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Der Stoff des Lebens: Dortmund feiert den Welttag des Wassers

Am 22. März ist der Internationale Tag des Wassers. An diesem Tag soll auf die wichtige Ressource Wasser aufmerksam gemacht werden – und dem nachhaltigen Umgang damit.

Der Tag des Wassers ist ein internationaler Feiertag, der auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN hinweisen soll – in diesem Fall ist es das sechste Nachhaltigkeitsziel: Sauberes Wasser und Sanitär-Einrichtungen. Diese Ziele sollen bis 2030 dafür sorgen, dass das Leben auf der Erde verbessert wird.

UN-Ziel ist Grundlage für Tag des Wassers

Bild: Leopold Achilles
Kinder füllen ihre Flaschen am Trinkwasserbrunnen auf
Kostenfreie Erfrischung: Trinkwasserbrunnen am Spielplatz „Zukunftsapparat“.
Bild: Leopold Achilles

Das 6. Ziel der Agenda 2030 , „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“, beschäftigt sich mit der Gewährleistung von Verfügbarkeit und nachhaltiger Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle. Denn nur durch gemeinsames Handeln kann sich die globale Wassersituation für alle verbessern.

Für Dortmund bedeutet dies:

  • Sicherstellung des Zugangs zu Trinkwasser
  • Verbesserung der Wasserqualität durch die Verringerung der Verschmutzung
  • Behandlung des Abwassers
  • Umsetzung einer integrierten Bewirtschaftung der Wasserressourcen
  • Schutz der wasserverbundenen Ökosysteme
  • Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit und die Unterstützung der Länder im Globalen Süden im Bereich der Wasser- und Sanitärversorgung

Info

Das Thema für 2026 lautet „Wasser und Geschlecht“. Wasserknappheit betrifft alle Menschen, aber nicht gleichermaßen. Wo Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen haben, herrschen Ungleichheiten, unter denen Frauen und Mädchen am stärksten leiden.

Woher kommt das Dortmunder Trinkwasser?

Das natürliche Grundwasser reicht für die Versorgung des Dortmunder Stadtgebiets nicht aus. Deshalb basiert die Dortmunder Trinkwasserversorgung auf einer künstlichen Grundwasseranreicherung.

In den Wasserwerken an der Ruhr wird Wasser entnommen und durch verschiedene natürliche, mechanische und biologische Reinigungsstufen aufbereitet. Anschließend versickert es wieder im Boden, wo es sich mit dem natürlichen Grundwasser vermischt. Über Brunnen wird dieses Wasser danach gesammelt und an die Oberfläche gepumpt.

Für dieses Verfahren sind unter anderem große Versickerungsflächen entlang der Ruhr erforderlich. Die hohe Qualität des Ruhrwassers sowie dieser Flächen wird durch strenge Vorgaben des Wasserschutzes und die Ausweisung von Wasserschutzgebieten sichergestellt.

Mehr dazu finden Sie unter Trink- und Badewasser .

Sauberes Trinkwasser für alle dank regelmäßiger Qualitätsprüfungen

In Dortmund und in ganz Deutschland gehört Trinkwasser zu den am besten überwachten Lebensmitteln. Das Dortmunder Gesundheitsamt prüft regelmäßig die Qualität des Trink- und Badewassers. Damit Wasser genießbar ist, darf es keine gesundheitsschädlichen Eigenschaften aufweisen. Werden Auffälligkeiten festgestellt, werden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Versorgung des Dortmunder Stadtgebiets mit Trinkwasser erfolgt durch DEW21. Akkreditierte Untersuchungsstellen kontrollieren die Trinkwasserqualität regelmäßig. Die Ergebnisse sowie mögliche relevante Vorkommnisse werden dem Gesundheitsamt gemeldet.

Darüber hinaus wird die Wasserqualität an festgelegten Probenentnahmestellen in festen Zeitintervallen engmaschig überwacht – durch die Wasserwerke, durch DEW21 sowie durch DONETZ. Auch diese Befunde werden dem Gesundheitsamt vorgelegt.

Dortmund „rettet“ das kostbare Gut Wasser

Bild: Stadt Dortmund / Klaus Körmann
Ein Mann, welcher aus dem Gulli hinauf klettert und nett in die Kamera lächelt
Regelmäßig wird das weit verzweigte Kanalnetz in Dortmund gewartet.
Bild: Stadt Dortmund / Klaus Körmann

In Dortmund entstehen täglich Abwässer aus Haushalten, Unternehmen sowie durch Niederschläge auf Dächern, Straßen und anderen Flächen. Für die sichere und umweltgerechte Ableitung und Behandlung dieses Wassers ist die Stadtentwässerung verantwortlich.

