Vergangene Projekte
Rückblick
Symposium „Zwischen Kunst und Denkmal“, 6. März 2026
Eine Kooperation des Ressorts Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Dortmund und dem Baukunstarchiv NRW.
In jüngster Zeit haben sich die Debatten über Denkmäler und Erinnerungsorte im öffentlichen Raum weit über den akademischen Kontext hinaus entfaltet. Denkmäler sind zu zentralen Schauplätzen gesellschaftlicher Auseinandersetzungen geworden – Orte, an denen Fragen von Identität, Verantwortung und historischem Selbstverständnis neu verhandelt werden.
Dabei beschränkt sich die Diskussion längst nicht mehr auf einzelne Objekte, sondern umfasst grundlegende Überlegungen zur Gestaltung des Stadtbildes, zur architektonischen Präsenz und zur Rolle der Baukunst. Wie Denkmäler und Erinnerungsorte die Form und Wahrnehmung unserer Städte prägen und inwiefern künstlerische Interventionen oder neue Formen des Gedenkens das Verständnis des öffentlichen Raums verändern, bildeten zentrale Fragestellungen des Symposiums.Während der Umgang mit bestehenden Kunstwerken und Denkmälern Kommunen vor wachsende Herausforderungen stellt, entstehen neue Lösungsansätze häufig in temporären und partizipativen Projekten. Diese von lokalen Initiativen getragenen Prozesse verschieben den Denkmalbegriff hin zu kollektiven, offenen und prozessorientierten Formen des Erinnerns.
Das Symposium „Zwischen Kunst und Denkmal“ im Baukunstarchiv NRW griff diese Entwicklungen im Rahmen der Ausstellung „under construction / public preposition“ von Mischa Kuball auf und fand als Kooperation zwischen dem Ressort Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Dortmund und dem Baukunstarchiv NRW statt. Expert*innen aus Kunst, Wissenschaft und kuratorischer Praxis diskutierten, wie sich die Grenzen zwischen Kunstwerk, Denkmal und gebautem Raum verschieben und welche Impulse zeitgenössische künstlerische und architektonische Ansätze für zukünftige Formen des Erinnerns geben können.
Rückblick
Symposium „Kunst im öffentlichen Raum. Strukturen, Programme und Konstellationen“ am 22. & 23. November 2024
Das Ressort Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Dortmund organisierte in Kooperation mit dem Baukunstarchiv NRW am 22. und 23. November 2024 ein zweitägiges Symposium. In dessen Rahmen analysierten Expert*innen verschiedener Fachrichtungen die Bedingungen für neue Projekte und Kunstwerke sowie die Pflege des Bestands an Kunst im öffentlichen Raum. Dabei lag ein besonderer Fokus auf der Einbindung externer Fachexpert*innen, politischer Gremien sowie der Verwaltung in die entsprechenden Prozesse. Der räumliche Bezugsrahmen der Untersuchung umfasste das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland; zeitlich erstreckte sie sich auf die vergangenen zehn Jahre.
Die Veranstaltung war in drei thematische Blöcke gegliedert: Im ersten Themenblock wurde das Verhältnis von Museum und Kunst im öffentlichen Raum beleuchtet. Dies erfolgte durch die Analyse von Fällen, in denen museale Institutionen die wissenschaftliche und/oder technische Betreuung von Kunstwerken im Stadtraum übernehmen. Der zweite Themenblock war der Untersuchung von Fallstudien gewidmet, in denen Akteure auf überkommunaler Ebene mit Kunstwerken im öffentlichen Raum intervenierten. Des Weiteren wurden kooperative Konstellationen sowie dezentrale Projekte in die Betrachtung einbezogen. Der dritte Themenblock fokussierte sich auf verschiedene Großstädte, die den kulturpolitischen Anspruch, den Stadtraum mit künstlerischen Mitteln zu gestalten oder öffentliche Räume temporär zu bespielen, auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck bringen.
Zum Abschluss des Symposiums fand am 23. November 2024 eine Podiumsdiskussion statt, in der, vor dem Hintergrund der verschiedenen vorgestellten Modelle, mögliche Entwicklungen von Kunst im öffentlichen Raum für die Stadt Dortmund diskutiert wurden.Die Veranstaltung bot zahlreiche spannende Vorträge, inspirierende Diskussionen und Möglichkeiten zum Austausch mit Fachkolleg*innen, wurde von den Teilnehmenden und Fachöffentlichkeiten sehr positiv aufgenommen und als wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung von Kunst im öffentlichen Raum gewertet. Eine weiterführende Diskussion zentraler Themen fand im Anschluss unter anderem im Rahmen der Veranstaltung
Rückblick in Bildern: Tag 1
Rückblick in Bildern: Tag 2
Rückblick
Im urbanen öffentlichen Raum gibt es eine Vielzahl von – oft übersehenen – Kunstwerken zu entdecken. In drei verschiedenen Stadtspaziergängen im Frühjahr 2024 wurden nicht nur die Werke selbst betrachtet, sondern vor allem ihr stadträumlicher Zusammenhang.
Vom Cappuccino-Kiosk bis zur Thomasbirne - Drei Spaziergänge zu Kunst und Stadt in Dortmund
Thema waren also nicht nur die einzelnen Arbeiten und ihre jeweiligen Geschichten, sondern der vielfältige Kontext, in dem diese Kunstobjekte ihre besonderen Rollen und Funktionen haben: inhaltlich, zeitlich, architektonisch-städtebaulich, politisch und sozial. Die drei Touren entlang höchst unterschiedlicher Kunstwerke haben gezeigt, welche kunsttypologische Bandbreite innerhalb eines Quartiers zu finden ist: vom Mahnmal bis zur Brunnenskulptur, von der „Drop Sculpture“ bis zum Wandrelief, von der Fassadenmalerei bis zur künstlerischen Platzgestaltung.
Es wurden Fragen nach den veränderlichen Erwartungen und Funktionszuschreibungen an die Kunst im öffentlichen Raum, nach ihrer Wirksamkeit oder auch Unwirksamkeit erörtert, und warum sie von manchen geliebt, von vielen aber auch abgelehnt wird. Dabei wurden differierende Blickwinkel eingenommen: von den Menschen, die mit der Kunst leben, von der Stadt als Auftraggeberin, Planerin und verantwortliche Eigentümerin und natürlich auch von den Künstler*innen, die sich in einem konfliktträchtigen Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und Auftragsverhältnis, zwischen Anerkennung und Missachtung ihrer Arbeit bewegen.
Die Kunstspaziergänge wurden vom Autor und Kurator Kay von Keitz im Auftrag der Stadt Dortmund und in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke konzipiert. Zu jeder Tour wurde eine Gesprächspartner*in eingeladen, die eine spezielle künstlerische oder wissenschaftliche Perspektive mit eingebracht hat.
Impressionen zur Veranstaltungsreihe "Vom Cappuccino-Kiosk bis zur Thomasbirne"