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Auf ehemaligem EAE-Gelände: Neue Gesamtschule im Süden geplant

Hörde

Der Verwaltungsvorstand schlägt dem Rat schulorganisatorische Veränderung vor. Mitunter soll die Gesamtschule im Süden mehr Raum bekommen.

Grundlage für die Pläne ist das vom Rat der Stadt Dortmund schon beschlossene „Sofortpaket Weiterführende Schulen“. Darin war das Gelände der ehemaligen Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney zunächst nur generell als Schulstandort angedacht. Nun gibt es konkrete Pläne, die die Gesamtschule im Süden einbeziehen. Geplant ist für sie in Hacheney ein moderner Komplex mit sechs Schulzügen, das sind zwei mehr als bisher. Diese Erweiterung wäre am aktuellen Standort Am Lieberfeld 13 in Wellinghofen nicht möglich. Der rechtsverbindliche Bebauungsplan wird für die geplante Gesamtschule im Endausbau entsprechend geändert werden.

Wichtiger Meilenstein

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Schulbau in Hacheney
In dem ehemaligen Schulgebäude war von 2011 bis 2016 eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Geflüchtete untergebracht.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Die Schulform Gesamtschule ist ein wichtiger Bildungsweg für Dortmunder Schülerinnen und Schüler. Wir registrieren hier weiterhin eine hohe Nachfrage. Der neue und erweiterte Standort ist deshalb genau der richtige Weg, um den Bedürfnissen der jungen Menschen und ihrer Eltern im Stadtbezirk gerecht zu werden“, sagt Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt. Die Gesamtschule im Süden ist bereits zum jetzigen Ausbaustand (Jahrgang fünf bis sieben) so gut nachgefragt, dass im letzten Anmeldeverfahren 32 Schülerinnen und Schüler abgelehnt werden mussten.

Schon zum Schuljahr 2027/28 werden an den Gesamtschulen mehr Plätze gebraucht. Deshalb sollen am bestehenden Standort der Gesamtschule im Süden vorübergehend zusätzliche Klassenräume in Modulbauweise entstehen, damit zwei weitere Eingangsklassen starten können.

Monika Nienaber-Willaredt
Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die Schulform Gesamtschule ist ein wichtiger Bildungsweg für Dortmunder Schülerinnen und Schüler.

Neubau der Gesamtschule könnte Marie-Reinders-Realschule mehr Platz verschaffen

Das Gebäude in Wellinghofen, das durch den Umzug der Gesamtschule in einen Neubau frei wird, könnte dann ab dem Schuljahr 2028/29 als temporärer Teilstandort der Marie-Reinders-Realschule genutzt werden. Auch diese Schule verzeichnet im Anmeldeverfahren zu den weiterführenden Schulen regelmäßig hohe Überhänge.

Insgesamt könnten so fünf weitere Schulzüge entstehen – zwei zusätzliche Züge an der Gesamtschule im Süden und – vorläufig – bis zu drei zusätzliche Eingangsklassen an der Marie-Reinders-Realschule.

Wie es mit dem temporären Teilstandort der Realschule langfristig weitergeht, soll später mit Blick auf die Entwicklung der Schülerzahlen entschieden werden. Denn: Alle schulorganisatorischen Veränderungen wirken sich auf die Schullandschaft aus und ziehen Verschiebungen nach sich, sowohl zwischen Einzelschulen als auch zwischen Schulformen.

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