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Stadtarchiv

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Soeren Spoo

Vortrag

Die Spätverfolgung von NS-Verbrechen durch die deutsche Strafjustiz

Vortrag von PD Dr. Boris Burghardt

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs finden in Deutschland noch immer Strafverfahren gegen Beteiligte an NS-Verbrechen statt. Nie zuvor hat es Prozesse gegeben mit einer größeren zeitlichen Distanz zwischen den vorgeworfenen Taten und ihrer strafrechtlichen Ahndung. Der Vortrag beleuchtet die Spätverfolgung von NS-Verbrechen durch die deutsche Justiz aus verschiedenen Perspektiven. Konnte sie neue strafjuristische oder vergangenheitspolitische Akzente setzen? War sie überhaupt legitim? Oder steht am Ende die Erkenntnis, dass es zwar Vergangenheit gibt, die nicht vergeht, dass justizielle Tätigkeit aber einen Horizont haben sollte, der nicht allein durch die Lebenszeit der Tatbeteiligten bestimmt wird?

PD Dr. Boris Burghardt hatte im Sommersemester 2019 die Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut inne. Er ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht, Strafprozessrecht und Juristische Zeitgeschichte (Prof. Dr. Gerhard Werle) am Institut für Kriminalwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Jurist hat sich Boris Burghardt seit langem mit der strafrechtlichen Aufarbeitung von NS-Unrecht und mit verschiedensten Fragen des internationalen Völkerstrafrechts befasst.

Veranstaltungsinformation

Vortrag: Die Spätverfolgung von NS-Verbrechen durch die deutsche Strafjustiz

Donnerstag, 12. November 2020
19:00 Uhr

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
44147 Dortmund