Planen & Bauen
Hier macht Dortmund beim Schulbau Tempo: Mehr Plätze an Gymnasien und Gesamtschulen
Um jedem Kind einen passenden Schulplatz anbieten zu können, investiert die Stadt Dortmund in zusätzliche Schulkapazitäten. An den drei Standorten Brackel, Eving und Hacheney entstehen dafür neue Schulgebäude und zusätzliche Schulplätze.
Die erforderlichen Grundsatzentscheidungen hat der Rat in der zweiten Jahreshälfte 2025 in mehreren aufeinander aufbauenden Beschlüssen auf den Weg gebracht. Nun folgen die nächsten konkreten Umsetzungsschritte.
Erste Arbeiten laufen bereits. In Hacheney werden beispielsweise mit den notwendigen Rückbauten auf dem Grundstück die Voraussetzungen für den anschließenden Schulbau geschaffen.
Bedarf an Schulplätzen steigt
Die Zahl der schulpflichtigen Kinder und damit der Bedarf an Schulplätzen hat sich in Dortmund in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Unterschiedliche Entwicklungen – unter anderem bei Bevölkerungsentwicklung und Zuzug – wirken dabei zusammen. Besonders hoch ist der zusätzliche Bedarf an Gesamtschulen und Gymnasien. Die Reihenfolge der Maßnahmen orientiert sich insbesondere an der zeitlichen Dringlichkeit und daran, was im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel umgesetzt werden kann.
Die Stadt hat drei Standorte festgelegt, an denen zusätzliche Schulplätze ab Klasse 5 entstehen sollen: Brackel (Ortsteil Wambel, nördlich der Sendstraße), Eving (nördlich des Heisenberg-Gymnasiums) und Hacheney (Fläche der ehemaligen Erstaufnahme-Einrichtung). Der Rat hat bereits beschlossen, dass die ab dem Schuljahr 2027/28 benötigten zusätzlichen Schulraumbedarfe zunächst durch Interimsquartiere gedeckt werden.
Eine übergreifende Vorlage legt fest, in welcher Reihenfolge die weiteren Bausteine des Sofortpakets umgesetzt werden sollen. Damit können die besonders zeitkritischen Maßnahmen zuerst vorangetrieben und die weiteren Projekte entsprechend der Haushaltsmöglichkeiten schrittweise umgesetzt werden.
Reihenfolge nach Dringlichkeit
Interimsquartiere Brackel und Derne
Die Interimsquartiere in Brackel und Derne haben die höchste Priorität im Sofortpaket. Sie müssen ab dem Schuljahr 2027/28 die erforderlichen zusätzlichen Schulplätze bereitstellen. Beide Standorte sind bereits in Planung. Eine gleichwertige Alternative zur rechtzeitigen Bereitstellung der erforderlichen Kapazitäten besteht derzeit nicht. Aufgrund zusätzlicher technischer und grundstücksbezogener Anforderungen steigen die Kosten gegenüber den bisherigen Planungen. Für Brackel werden derzeit Mehrkosten von rund 4,8 Mio. Euro, für Derne von rund 658.000 Euro erwartet.
Dauerhafter Schulstandort Brackel
Am Standort Brackel wird zum Schuljahr 2027/28 zunächst ein Interimsquartier für die Sekundarstufe I des neuen Gymnasiums eingerichtet. Da dessen Kapazität mit dem weiteren Aufwachsen der Schule absehbar nicht dauerhaft ausreichen wird, muss die Stadt parallel die dauerhafte Lösung vorbereiten. So können die benötigten Schulplätze rechtzeitig gesichert und weitere kostenintensive Interimslösungen vermieden werden. Der dauerhafte Neubau des geplanten Gymnasiums einschließlich der dazugehörigen Sporthalle soll aufgrund der räumlichen Bedingungen und aus wirtschaftlichen Gründen in einem zusammenhängenden Bauabschnitt umgesetzt werden.
Dauerhafter Schulstandort Eving
Am Standort Derne entsteht zunächst das Interimsquartier für die neue Gesamtschule. Parallel muss die dauerhafte Sekundarstufe I am Standort Eving vorbereitet werden, damit mit dem Aufwachsen der Schule rechtzeitig ausreichende Kapazitäten zur Verfügung stehen. Weitere Bausteine – insbesondere die Sekundarstufe II und die Sporthalle – können entsprechend dem tatsächlichen zeitlichen Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten nachgelagert umgesetzt werden.
Hacheney
In Hacheney laufen mit den Rückbau- und vorbereitenden Arbeiten bereits erste sichtbare Umsetzungsschritte. Mit der Verlagerung und Erweiterung der Gesamtschule im Süden entstehen zusätzliche dauerhafte Schulkapazitäten. Die vorgesehene Vierfach-Sporthalle bleibt Bestandteil des Standorts, kann gegenüber den unmittelbar benötigten Schulgebäuden jedoch zeitlich nachgeordnet umgesetzt werden.
- Sekundarstufe II Gesamtschule in Hacheney 24.300.000 €
- Sporthalle Gesamtschule in Hacheney 18.900.000 €
- Sekundarstufe I Gymnasium in Brackel 70.000.000 €
- Sekundarstufe II Gymnasium in Brackel 26.500.000 €
- Sporthalle Gymnasium in Brackel 18.600.000 €
- Sekundarstufe I Gesamtschule in Eving 80.900.000 €
- Sekundarstufe II Gesamtschule in Eving 20.500.000 €
- Sporthalle Gesamtschule in Eving 18.600.000 €
- Mehrbedarfe für Interimsquartier in Wambel und Derne 6.600.000 €
Gesamt 285.000.000 €
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