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Veranstaltungskalender

Bild: Dortmund-Agentur / Soeren Spoo

Vortrag

Laienförderung und Kulturpolitik im Ruhrbergbau der Nachkriegszeit

von Dagmar Kift
im Rahmen der Ausstellung „Kunst & Kohle: SchichtWechsel“

Als der Bergbau nach dem Zweiten Weltkrieg neu geordnet wurde, erfolgte auch eine kulturelle Neubesinnung, und als es nach der Währungsreform wieder aufwärts ging, umgaben seine Kulturpolitiker und Bergleute die Leuchttürme der bürgerlichen Hochkultur mit einer revierumspannenden „Kultur von unten“: Die großen Zechengesellschaften stellten Kulturreferenten ein, die eine breite Laienförderung betrieben und Konzert- wie Ausstellungsreihen organisierten. Die Konzerte der Bergarbeiterchöre und Werksorchester waren im öffentlichen Raum sowie im Radio zu hören, Laienmaler und –fotografen stellten ihre Werke in den Zechen und den Begleitausstellungen der Ruhrfestspiele aus, die ihrerseits Arbeiter und Angestellte am kulturellen Erbe teilhaben lassen wollten. Der Vortrag verknüpft die Industrie- und Sozialgeschichte des Reviers um bislang weniger bekannte Aspekte seiner Kulturgeschichte zwischen Nachkriegszeit und Strukturkrise. Der Fokus liegt dabei auf der Kulturpolitik des Bergbaus sowie auf den kulturellen Aktivitäten der Bergleute zwischen Nachkriegszeit und Strukturwandel. Er schlägt aber auch einen Bogen zu anderen kulturellen Neuentwicklungen, die insbesondere zwischen 1946 und 1949 den Beginn eines breiten kulturellen Aufschwungs im Ruhrgebiet markieren: „Kultur durch Wandel – Wandel durch Kultur“, das Motto der Kulturhauptstadtbewerbung aus dem Revier, hätte auch damals schon Motto sein können.

Ebene 6

Veranstaltungsinformation

Vortrag: Laienförderung und Kulturpolitik im Ruhrbergbau der Nachkriegszeit

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.
Donnerstag, 19. Juli 2018
18:00 - 19:30 Uhr

Museum Ostwall im Dortmunder U
44137 Dortmund

Veranstalter