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Markentafel im Hoeschmuseum

Hoesch-Museum

Bildvortrag

Albert Ganzenmüller - NS-Täter und Transportspezialist bei Hoesch

Die Referentin Erika Rosenberg-Band spricht über den ehemaligen Hoesch-Angestellten und NS-Täter Albert Ganzenmüller, der nach seiner Flucht nach Argentinien ab 1955 für die Dortmunder Hoesch-AG arbeitete.

Als Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium organisierte Albert Ganzenmüller die Züge in die Vernichtungslager. Bereits wenige Tage nach Beginn der Deportationen konnte er verkünden: „Seit dem 22.7. fährt täglich ein Zug mit je 5000 Juden von Warschau über Malkinia nach Treblinka, außerdem zweimal wöchentlich ein Zug mit 5000 Juden von Przemysl nach Belzec.“ Nach der Befreiung entzog er sich der Justiz. Über die sogenannte Rattenlinie, eine organisierte Fluchtroute und ein Netzwerk von Fluchthelfern, gelangte er nach Argentinien. Dort wurde er zum Berater der argentinischen Staatsbahnen. Nach dem Sturz Perons kehrte Ganzenmüller 1955 nach Deutschland zurück und arbeitete als Transportfachmann für die Hoesch AG in Dortmund.

Prof. Erika Rosenberg, 1951 in Buenos Aires geboren, ist Journalistin und Autorin, Übersetzerin und Dolmetscherin. Im Jahr 2014 wurde ihr das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande verliehen, im März 2016 erhielt sie den Austrian Holocaust Memorial Award des Österreichischen Auslandsdienstes. Erika Rosenberg war eine enge Vertraute der Schindler-Witwe Emilie, die nach vielen in Argentinien verbrachten Jahrzehnten wieder nach Deutschland zurückgekehrt war, und hat u.a. Biografien über Oskar und Emilie Schindler verfasst. Auf Einladung des Dortmunder Jugendrings besucht sie vom 5. bis 9. November Dortmunder Schulen.

Veranstaltungsinformation

Bildvortrag: Albert Ganzenmüller - NS-Täter und Transportspezialist bei Hoesch

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.
Donnerstag, 8. November 2018
18:00 Uhr

Veranstalter