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Breite Beteiligung

RE:START: Ideensammlung für die Kampstraße

Eine grüne und klimaresiliente Verbindungsachse zwischen den beiden Stadtkirchen St. Petri und St. Reinoldi – das ist das Ziel der Neugestaltung des mittleren Abschnitts der Kampstraße. Entstehen sollen hier auch öffentliche Räume, die zu entspannten Pausen im City-Rummel einladen. Bis zur Umsetzung der neuen Planungen bis 2030 sollen temporäre Aktionen Dortmunds zweite zentrale Innenstadtachse parallel zum Westenhellweg beleben.

Es war ein Befreiungsschlag, als der Rat der Stadt Dortmund Ende 2024 grünes Licht für einen neuen Planungsprozess in Sachen Kampstraße gab. Der bisherige Planungsentwurf aus dem Jahr 1998 wurde beiseitegelegt, einer Neuausrichtung stand nichts mehr im Wege. Die Ansprüche an den städtischen Raum haben sich seit den 2000er-Jahren deutlich verändert. Dem wird nun Rechnung getragen.

Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler
Drohnenfoto einer Straßenachse zwischen mehrstöckigen Gebäuden.
Die Kampstraße als zentrale Achse der City soll eine zeitgemäße Gestaltung erhalten.
Bild: Stadt Dortmund / Niklas Kähler

Auch für die Kommunikation mit den Dortmunder*innen gibt es neue Konzepte: Mit ihrer Alltagsexpertise konnten sie im Mai in einem breit angelegten Beteiligungsprozess unter dem Namen RE:START KAMP- STRASSE Zielsetzungen und Prioritäten mitgestalten. Im Rahmen von KAMP:WALKS konnten Interessierte den Straßenzug aus verschiedenen Perspektiven erleben – zum Beispiel aus der Sicht junger Menschen, mit dem Blick von Menschen mit Behinderungen oder auch aus der Sicht von obdachlosen Menschen. Beim Stadtfest DORTBUNT konnten sie kreativ werden, Ideen ausprobieren und einen eigenen Vorschlag für die neue Kampstraße kreieren. Online ermöglichte ein interaktives Kartentool die Verortung eigener Ideen auf einem Luftbild der Straße. Expert*innen vom Fach brachten sich ein, als die Kampstraße beim Forum Stadtbaukultur zum Thema wurde. Zum Abschluss lud die Stadt ins Rathaus ein zu einem öffentlichen Dialog.

Die Auswertung folgt prompt, denn all das mündet schon im Juni in einer „Kampstraßen-DNA“, die als Grundlage für die Planungsbüros und deren Lösungsvorschläge dient. Das Vergabeverfahren soll zügig starten. Neugestaltet wird über den mittleren Teil der Kampstraße hinaus auch das Reinoldi-Umfeld zwischen C&A, P&C und der St.-Marien-Kirche. Die gesamte Fläche des Gebietes ist rund 27.500 Quadratmeter groß.

Herausfordernde Bedingungen – flexible Lösungen

Wer der Ursprungsidee eines künstlichen Bachlaufs entlang der Kampstraße nachtrauert, muss sich mit den realen Gegebenheiten einer Großstadt wie Dortmund auseinandersetzen: Die in diesem Bereich nur knapp unter dem Asphalt verlaufende Stadtbahn erlaubt eine solche Wasseranlage in der Mitte nicht. Auch das Pflanzen von tief wurzelnden Bäumen wird aus dem gleichen Grund nicht überall möglich sein. Doch für Wasser und mehr Grün gibt es andere Möglichkeiten. Es sind Lösungen gefragt, die flexibel mit diesen Restriktionen umgehen und dem Klimawandel innovativ begegnen.

Auf die Planer*innen kommt eine herausfordernde Aufgabe zu, zumal die Gestaltung vielfältigen Funktionen gerecht werden muss: Es braucht eine Lösung für den Fuß- und Radverkehr. Und die Weihnachtsstadt sowie viele weitere belebende City-Events sollen selbstverständlich auch weiterhin auf der Kampstraße möglich bleiben. Eine Straße, auf der sich alle Dortmunder*innen gerne aufhalten – das könnte sie, das soll sie werden.

Mehr zu RE:START KAMPSTRASSE

aufbruch city 1/2025

Dieser Text ist erschienen in der „aufbruch city“ 1 / 2025, 16 MB, PDF . Mehr Informationen aus der Dortmunder Innenstadt, einen Newsletter und alle Ausgaben zum Download gibt es auf DO! City .

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