Außenansicht Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Schaufenster

Worauf wir uns beziehen können. Interkultur Ruhr 2016-2021

Hinweis

Aus aktuellem Anlass wird weiterhin empfohlen, beim angegebenen Veranstalter nähere Informationen über die Durchführung von Veranstaltungen einzuholen.

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) öffnet seine Schaufenster erstmals für eine Ausstellung: Vom 30. April bis 6. Juni zeigt das Museum "Worauf wir uns beziehen können". Zu sehen, zu lesen und zu hören gibt es Einblicke und Perspektiven aus dem und für das postmigrantische Ruhrgebiet.

In Dortmund wie im Ruhrgebiet ist die Migrationsgesellschaft der Normalfall. Seit Beginn der Industrialisierung haben Menschen mit Migrationsgeschichte hier unzählige Initiativen, Strukturen und Selbstorganisationen gegründet, Orte bespielt oder künstlerische Arbeiten produziert. Sie erarbeiten seit Jahrzehnten Wege der Selbstermächtigung, der Emanzipation, des Empowerments und des Widerstands gegen Diskriminierung und rassistische Gewalt und zeigen diese auf.

Im Zentrum der Ausstellung steht die zum Jahreswechsel erschienene Publikation "Worauf wir uns beziehen können. Interkultur Ruhr 2016-2021". In Essays, Gesprächen, Kommentaren, Erinnerungen, Zukunftsentwürfen von Künstler*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen und einem eigens entstandenen fotografischen Essay geraten die sogenannten interkulturellen Ränder ins Zentrum. „Das Buch ist eine Reise in eine Zukunft, die schon längst da ist“, sagt Kurator Fabian Saavedra-Lara. „Es ist grundsätzlich pluralistisch und gibt der Gesellschaft der Vielen eine Stimme“.

Für die Ausstellung im Schaufenster des MKK wurden einige Texte aus der Publikation eingelesen. Die Audiodateien können über QR-Codes geöffnet und auch online abgerufen werden (https://bit.ly/36L82ZY). Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotografien von Fatih Kurçeren und ein Lichtobjekt von Kinan Hloubi. Besucher*innen wird empfohlen, ein Smartphone und Kopfhörer mitzubringen.

Die Ausstellung ist eine Kooperation von atelier automatique aus Bochum und Interkultur Ruhr. Nach der Premiere in Bochum ist die Präsentation im Museum für Kunst und Kulturgeschichte ihre zweite Station.

Interkultur Ruhr

Seit 2016 arbeitet und forscht Interkultur Ruhr, getragen vom Regionalverband Ruhr (RVR), an Formen einer diversen Gemeinschaft im Ruhrgebiet – in künstlerischen Kooperationen, mit Netzwerkaktivitäten und einem Förderfonds. Zum Abschluss der ersten sechs Jahre Programmarbeit von Interkultur Ruhr erschien die Publikation „Worauf wir uns beziehen können“, in der die Herausgeber*innen (Johanna-Yasirra Kluhs, Fabian Saavedra-Lara, Aurora Rodonò und Nesrin Tanç) und die beteiligten Autor*innen ein Panorama der postmigrantischen und postkolonialen Kulturlandschaft des Ruhrgebiets entwerfen.

Interkultur Ruhr ist ein Nachfolgeprojekt des Programmbereichs "Stadt der Kulturen" der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 und Teil der Nachhaltigkeitsvereinbarung zwischen dem RVR und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Publikation

"Worauf wir uns beziehen können. Interkultur Ruhr 2016-21", herausgegeben von Johanna-Yasirra Kluhs, Aurora Rodonò, Fabian Saavedra-Lara und Nesrin Tanç für Interkultur Ruhr, Strzelecki Books, Köln 2021. Arabisch, Bosnisch, Deutsch, Englisch, Griechisch, Portugiesisch, Romanes, Serbokroatisch, Spanisch, Türkisch, 320 Seiten, 25 Euro.

Veranstaltungsinformation

Schaufenster: Worauf wir uns beziehen können. Interkultur Ruhr 2016-2021

Nächster Termin:
Sonntag, 29. Mai 2022
(30.04.2022 - 06.06.2022)

Museum für Kunst und Kulturgeschichte
44137 Dortmund

Veranstalter

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Museum für Kunst und Kulturgeschichte