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Gesundheitskiosk stärkt Gesundheit und Teilhabe in der Dortmunder Nordstadt

Seit knapp zwei Jahren gibt es den Gesundheitskiosk in der Nordstadt. Eine Evaluation zeigt nun: Das Angebot erreicht viele Menschen, erleichtert den Zugang zu Ärztinnen und Ärzten und unterstützt Familien früh und wirksam.

Die Stadt Dortmund setzt sich gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern für gute Bedingungen für ein gesundes Leben ein. Dabei richtet sich der Blick besonders auf Stadtteile, in denen Menschen stärker belastet sind oder nur schwer Zugang zum Gesundheitssystem finden. Ein Baustein dabei ist der Gesundheitskiosk. Das Gesundheitsamt legt den politischen Gremien eine umfassende Evaluation zur Arbeit des Pilotprojekts vor.

Pilot-Gesundheitskiosk im Stadtbezirk Innenstadt-Nord

Der Rat der Stadt Dortmund hatte den Aufbau eines Pilot-Gesundheitskiosks im Stadtbezirk Innenstadt-Nord im Mai 2024 beschlossen. Dort leben besonders viele Familien mit Kindern. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, passende Versorgungsangebote zu finden oder Termine bei Ärztinnen und Ärzten zu bekommen. Der Gesundheitskiosk hilft genau an dieser Stelle und bietet einfache Wege zu Beratung und Unterstützung.

Der Gesundheitskiosk

Das ist die Adresse des Gesundheitskiosk in der Nordstadt:

Gesundheitskiosk
Im Sozialen Zentrum
Westhoffstraße 8 - 12
44145 Dortmund

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Unterseite zum Gesundheitskiosk .

Viele Menschen erreicht und begleitet

„Die Auswertung zeigt eine sehr positive Entwicklung. Seit dem Start erreichte der Gesundheitskiosk rund 1.600 Menschen. Das Team berät Familien, begleitet sie zu passenden Angeboten und unterstützt sie bei Fragen rund um Gesundheit und Versorgung. Offene Sprechstunden, Veranstaltungen und persönliche Begleitung erleichtern vielen Menschen den Zugang zu Hilfe. Besonders Familien mit Kindern nutzen das Angebot“, erläutert Gesundheitsdezernentin Frauke Füsers.

Bereits kinderärztliche Betreuung für 100 Kinder erreicht

Ein wichtiger Erfolg zeigt sich bei der Versorgung von Kindern. Viele Familien finden nur schwer eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt. Der Gesundheitskiosk unterstützt aktiv bei der Suche und vermittelt passende Kontakte. Auf diese Weise sind inzwischen 100 Kinder in kinderärztlicher Betreuung, die zuvor keinen Zugang dazu hatten. Dadurch erhalten Familien wichtige Vorsorgeuntersuchungen und notwendige Impfungen für ihre Kinder.

Diese Schritte stärken die Gesundheit der Kinder. Gleichzeitig ermöglichen sie den Besuch von Kita und Schule. Damit verbessern sich auch Teilhabe und Bildungschancen.

Starkes Netzwerk in der Nordstadt

Die Evaluation zeigt auch eine enge Zusammenarbeit mit vielen Einrichtungen vor Ort. Beratungsstellen, soziale Dienste und weitere Partner vermitteln Menschen gezielt an den Gesundheitskiosk.

Die Einrichtungen im Netzwerk schätzen diese Zusammenarbeit sehr. Sie sehen bei vielen Familien einen großen Bedarf an verständlicher Beratung zu Gesundheit, Vorsorge und Versorgung. Der Gesundheitskiosk schließt damit eine wichtige Lücke im lokalen Angebot.

Frauke Füsers im Portrait.
Frauke Füsers
Dezernentin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Wir schaffen hier eine Beratung nah an den Menschen, zum Beispiel mit der Vermittlung von Terminen bei Kinderärzten. Nur so können wichtige U-Untersuchungen stattfinden und Kindern mehr Chancengerechtigkeit geboten werden.

Beratung und Information nah am Alltag der Menschen

Das Team des Gesundheitskiosks bringt Informationen direkt dorthin, wo Menschen ihren Alltag verbringen. Mitarbeitende bieten offene Sprechstunden bei verschiedenen Partnerorganisationen an und erreichen so viele Familien ohne lange Wege.

Bisher fanden rund 120 solcher Sprechstunden statt. Zusätzlich organisierte das Team 28 Fachvorträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Auch dort erhielten viele Menschen hilfreiche Informationen und praktische Unterstützung.

Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit

Das Fazit des Berichts: Der Gesundheitskiosk stärkt die gesundheitliche Teilhabe vieler Menschen in Dortmund. Familien erhalten Unterstützung, um die Gesundheit ihrer Kinder besser zu schützen und zu fördern.

Damit trägt das Angebot zu mehr sozialer Gerechtigkeit und gleichen Chancen auf Gesundheit bei. Besonders im kinderreichen Stadtbezirk Innenstadt-Nord zeigt sich der Nutzen dieses Ansatzes deutlich.

Perspektive über 2026 hinaus sichern

Die aktuelle Finanzierung des Angebots läuft über Mittel aus dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Diese Förderung endet am 31. Dezember 2026. Eine dauerhafte Finanzierung durch den Bund zeichnet sich derzeit nicht ab.

„Die Ergebnisse der Evaluation sprechen für sich: Das Team des Gesundheitskiosks erreicht viele Menschen und verbessert ihren Zugang zu Gesundheitsangeboten. Dieses erfolgreiche Angebot möchten wir sichern, damit die Menschen in der Nordstadt weiterhin verlässliche Beratung und Unterstützung rund um Gesundheit erhalten“, sagt Frauke Füsers.

Schlagwörter

Gesundheit & Pflege Kinder, Jugendliche & Familie

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