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Tierschutz

Bitte Vorsicht auf der Straße: Kröten, Frösche und Molche wandern wieder

Wenn es am Wochenende milder wird, ist die Zeit gekommen, in der die Amphibien wieder zu ihren Laichgewässern wandern. Das Umweltamt bittet daher um Vorsicht, damit Straßen und Wege nicht zur tödlichen Falle werden.

In den nächsten Tagen werden an vielen Stellen in Dortmund wieder Schilder mit Warnhinweisen aufgestellt. Die zumeist nachtaktiven Amphibien sind vor allem in den Stunden zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang unterwegs. Je nach Witterung dauert die Wanderung bis etwa Mitte oder Ende April.

Schon zu schnelles Vorbeifahren ist lebensgefährlich

Bild: Stadt Dortmund / Anke Korte
Ein niedriger Zaun am Straßenrand, der Ambhibien daran hindern soll, auf die Straße zu gelangen.
Kein Durchkommen für Amphibien: Einer der Zäune steht an der Kirchhörder Straße und soll Kröten und Co. das Leben retten.
Bild: Stadt Dortmund / Anke Korte

Beim Überqueren von Straßen sind Amphibien besonders gefährdet. Die Tiere sterben nicht nur, wenn sie überfahren werden, sondern auch, wenn Autos zu schnell an ihnen vorbeifahren: Bereits ab 30 km/h können sie das sogenannte Barotrauma erleiden, das tödlich ist.

Das bedeutet, dass sie an durch den Luftsog verursachten inneren Verletzungen sterben. Das Umweltamt und die Biologische Station Kreis Unna / Dortmund rufen daher alle Autofahrenden dazu auf, vorsichtig zu fahren und auf Tiere auf der Fahrbahn zu achten.

Was kann ich tun, um zu helfen – und was nicht?

Was Sie tun können:
Sie möchten bei dem Schutz und der Rettung heimischer Amphiben helfen? Wenden Sie sich gern an die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund oder an Agard e.V. wenden. Ein Engagement ist hier sehr willkommen. Und ohne viel Aufwand können Sie natürlich helfen, wenn Sie die oben beschriebenen Hinweise beachten.

Was Sie nicht tun sollten:
Wenn Sie zufällig einen Zaun zum Schutz der Amphibien (wie weiter unten beschrieben) entdecken, tragen Sie die Tiere von dort bitte nicht selbständig über die Straße. Sie können sicher sein, dass sich die freiwilligen Helferinnen und Helfer zeitnah um die Tiere kümmern.

Warnschilder weisen auf die Tierwanderungen hin

Bild: Stadt Dortmund / Anke Korte
Eine Erdkröte wurde aus einem Eimer gehoben und sitzt nun auf einer Hand mit Gummihandschuh.
Helfende Hände: An besonders gefährlichen Stellen werden niedrige Zäune aufgestellt, über die die Kröten nicht springen können, sodass sie in den bereitgestellten Eimern landen und von dort von freiwilligen Helfern über die Straße getragen werden.
Bild: Stadt Dortmund / Anke Korte

An einigen Straßen mit einem besonders hohen Amphibienaufkommen werden jedes Jahr mobile Warnschilder aufgestellt. Hier sollten Autos und Fahrräder langsam und vorsichtig fahren, nach Möglichkeit sollten diese Straßen nachts und bei Dämmerung sogar ganz gemieden werden.

Außerdem werden in diesem Jahr auch wieder an einigen Stellen Zäune zum Schutz der Tiere aufgestellt. So werden sie daran gehindert, über die Straße zu laufen. Sie fallen in extra zu diesem Zweck eingegrabene Eimer und werden dann von Freiwilligen über die Straße getragen.

Die Helferinnen und Helfer nutzen diese Gelegenheit wieder für eine Bestandsaufnahme der Arten und der Menge der gefundenen Amphibien. Das hilft dabei, die Bestandsentwicklung einzuschätzen und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen zu planen.

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Tiere Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Mobilität & Verkehr Radverkehr

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