch, Rumänisch, Romanes, Arabisch oder Spanisch; weitere für die Nordstadt relevante Sprachkenntnisse sind von Vorteil)
- praktische Erfahrung in der direkten, operativen Zusammenarbeit mit sozial benachteiligten oder marginalisierten Zielgruppen (z.B. aufsuchende Arbeit, ehrenamtliche Tätigkeit, Community-Arbeit, Projektarbeit im Quartier)
- Bereitschaft, außerhalb regulärer Arbeitszeiten, vor allem in den Abendstunden, an Veranstaltungen und Terminen teilzunehmen
Angesprochen sind insbesondere Menschen mit
- der Fähigkeit, Inhalte verständlich und zielgruppengerecht aufzubereiten (analog und digital) sowie ersten Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von Formaten für unterschiedliche Gruppen (z. B. Workshops, Aktionen, einfache Online-Beteiligung)
- einem grundsätzlichen Interesse an digitalen Kommunikations- und Beteiligungsformaten sowie der Bereitschaft, sich in entsprechende Tools und Methoden einzuarbeiten; einem grundlegenden Verständnis für digitale Kommunikationskanäle (z. B. Social Media, E-Mail)
- herausragendem Interesse an einer wertschätzenden Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Akteur*innen und Zielgruppen und der Bereitschaft, sich mit ihren Meinungen, Blickwinkeln und Perspektiven auseinanderzusetzen
- idealerweise fundierter Erfahrung in der Dortmunder Nordstadt bzw. vergleichbaren sozialräumlichen Kontexten mit Kenntnissen lokaler Strukturen und Akteur*innen-landschaften
hoher Kommunikationsbereitschaft und guter Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift
Sonderhinweise
Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Ihre Ansprechpartnerin in der Stabsstelle ‚Strategische Sozialplanung‘ ist Frau Gözde Akkus, Tel.: 0231/5016147
Arbeitgeberin Stadt Dortmund
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Aufgaben in Teilzeittätigkeit wahrzunehmen. Eine flexible Arbeitszeitgestaltung kann – orientiert an den dienstlichen Erfordernissen – vereinbart werden.
Die Stadt Dortmund ist Trägerin des Prädikats Total E-Quality – Engagement für Chancengleichheit und Diversity. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen nach den Bestimmungen des Landesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Schwerbehinderten sind ebenso erwünscht.
Wir sind eine welt- und kulturoffene Stadt. Es entspricht unserem Selbstverständnis, allen Menschen in der Stadt gleiche Teilhabe und Chancen auf allen Ebenen der Gesellschaft zu ermöglichen. Chancengerechtigkeit, Gleichstellung und der Umgang mit Interkulturalität sind daher notwendige und unverzichtbare Elemente unseres Verwaltungshandelns. Wir erwarten daher von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie sich mit dieser Zielsetzung identifizieren.
Ihre Bewerbung kann nur berücksichtigt werden, wenn Sie diese bis zum 13.05.2026 über unsere Karriereseite (dortmund.de/karriere) online einreichen. Die Erfassung per E-Mail oder Post übersandter Bewerbungen ist grundsätzlich nicht möglich.
Wir bitten zu beachten, dass Kosten, die Ihnen im Rahmen des Bewerbungsverfahrens oder Ihrer persönlichen Teilnahme am Auswahlverfahren entstehen, leider nicht übernommen werden können.
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