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Lob in den höchsten Tönen: Dortmunder Opernhaus vor 60 Jahren eröffnet

Da capo, altes Haus! Das renommierte Dortmunder Opernhaus feiert seinen 60. Geburtstag. Am 3. März 1966 wurde der spektakuläre Opernbau am Grafenhof mit einer Aufführung von Richard Strauss᾽ „Der Rosenkavalier“ feierlich eröffnet.

Bild: Stadt Dortmund
Dortmunder Opernhaus in der Bauphase
Ab 1958 wurde an dem neuen Dortmunder Opernhaus gebaut.
Bild: Stadt Dortmund

Mit der Auszeichnung der Oper Dortmund als „Bestes Opernhaus“ im europäischen Kontext bei den OPER! Awards 2023, der internationalen Strahlkraft des Ballett Dortmund sowie dem exzellenten Ruf der Dortmunder Philharmoniker zählt das Theater Dortmund zu den führenden Kulturinstitutionen Deutschlands.

Architektonisches Highlight

Bild: Stadt Dortmund
Das Dortmunder Opernhaus in der 1960-er Jahren.
Das Dortmunder Opernhaus in der 1960er Jahren.
Bild: Stadt Dortmund

1955 präsentierte das Architekten-Duo Heinrich Rosskotten und Edgar Tritthart ihren bahnbrechenden Entwurf für einen Neubau mit innovativer Betonschalenkonstruktion, dem das Opernhaus seine heutige Form zu verdanken hat: Eine 17 Meter hohe, kupfergedeckte Kuppel ruht auf nur drei Widerlagern und überspannt damit den darunterliegenden Zuschauerraum.

Ein architektonisches Highlight ist das großzügig verglaste Treppenhaus zu den oberen Rängen. Es öffnet den Blick nach außen auf die Ecke Hiltropwall/Hansastraße und den Platz der Alten Synagoge – und gewährt Passantinnen und Passanten zugleich Einblicke in das Innere des Hauses. Besonders abends wird die bekannte Lichtinstallation im oberen Foyer sichtbar, die im Dortmunder Volksmund liebevoll „Milchstraße“ genannt wird. Für die markante Bauform mit Kuppel hatte sich schnell der Spitzname „Schildkröte“ etabliert.

Die Bauarbeiten am neuen Opernhaus dauerten von 1958 bis 1965 an. Am 3. März 1966 wurde das Haus schließlich mit einer Aufführung von Richard Strauss᾽ „Der Rosenkavalier“ unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Wilhelm Schüchter feierlich eröffnet und ist seitdem ein Ort der Kunst, des Austauschs und der Begegnung mitten in der Stadt.

Symbol Dortmunder Nachkriegskultur

Rasch wurde das Opernhaus zum Symbol für die Nachkriegskultur Dortmunds. Heute ist es als Teil des Theater Dortmund die feste Heimat der Sparten Oper (mit der Jungen Oper), Ballett (mit dem NRW Juniorballett) und der Dortmunder Philharmoniker. Letztere begleiten hier zahlreiche Opern- und Ballettproduktionen aus dem Orchestergraben – zusätzlich zu ihren Konzerten im 2002 eröffneten Konzerthaus Dortmund.

Eine deutsche Kultur-Institution

Das Theater Dortmund zählt zu den führenden Kulturinstitutionen Deutschlands. Unter der Opernintendanz von Heribert Germeshausen (seit 2018/19), der Ballettintendanz von Dr. Jaš Otrin und dem Antritt von Jordan de Souza als Dortmunder Generalmusikdirektor (beide ab 2025/26), präsentieren die drei Sparten ein vielfältiges Programm, das die gesamte Bandbreite des musikalischen Theaters abbildet.

Die Ziele

Bild: Claudia Bender/Theater Dortmund
Opernhaus Dortmund.
Im Rahmen einer festlichen Gala laden Oper, Ballett und Philharmoniker das Publikum am 16.05. zur gemeinsamen Jubiläumsfeier „60 Jahre Opernhaus Dortmund“ ein.
Bild: Claudia Bender/Theater Dortmund

Um das Opernhaus auch in Zukunft als markante Landmarke im Stadtbild sowie als kommunikativen Ankerpunkt in der Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens zu erhalten, wurde die Opernhausstiftung Dortmund ins Leben gerufen. Diese hat sich die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung von Oper, Ballett und Orchester auf künstlerisch herausragendem Niveau zum Ziel gesetzt.

Hierzu heißt es im Satzungstext der Stiftung: „Kultur ist ein gemeinschaftlicher Wert – aber auch eine gemeinsame Verantwortung. Um die herausragende Qualität und kreative Vielfalt unseres Musiktheaters zu bewahren, braucht es neben öffentlicher Förderung das Engagement von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen.“

Denn nicht Beton, Glas oder Stahl verleihen dem Opernhaus seinen besonderen Wert, sondern die Menschen, die es Tag für Tag vor, auf und hinter der Bühne mit Leben füllen. Dennoch ist der Erhalt der historischen, nunmehr 60-jährigen Bausubstanz eine herausfordernde Aufgabe und zugleich lohnende Verpflichtung, der sich Politik und Bürgerschaft in den kommenden Jahren gemeinsam stellen.

Jubiläumsfeier im Mai

Im Rahmen der festlichen Gala Mein lieber Schwan laden Oper, Ballett und Philharmoniker das Publikum am 16. Mai 2026 zur gemeinsamen Jubiläumsfeier „60 Jahre Opernhaus Dortmund“ ein.

Der prachtvolle Vorgänger

Bereits 1904 war am Dortmunder Hiltropwall ein prachtvoller Theaterbau nach Plänen des Architekten Martin Dülfer errichtet worden, der allerdings im Zweiten Weltkrieg den Bombenangriffen von 1943 und 1944 zum Opfer fiel. Nach Kriegsende entschied sich die Stadtverwaltung gegen einen Wiederaufbau des historischen Theaters und brachte stattdessen die Planungen für einen modernen Neubau auf den Weg. Ab 1950 spielte die Oper zunächst in einer provisorischen Spielstätte am Standort des ehemaligen Theaters am Hiltropwall, bevor 1966 das heutige Opernhaus eröffnet wurde.

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Dortmund historisch

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