Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Kultur

Aus HMKV wird Kunsthalle Dortmund: Neuer Name für 30 Jahre internationale Medienkunst

Nach 30 Jahren startet der HMKV unter einem neuen Namen in die Zukunft: Aus dem Hartware MedienKunstVerein wird die Kunsthalle Dortmund - im September mit einer internationale Ausstellung zur globalen Wirtschaft.

Der HMKV Hartware MedienKunstVerein heißt ab sofort Kunsthalle Dortmund. Mit der Umbenennung macht die international renommierte Institution ihren festen Ausstellungsort im Dortmunder U und ihr Profil als Ort für zeitgenössische Kunst sichtbarer und verständlicher. Inhaltlich bleibt der Kurs unverändert: Die Kunsthalle Dortmund präsentiert weiterhin internationale Gegenwartskunst mit einem besonderen Schwerpunkt auf Medienkunst sowie ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Ausstellungen, Performances, Filmprogrammen und Vorträgen. Der Eintritt zu den Ausstellungen auf Ebene 3 bleibt frei. „Die Inhalte, die Ausstellung und der Anspruch bleiben absolut gleich. Nur die Verpackung ist neu – das Interface nach außen ist einfacher, verständlicher und anschlussfähiger“, sagt Direktorin Dr. Inke Arns, die die Institution seit mehr als 20 Jahren leitet.

Ein Name, der die Entwicklung widerspiegelt

Bild: Stadt Dortmund
Kulturdezernent Stüdemann mit Verantwortlichen des ehemaligen HMKV, jetzt Kunsthalle.
30 Jahre internationale Medienkunst werden gefeiert. Mit dabei: der ehemalige Kulturdezernent Jörg Stüdemann (links oben)
Bild: Stadt Dortmund

Den Grundsteinen legten Iris Dressler und Hans D. Christ 1996 mit „hARTware projekte“. Die Initiative arbeitete zunächst projektbezogen an wechselnden Ausstellungsorten, bevor daraus der Hartware MedienKunstVerein hervorging. Damals war noch nicht absehbar, dass 30 Jahre später teilweise über 20.000 Menschen Ausstellungen des Vereins besuchen werden. Die Ausstellung „Reservate der Sehnsucht“ (1998) in der damaligen Ruine der Dortmunder Unionbrauerei – dem heutigen Dortmunder U – schaffte auf einen Schlag einen hohen Bekanntheitsgrad, auch über Dortmund hinaus. 2003 ging es in die PHOENIX Halle in Dortmund-Hörde. Mit diesem festen Ausstellungsort entwickelte sich auch der Name weiter zu „Hartware MedienKunstVerein“, kurz HMKV (ab 2005). Gleich zwei Mal leistete der Verein also Pionierarbeit für die Kunst an neuen Orten in ehemaligen Industriekathedralen und erweiterte den Blick der Besucherinnen und Besucher auf die Kunst.

Mit dem Umzug des HMKV ins Dortmunder U (2010) konnte der HMKV auf einmal ganzjährig tätig sein und – jetzt gut erreichbar im Zentrum Dortmunds – seine Besuchszahlen signifikant steigern. Mit der Umbenennung reagiert der Verein nun erneut dynamisch auf seine Weiterentwicklung. „Der Name hat sich für das, was wir heute machen, irgendwann zu klein angefühlt“, sagt Inke Arns. „Er hat uns kleiner gemacht, als wir inzwischen sind.“ Auch Stefan Hilterhaus, Vorsitzender des Hartware MedienKunstVerein e. V., sieht darin eine folgerichtige Entwicklung. Der Begriff Medienkunst habe sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert und etabliert. Gleichzeitig bilde der bisherige Name die heutige Arbeit der Institution nicht mehr vollständig ab.

Medienkunst bleibt Kern der Arbeit

Mit dem neuen Namen verabschiedet sich die Kunsthalle Dortmund nicht von ihrem Profil. Medienkunst bleibt ein zentraler Schwerpunkt – allerdings in einem erweiterten Verständnis. „Die Grenzen zwischen bildender Kunst und Medienkunst sind heute viel durchlässiger als in den 1990er-Jahren. Medienkunst ist selbstverständlich geworden – auch dank der Arbeit des HMKV“, sagt Arns. Für sie war Medienkunst nie auf digitale Technologien beschränkt. Entscheidend sei vielmehr die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, technologischen und ökologischen Entwicklungen – unabhängig davon, ob sie als Video, Installation, Skulptur oder Zeichnung umgesetzt werde. „Künstlerinnen und Künstler sind oft ein Frühwarnsystem. Sie greifen Entwicklungen auf, lange bevor sie in der gesellschaftlichen Debatte ankommen.“

Diesen Anspruch will die Kunsthalle Dortmund auch künftig weiterentwickeln – etwa mit neuen Kooperationen und der Auseinandersetzung mit bislang wenig beachteten Bereichen wie der Netzkunst.

