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Konzerthaus: Neue Saison, neuer Ticket-Service & eine Premiere zum Auftakt

Ein Weltstar zum Start: Das Konzerthaus Dortmund feierte die festliche Saisoneröffnung 2026/27 am Donnerstagabend mit dem West-Eastern Divan Orchestra. Das Orchester war zum ersten Mal im Konzerthaus zu Gast.

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Saisoneröffnung im Konzerthaus Dortmund

Seit seinen Anfängen im Nahen Osten, wo es ursprünglich der Vermittlung zwischen Palästinensern und Israelis über die Musik dienen sollte, hat es sich inzwischen zu einem Ensemble mit weltweiter Ausstrahlung entwickelt. Es steht wie kaum ein anderes Orchester für den Dialog, gegenseitiges Verständnis und Respekt. Als Dirigent war eigentlich Daniel Barenboim vorgesehen, doch der Klassik-Weltstar musste nach den Proben kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen. Für Barenboim sprang am Donnerstagabend Karl-Heinz Steffens ein, Chefdirigent des schwedischen Norrköping Symphony Orchestra. Intendant Raphael von Hoensbroech richtete Barenboim vor Konzertbeginn Genesungswünsche aus.

Zum Konzerthaus Dortmund

Ein Abend als starkes Zeichen

Bild: Oliver Schaper
NRW-Ministerin Ina Brandes und OB Alexander Kalouti
NRW-Kulturministerin Ina Brandes, Ehrenbotschafterin des Konzerthauses und OB Alexander Kalouti sprachen zur Eröffnung.
Bild: Oliver Schaper

Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti begrüßte die rund 1.500 Gäste im ausverkauften Konzerthaus, unter ihnen auch die NRW-Kulturministerin Ina Brandes, Ehrenbotschafterin des Konzerthauses, mit nachdenklichen Worten zur aktuellen Situation. Im Hinblick auf das Gastspiel des West-Eastern Divan Orchestra sagte er: „Gerade in einer Zeit, in der wir erleben, wie schnell Unterschiede zu Trennlinien werden und wie schwer Verständigung manchmal fällt, ist dieser Abend ein starkes Zeichen. Nicht, weil Musik politische Konflikte lösen könnte - das kann sie leider nicht. Aber Musik kann etwas schaffen, das jeder Verständigung vorausgeht: Sie kann Menschen dazu bringen, einander zuzuhören. Und sie kann zeigen, dass Unterschiedlichkeit und Gemeinsamkeit kein Widerspruch sein müssen. Ich finde, einen passenderen Auftakt für eine neue Saison kann man sich kaum wünschen. Und einen passenderen Ort ebenfalls nicht.“

Sehnsucht, Aufbruch und Erneuerung

Sehnsucht, Aufbruch und Erneuerung – das waren die großen Themen, die sich in der musikalischen Auswahl der Saisoneröffnung widerspiegelten: Schuberts „Unvollendete“, Richard Wagners Vorspiel zu „Tristan und Isolde“ und Beethovens „Eroica“ zum Abschluss.

Höhepunkte der kommenden Saison

Bild: Stadt Dortmund / Schaper
West-Eastern Divan Orchestra im Konzerthaus
Premiere: Das West-Eastern Divan Orchestra spielte zum ersten Mal im Konzerthaus. Weitere Höhepunkte werden folgen.
Bild: Stadt Dortmund / Schaper

Dem Höhepunkt zum Auftakt sollen weitere folgen: Mit dem ersten Festival der Saison kommt die Zeitinsel nach einem Jahr Auszeit zurück. Im Mittelpunkt steht die Komponistin, Dirigentin und Pianistin Lera Auerbach, der drei Festivaltage im November gewidmet sind. Auftakt: Das Ariel Quartet präsentiert in einer Uraufführung das eigens vom Konzerthaus beauftragte 11. Streichquartett Auerbachs.

Neuer Curating Artist der Saison ist der Bratschist Antoine Tamestit, der dem Konzerthaus bereits als früherer Musiker der Reihe „Junge Wilde“ und Porträtkünstler der Saison 2017/18 verbunden ist. Gemeinsam mit dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Klaus Mäkelä bringt er das selten gespielte Bratschenkonzert von William Walton zur Aufführung.

250 Jahre USA werden musikalisch gefeiert

Zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeitserklärung richtet das Konzerthaus den Blick auf die musikalische Vielfalt Nordamerikas. Das Jazz at Lincoln Center Orchestra und Gregory Porter kehren im Dezember nach Dortmund zurück, das Chineke! Orchestra präsentiert Gershwins „Porgy and Bess“. Joyce DiDonato widmet sich mit „Emily – No prisoner be“ der Dichterin Emily Dickinson, und Timothy Longs Projekt „North American Indigenous Song Book“ versammelt Auftragswerke indigener Komponistinnen und Komponisten.

Ergänzt wird das Programm durch klassische Konzerte wie das London Symphony Orchestra unter John Adams oder die konzertante Oper „Die Passagierin“ mit Mirga Gražinytė-Tyla. Im Bereich Jazz, Pop und Folk treten unter anderem Dee Dee Bridgewater, Goran Bregović with his Wedding & Funeral Band sowie Gaye Su Akyol mit dem WDR Funkhausorchester auf.

Konzerthaus Dortmund eröffnet neuen Ticket-Verkaufsraum

Bild: Konzerthaus Dortmund/Oliver Hitzegrad
Neues Ticket-Center auf der Brückstraße
Ein Grund zum Feiern: Das Konzerthaus hat ein neues Ticket-Center auf der Brückstraße.
Bild: Konzerthaus Dortmund/Oliver Hitzegrad

Das Konzerthaus Dortmund hat einen neuen Ticket-Verkaufsraum: Pünktlich zum Start der Saison 2026/27 sind Ticketing und Abendkasse umgezogen. Ab sofort können Karten für Konzerte in den neuen Räumlichkeiten direkt neben dem Haupteingang in der Brückstraße erstanden werden. Dort berät das elfköpfige Team wie gewohnt persönlich und hilft bei der Auswahl der passenden Konzerterlebnisse.

„Natürlich sind wir mit unserem Online-Kartenverkauf auch digital gut aufgestellt“, erklärt Anne-Katrin Röhm. „Der persönliche Kundenkontakt bleibt für uns in Zeiten zunehmender, vor allem digitaler Anonymität aber weiterhin sehr wichtig.“ Die individuelle Beratung, der direkte Austausch mit Kundinnen und Kunden sowie die persönliche Erreichbarkeit – all das zähle zum Servicegedanken des Konzerthauses.

Einen Eindruck von dem neuen Ticketing können sich Kundinnen und Kunden in der Brückstraße 21 machen. Neu ist dort auch die Abendkasse. Was bleibt, ist die Telefonnummer des Ticketing: Das Team ist weiterhin unter 0231 – 22 696 200 sowie per E-Mail unter info@konzerthaus-dortmund.de zu erreichen.

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