Zu diesem Zweck betreibt und pflegt sie ein rund 2.000 Kilometer langes, weit verzweigtes Kanalnetz, das das Abwasser erfasst und zu den Kläranlagen der Wasserverbände weiterleitet. Darüber hinaus kümmert sich die Stadtentwässerung um die Sanierung und Unterhaltung der öffentlichen Kanäle sowie um den Ausbau des Netzes in neuen Erschließungsgebieten. Niederschlagswasser wird dabei nach Möglichkeit wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt. Ergänzend dazu werden im Stadtgebiet Versickerungs- und Rückhaltebecken mit einer Gesamtfläche von 33 Hektar betrieben und unterhalten.

Vor Wassermassen schützen: Dortmund wird zur Schwammstadt

Bild: EGLV / Rupert Oberhäuser
Das Hochwasserrückhaltebecken in Dortmund-Mengede.
In Mengede hat die Emschergenossenschaft ihr bestehendes Hochwasserrückhaltebecken ausgebaut, sodass es künftig den Inhalt von sieben Millionen Badewannen fassen kann.
Bild: EGLV / Rupert Oberhäuser

Um den Schutz vor Starkregen zu verbessern, den natürlichen Wasserkreislauf zu stärken und die Entwicklung hin zu einer klimaresilienten Schwammstadt zu beschleunigen, haben die Stadt Dortmund und die Emschergenossenschaft/Lippeverband (EGLV) eine neue Kooperation vereinbart.

Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen der Stadt Dortmund und der EGLV wurde der offizielle Start der Zusammenarbeit besiegelt. In den kommenden zehn Jahren sollen Projekte mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro umgesetzt werden. Mittlerweile hat die Emschergenossenschaft den Ausbau ihres größten Hochwasserrückhaltebeckens – die Emscher-Auen an der Stadtgrenze zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel – weitestgehend fertiggestellt. Das gesamte Fassungsvolumen von 1,1 Millionen Kubikmetern steht nun zur Verfügung. 2026 soll mit dem Wegebau am Wasser begonnen werden.

Zuletzt hatte sich die Stadt Dortmund für das Landesförderprogramm „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS) beworben, um Regenwasser in einem bestimmten Gebiet in Huckarde versickern zu lassen anstatt es nur in die Kanalisation fließen zu lassen. Die Umsetzung im Klimaquartier Huckarde würde durch das Amt für Stadterneuerung koordiniert und begleitet. Die stadtweite Koordination für KRiS liegt beim städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung.

Hausanschlüsse – wer ist für die Qualitätsprüfung verantwortlich?

Anlässlich des Weltwassertages weist der Eigenbetrieb Stadtentwässerung auf die große Bedeutung funktionierender privater Abwasseranlagen hin. Neben dem öffentlichen Kanalnetz leisten auch Grundstückseigentümerinnen und -Eigentümer einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz.

Private Abwasserleitungen, die in der Regel vom Gebäude bis zum städtischen Kanal führen, unterliegen der Verantwortung der Eigentümer. Undichte oder beschädigte Leitungen können dazu führen, dass Abwasser ins Erdreich gelangt und Boden sowie Grundwasser belastet werden. Darüber hinaus bergen schadhafte Leitungen erhebliche Risiken für die eigene Immobilie: Es kann zu Verstopfungen, Rückstau in Kellerräumen, unangenehmen Geruchsbelästigungen oder im schlimmsten Fall zu sogenannten Tagesbrüchen kommen, bei denen sich plötzlich Hohlräume im Erdreich bilden und Oberflächen absacken. Solche Schäden sind häufig mit hohem Sanierungsaufwand und erheblichen Kosten verbunden.

Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung empfiehlt daher, private Abwasseranlagen mindestens alle 30 Jahre von einem sachkundigen Fachbetrieb überprüfen zu lassen. Eine regelmäßige Kontrolle sorgt für langfristige Betriebssicherheit, schützt vor kostenintensiven Schäden und trägt aktiv zum Umwelt- und Gewässerschutz bei.

Eine funktionierende Grundstücksentwässerung ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten städtischen Infrastruktur. Wer seine Anlage regelmäßig überprüfen lässt, schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch den Wert der eigenen Immobilie.

Zum Thema

Fragen rund um die private Entwässerung, Zuständigkeiten oder Überprüfungsmöglichkeiten beantwortet der Bereich Grundstücksentwässerung beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung gerne. Sauberes Wasser ist eine Gemeinschaftsaufgabe – auf öffentlichen Flächen ebenso wie auf privaten Grundstücken. Kontakt unter zufu@stadtdo.de .

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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