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Verkehrssicherheit

Smarte Ampel-Technik an der Weingartenstraße macht den Schulweg sicherer

Hörde

An der Weingartenschule am See hat das Tiefbauamt die Fußgängerampel mit moderner Technik nachgerüstet. Die smarte Ampel fordert nicht nur Grün an, wenn sich Fußgängerinnen und Fußgänger nähern. Sie erkennt auch, wie viele Menschen die Weingartenstraße queren möchten und verlängert entsprechend die Grünphasen. Die KI-gesteuerte Technik, die so genannte Pulk-Erkennung, erhöht so ganz automatisch die Schulwegsicherheit für die Kinder. Es handelt sich um ein Pilotprojekt.

Bisher funktionieren viele Fußgängerampeln nach starren Zeitplänen: Nach Tastendruck kommt eine Grünphase, ungeachtet der tatsächlichen Nutzung. An der Weingartenschule am See in Hörde ist das jetzt anders: Zwei Kameras erkennen mithilfe künstlicher Intelligenz sich nähernde Fußgängergruppen und lösen automatisch ein Grünsignal aus. Kommen noch weitere Fußgängerinnen und Fußgänger hinzu, verlängert die Ampel die Grünphase bis zu einem bestimmten Zeitfenster. So können alle entspannt die Straße queren, und die Wartezeiten für die Kinder verringern sich deutlich. Zusätzlich wird es nicht mehr so eng auf dem Gehweg.

Smarte Technik hilft bei Ansammlungen von Fußgänger-Gruppen

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Vier Fußgänger überqueren die Straße an der Ampel an der Weingartenstraße.
Haben die neue Technik ausprobiert: Sabine Strauß, Schulleiterin der Weingartenschule am See, Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamts, Lars Ruth und Hendrik Seiffert, beide Tiefbauamt (v.l.).
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die positiven Effekte der Ampel zeigen sich in der morgendlichen Rushhour und nach Schulschluss am deutlichsten – also immer dann, wenn viele Menschen über die Straße möchten. Wer einzeln unterwegs ist, fordert Grün nach wie vor per Drücker an. Bei der Pulk-Erkennung werden Gesichter und Kennzeichen im ersten Moment der Aufnahme verschlüsselt bzw. unkenntlich gemacht. Es werden keine Daten gespeichert.

„Das Tiefbauamt setzt immer intensiver auf smarte Ampeltechnik. Wir erhöhen so die Sicherheit und den Komfort für alle Verkehrsteilnehmenden. Hier an der Weingartenschule am See kommt Technik zum Einsatz, die den Kindern den Schulweg erleichtert. Von diesem Plus an Sicherheit profitiert auch, wer mit dem Auto unterwegs ist. Wenn sich keine Schüler-Grüppchen mehr am Fahrbahnrand drängen und ungeduldig auf Grün warten, sinkt das Stresslevel bei allen, die auf der Straße unterwegs sind“, sagt Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamts. „Ein anderes Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von intelligenter Ampeltechnik ist die Radverkehrsbeschleunigung. Viele Ampeln in der Stadt fordern bereits automatisch Grün für Radfahrerinnen und Radfahrer an.“

Dauergrün für Fußgängerinnen und Fußgängern an der Oesterstraße

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Eine Pulk-Erkennung an einer Ampel.
Das Thema Datenschutz wird groß geschrieben: Bei der Pulk-Erkennung werden Gesichter und Kennzeichen im ersten Moment der Aufnahme verschlüsselt bzw. unkenntlich gemacht. Es werden keine Daten gespeichert.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Noch in diesem Sommer soll außerdem die Fußgängerampel zwischen Gesamtschule und Hallenbad an der Oesterstraße in Brackel technisch nachgerüstet werden. Sie bekommt dann ein Dauergrün für Fußgängerinnen bzw. Fu0gängern, die manuelle Anforderung per Taste entfällt. Auch hier queren täglich viele Kinder und Jugendliche die Straße auf ihrem Weg zu Grund- oder Gesamtschule, Hallenbad und Kita. Anders als bisher müssen sie künftig das Grünlicht nicht mehr per Taste anfordern. Auch Autofahrerinnen und -Fahrer müssen nichts aktiv unternehmen, die Ampel erkennt die wartenden Fahrzeuge und fordert Grün an.

Zum Thema

Mehr zum Thema finden Sie unter dortmund.de/Radverkehrsbeschleunigung .

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Mobilität & Verkehr Digitalisierung Sicherheit & Ordnung

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