Neues Erscheinungsbild, gleicher Ort

Parallel zur Umbenennung erhält die Institution ein neues Corporate Design. Seit dem 27. Juli ist außerdem die neue Website kunsthalledortmund.de online. Auch die Social-Media-Kanäle laufen künftig unter dem neuen Namen. Die Kampagne trägt den Claim „Alles wie immer. Alles neu. Der HMKV ist jetzt die Kunsthalle Dortmund.“ Er bringt den Anspruch der Institution auf den Punkt: ein neuer Auftritt bei unverändertem programmatischem Anspruch.

Auftakt mit internationaler Gruppenausstellung

Nach einer sechswöchigen Umbauphase eröffnet die Kunsthalle Dortmund am Freitag, 11. September, um 18:30 Uhr mit der Ausstellung „INDUSTRIAL: Seidenstraßen 3000“, kuratiert von Inke Arns und Thibaut de Ruyter. 23 Künstlerinnen bzw. Künstler aus 16 Ländern beschäftigen sich mit globalen Lieferketten, Logistik und den Menschen, deren Arbeit die Weltwirtschaft trägt. Ausgangspunkt ist das Infrastrukturprojekt der Neuen Seidenstraßen zwischen China und Europa. Gezeigt werden Installationen, Filme, Skulpturen und raumgreifende Arbeiten, die globale Warenströme, Produktion und Arbeitsbedingungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Mehr unter kunsthalledortmund.de/.

Schlagwörter

Kultur Ausstellung

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Rappelvoller Samstag: Frühe Anreise für Heimspiel und Hund & Pferd einplanen
Fr 6. November 2026
Bild: Jörg Schimmel / DSW21
Preis für Völkerverständigung 2026: Carol Kahn Strauss in Dortmund ausgezeichnet
Fr 6. November 2026
Bild: Leopold Achilles
Neues Online-Magazin vom Konzerthaus Dortmund ist jetzt verfügbar
Fr 6. November 2026
Das Konzerthaus Dortmund in der Außenansicht.
Bild: Julia Unkel
Update: Neuer Graben bekommt 12 Tonnen schwere Rohre
Fr 6. November 2026
Innenstadt-West
Blick von oben auf die Straße Neuer Graben von West nach Ost.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
„Winkelmann klappt den U-Turm auf“: Erste Einblicke in die große Schau im Dortmunder U
Do 5. November 2026
Mann zeigt Taube auf LED-Tafel.
Bild: Stadt Dortmund / Markus Trümper
Hund & Pferd 2026 lädt zu Shows und tierischen Erlebnissen ein
Do 5. November 2026
Ein kleines Pony und ein Hund gucken aus einem Fenster
Bild: Messe Westfalenhallen
Gut durch die Großbaustelle „Martener Straße“ im Dortmunder Westen kommen
Mi 4. November 2026
Lütgendortmund
A45 Umleitungsstrecken, Anfang Pkw-Umleitungsstrecke Dortmund-Marten. Im Foto: Martener Straße.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
„Schwerer Schlag“: OB Kalouti zeigt sich solidarisch mit den Vitesco-Beschäftigten in Dorstfeld
Di 3. November 2026
Innenstadt-West
OB Kalouti spricht am Schaeffler-Werk.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Antworten ohne Umwege: 2. Info-Abend zum Neubau der A45-Brücke
Di 3. November 2026
Info-Veranstaltung im Bürgerhaus Pulsschlag.
Bild: Stadt Dortmund / Andreas Buck
LesArt.Festival: Jetzt noch schnell letzte Tickets sichern
Mo 2. November 2026
Christoph Biermann hält sich mit seinen Händen an seiner Schläfe fest.
Bild: Pablo Castagnola
„Und meine Laterne mit mir“: St. Martins-Umzüge in Dortmund
Di 3. November 2026
Ein verkleideter Sankt Martin sitzt auf einem Pferd.
Top-Termin für Gartenfans: Herbstmarkt und Gratis-Grünschnittannahme
Mo 2. November 2026
Bild: EDG Entsorgung Dortmund GmbH
U47 fährt ab Sonntag wieder regulär
Fr 30. Oktober 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Bildergalerie im Rathaus würdigt Dortmunds Oberbürgermeister seit 1945
Fr 30. Oktober 2026
Alxander Kalouti am Rednerpult vor OB-Galerie
Bild: Stadt Dortmund / Andreas Buck
Mehr Lärmschutz und weniger Tempo gelten demnächst auf weiteren Hauptstraßen
Mi 28. Oktober 2026
Tempo 30 Schild
Bild: Adobe Stock / Animaflora PicsStock